Wie teuer sind Wärmepumpen wirklich?
Wärmepumpen sind aufgrund ihrer hohen Energieeffizienz als Schlüsseltechnologie für die individuelle Wärmeversorgung weitgehend anerkannt. Zudem können sie große Abwärmepotenziale z. B. aus Abwasser, Industrie oder Flüssen heben. Neben der Versorgung über Wärmenetze werden sie ein zentrales Element der zukünftigen Wärmeversorgung sein.
Bis zum Jahr 2030 sollen die CO₂-Emissionen im Gebäudebereich um 40 % im Vergleich zu 2022 sinken. So steht es im Klimaschutzgesetz, welches bereits 2019 von der Großen Koalition unter Kanzlerschaft der CDU und mit dem seinerzeitigen Koalitionspartner SPD beschlossen wurde.
Der Streit um das GEG lenkt davon ab, dass das für uns Menschen aktuell relevante Gesetzeswerk das der Natur ist und nicht das der Politik.
Das Gesetz musste nachgebessert werden, weil das Bundesverfassungsgericht mangelnde Generationengerechtigkeit und Verstöße gegen die in der Verfassung garantierten Freiheitsrechte festgestellt hatte. Daher kann auch die aktuelle Ampel-Regierung nur sehr schwer an den grundsätzlichen Zielen etwas ändern.
Wärmepumpen werden zentral in der zukünftigen Wärmeversorgung
Obwohl oder gerade weil uns eine derart umfassende Umstellung auf eine neue Heizungstechnologie vor große Herausforderungen stellt, sollte diese Aufgabe mit Blick auf das wichtige Ziel des Klimaschutzes dringend angegangen werden. Hierfür weist die geplante 65 %-Regel einen geeigneten Weg.
40 % der THG-Emissionen müssen im Gebäudesektor eingespart werden
Es sind nur noch sieben Jahre, die uns bleiben, um 40 % der Treibhausgasemissionen im Gebäudesektor einzusparen. Das entspricht einer Absenkung von 112 auf 66 Mio. Tonnen CO₂-Äquivalent. In der Politik und in den Medien wird diese Debatte in Form einer hitzigen Diskussion über das Gebäude-Energiegesetz (GEG) geführt. Das führt zu Verunsicherung bei Gebäudeeigentümerinnen und Mietenden hervorruft.
Mit der Stellungnahme Die schnelle Verbreitung der Wärmepumpe ist zentral für eine schnelle Wärmewende trägt Jens Clausen zusammen mit weiteren Energiefachleuten von den Scientists for Future dazu bei, den Diskurs auf eine sachliche und faktenbasierte Grundlage zurückzuführen.
Der Stellungnahme steht hier zum kostenlosen Download zur Verfügung.
Energieforschung vernetzt
Wie gelingt der Transfer von Forschungsergebnissen in die Gesellschaft? Diese Frage diskutiert im Rahmen der Veranstaltung „Energieforschung vernetzt“ ein Panel, bei dem Borderstep Geschäftsführer Dr. Severin Beucker spricht. Das erste Symposium der Forschungsnetzwerke Energie bietet Mitgliedern aller Netzwerke neue Impulse, gemeinsame Workshops und aktuelle Trends und Informationen aus der Energieforschung.
Die Vernetzung und der Austausch – auch über das eigene Forschungsfeld hinaus – sind ein wichtiges Anliegen der Forschungsnetzwerke Energie. Bei der zweitägigen Konferenz Energieforschung vernetzt – 1. Symposium der Forschungsnetzwerke kommen erstmals Mitglieder aller neun Netzwerke sowie Expertinnen und Experten aus den Bereichen Energiewende und Gesellschaft sowie Ressourceneffizienz zusammen.
Eingeleitet wird die Konferenz mit einem Beitrag zur Neuausrichtung und den zukünftigen Schwerpunkten der Energieforschung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Erstmals wird das Ministerium Eckpunkte des anstehenden 8. Energieforschungsprogramms vorstellen.
Workshops zu verschiedenen Themenschwerpunkten der Energieforschung
Gemeinsame Workshops ermöglichen es, Fachthemen aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und interdisziplinäre, innovative Lösungsansätze zu entwickeln. Insbesondere aktuelle Querschnittsthemen, die in mehreren Forschungsfeldern relevant sind, werden dabei in den Blick genommen. Insgesamt sind 24 Workshops vorgesehen, die von den Teilnehmenden des Symposiums konzeptioniert und geleitet werden. Mit den Themenschwerpunkten Daten, Ressourceneffizienz, Klimaneutrale Wärme und Kälte, Wasserstoff und Sektorkopplung, Elektrifizierung, Gesellschaftliche Akzeptanz / Regulatorik sowie Methoden und Prognosen decken die Workshops dabei ein vielfältiges Spektrum an Themenfeldern ab. Der übergreifende Austausch soll zudem Synergien schaffen und neue Impulse geben, um die Zusammenarbeit in der Energieforschung zu fördern.
Neben den Workshops wird es spannende Vorträge, Podiumsdiskussionen sowie diverse Posterbeiträge geben. Die Veranstaltung findet in Berlin statt, aber auch eine virtuelle Teilnahme am Vortragsprogramm ist möglich.
Teilnahme online ist noch möglich
Die Teilnahme am Kongress ist kostenfrei. Die Plätze für die Veranstaltung vor Ort sind bereits ausgebucht, eine Teilnahme online ist nach Anmeldung noch möglich.
Alle Informationen zum Programm und eine Anmeldemöglichkeit für die Online-Übertragung gibt es hier.
Rechenzentren als nachhaltige Wärmequelle
Rechenzentren produzieren viel Wärme und könnten eine nachhaltige Wärmequelle sein. Den Betreibern wäre es recht – doch es stellen sich technische und organisatorische Hürden. Wie Kooperationen gelingen können, untersucht Journalistin Matilda Jordanova-Duda in ihrem Artikel für die Plattform Heise.de.
Borderstep Senior Researcher Dr. Ralph Hintemann kommt als Experte für Green IT zu Wort, erläutert die technischen und energiepolitischen Zusammenhänge und wagt Ausblicke in die Zukunft. Ist bisher die Nutzung von Abwärme aus Rechenzentren für viele Betreiber nur ein Nachhaltigkeitsprojekt, kann sich das Thema langfristig auch finanziell für sie lohnen. Das politische Ziel, die Nah- und Fernwärme klimaneutral auszubauen, wird als Tiebfeder wirken, so Hintemann.
Der Artikel kann hier nachgelesen werden (kostenpflichtiges Angebot von heise.de):
Rechenzentren als nachhaltige Wärmequelle: Wie es gelingen kann | heise online
Resilienz schafft Mehrwert: Kostenfreier Praxisguide
Klimawandel, Pandemien und kriegsbedingte Turbulenzen bei Energieversorgung und Lieferketten: Die Vielfachkrise ist die neue Wirklichkeit. Die sich überlagernden und sich wechselseitig beeinflussenden Krisen und Störungen schaffen neue Rahmenbedingungen, die den Erfolg oder Misserfolg von etablierten Unternehmen und Start-ups gleichermaßen beeinflussen. Vor diesem Hintergrund hat das Konzept der Resilienz in den vergangenen Jahren eine Renaissance erfahren.
Fragen der Störungsrobustheit, der Widerstandskraft und der Fähigkeit zu dynamischer Stabilität sind nicht neu. Seit Jahrzehnten spielt Resilienz in so unterschiedlichen Wissens- und Handlungsgebieten wie der Psychologie, der Ökosystemforschung, den Klimawissenschaften oder dem Krisen- und Risikomanagement eine zentrale Rolle.
Resilienz wird bisher nur als Konzept der Krisenbewältung verstanden
Wie unsere Untersuchungen zeigen, wird Resilienz bislang sowohl in der Politik wie auch in den Managementwissenschaften und der Unternehmenspraxis als Konzept der Krisenbewältigung und des Risikomanagements verstanden und eingesetzt. Dabei dominiert die Frage, wie man sich selbst, die eigene Organisation oder die Wertschöpfungsketten und Versorgungssysteme, an denen man beteiligt ist, schützen und krisenfest machen kann. Diese Risikoperspektive ist wichtig und existenziell, beleuchtet aber nur die eine Seite der Resilienz-„Medaille“. Sie ist auf die eigene „Fitness“ unter Stress und Krisenbedingungen fokussiert.
Bislang völlig vernachlässigt ist die Frage, wie Unternehmen mit ihren Produkten und Dienstleistungen die Resilienz ihrer Kunden, Partner und der Gesellschaft als Ganzes unterstützen können, passend zu der Aufforderung des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy: Frage nicht, was Dein Land für Dich tun kann, sondern frage, was Du für Dein Land tun kannst.
Resilienz als Dienstleistung eröffnet neue Chancen
Wie unsere Arbeit mit etablierten Unternehmen und Start-ups zeigt, stimuliert die Idee von „Resilience-as-a-Service“ für andere neue Sichtweisen, eröffnet unternehmerische Chancen und schafft einen Mehrwert für die Gesellschaft.
Wir haben die vorliegende Praxishandreichung daher mit „Resilienz als Mehrwert“ überschrieben. Sie richtet sich an Unternehmen, Start-ups, Wirtschaftsverbände und Fördereinrichtungen, die wissen möchten, was Resilienz über das Risikomanagement hinaus „kann“.
Wir stellen in dem vorliegenden Guide das Konzept der chancenorientierten Resilienz vor, erläutern anhand von Unternehmensbeispielen und von vier zentralen unternehmerischen Aufgabenfeldern (Strategisches Management, Nachhaltigkeitsmanagement, Innovationsmanagement und Geschäftsmodellentwicklung), wie sich die Chancenperspektive erfolgreich für nachhaltiges Unternehmenshandeln nutzen lässt. Dabei verstehen wir Resilienz als viertes Nachhaltigkeitsprinzip, das die Grundsätze der Effizienz, Konsistenz und Suffizienz ergänzt.
Der Guide ist im Rahmen eines von Professor Klaus Fichter geleiteten PIN-Projektes der Uni Oldenburg entstanden. Es beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Produkte und Dienstleistungen entwickeln und anbieten lassen, die die Resilienz und Nachhaltigkeit der Kunden und ihrer Organisationen erhöhen und damit einen nachhaltigen Mehrwert schaffen.
Der Guide für die Praxis steht hier zum kostenlosen Download zur Verfügung.
Rechenzentren: Borderstep erstellt Studie für Bitkom
Abschlusskonferenz: Resilienz als Mehrwert
Die vielen aktuellen Krisen (Klimawandel, Pandemien, fragile Energieversorgung usw.) stellen Unternehmen und Kunden vor neue Herausforderungen. Resilienz ist zu einem vielverwendeten Schlagwort geworden und beschreibt die Fähigkeit, durch Anpassung und Innovation externe Störungen erfolgreich zu meistern.
Neue unternehmerische Chancen
Im Rahmen des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Vorhabens „Resilienz als Chance für nachhaltiges Unternehmenshandeln“ hat das Team der Professur für Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit an der Universität Oldenburg eine neue Perspektive auf das Resilienzkonzept entwickelt. Diese wird auf der Abschlusskonferenz an der Universität Oldenburg der Öffentlichkeit vorgestellt.
Resilienz als Dienstleistung
Die Projektergebnisse zeigen: Resilienz wird bislang sowohl in der Politik wie auch in den Managementwissenschaften und der Unternehmenspraxis als Konzept der Krisenbewältigung und des Risikomanagements verstanden und eingesetzt. Bislang völlig vernachlässigt ist die Frage, wie Unternehmen mit ihren Produkten und Dienstleistungen die Resilienz ihrer Kunden, Partner und der Gesellschaft als Ganzes unterstützten können.
Die praktische Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmen und Start-ups im Rahmen des Projektes hat gezeigt, die Idee von Resilienz als Dienstleistung für andere („Resilienz als Mehrwert“) eröffnet neue Sichtweisen, zeigt unternehmerische Chancen auf und schafft einen Mehrwert für die Gesellschaft.
Anmeldungen und Informationen
Alle Informationen zum Programm und die Möglichkeiten zur Anmeldung sind hier zusammengestellt.
Borderstep entwickelte Seminar für Gründerplattform
Immer mehr Gründungsinteressierte wollen mit ihrer Gründungsidee nicht nur Geld verdienen, sondern einen Beitrag für Umwelt und Gesellschaft leisten. Das Borderstep Institut entwickelte deshalb in Zusammenarbeit mit der Gründerplattform ein Online-Seminar Grüne Gründung. Das kostenlose Informationsangebot bietet zukünftigen Gründerinnen und Gründern dafür mit verschiedenen Videos und Materialien eine Startanleitung. Die Gründerplattform ist eine Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz und der KfW.
Grüne Gründung: Einstiegswissen in 240 Minuten
Bei der Entwicklung von Geschäftsideen und Geschäftsmodellen wird das Thema Nachhaltigkeit immer wichtiger. Die Gründerplattform unterstützt Gründungsinteressierte bei der Beschäftigung mit Klimaschutz und weiteren Nachhaltigkeitsaspekten schon in den ersten Etappen des Gründungsprozesses. Ein zusammen mit dem Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit entwickeltes Online-Seminar Grüne Gründung vermittelt in unter 240 Minuten relevantes Einstiegswissen. Das Angebot gibt einen Überblick rund um das Thema nachhaltiges Wirtschaften und Ecopreneurship. Mit dem kostenfreien Seminar möchte die Gründerplattform Denkanstöße geben, wie grüne Ideen erarbeitet werden können. Es bündelt zusätzlich Anlaufstellen für Fragen und Hilfe. Teilnehmende erhalten nach Abschluss der fünf Seminarmodule eine Teilnahmebestätigung.
Geschäftsideen für eine nachhaltige Zukunft
Dr. Thomas Neumann, Borderstep Senior Researcher und Start-up Coach, entwickelte das Online-Seminar maßgeblich mit. „Wir wollen angehende Entrepreneure befähigen, ihre Geschäftsideen für eine nachhaltige Zukunft in die Tat umzusetzen. Im Online-Gründungsseminar Grüne Gründung erfahren Gründungsinteressierte was es bedeutet, ein grünes Unternehmen oder Organisation zu gründen. Mit dem Mix aus Infomaterialien und Lernvideos bieten wir eine Anregung, um mit unternehmerischen Mitteln Ideen und Lösungen zu erarbeiten, die den Nutzen für Umwelt und Gesellschaft in den Mittelpunkt rücken.“
Gründerplattform-Geschäftsführer Marco Habschick sieht grüne Gründungen als essenziell für die Transformation hin zu einem nachhaltigen Wirtschaftssystem an. „Mit dem neuen Seminarangebot Grüne Gründung unterstützen wir Gründerinnen und Gründer, die mit neuen Geschäftsideen und -modellen auf die großen Herausforderungen unserer Zeit reagieren, insbesondere beim Thema Nachhaltigkeit.“
Borderstep unterstützt die Gründerplattform bei der Weiterentwicklung des Angebots
Die Gründerplattform bietet ein umfangreiches Wissens- und Beratungsangebot für Gründerinnen und Gründer, welches sie kontinuierlich ausbaut. So wird auch das Angebot speziell für grüne Gründungen stetig weiterentwickelt. Hier unterstützt das Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit als Partner den Prozess. Als unabhängige Forschungseinrichtung fördert das Borderstep Institut mit den von ihm entwickelten praxistauglichen Tools und Methoden seit vielen Jahren angehende Start-ups beim Aufbau von Know-how und Kompetenzen rund um nachhaltiges und verantwortungsvolles Unternehmertum.
Online-Gründungsseminar „Grüne Gründung“
Das von Borderstep entwickelte Online-Gründungsseminar „Grüne Gründung“ der Gründungsplattform steht kostenfrei zur Verfügung. Es vermittelt relevantes Einstiegswissen zum Thema nachhaltiges Gründen. Teilnehmende erhalten nach Abschluss der fünf Seminarmodule eine Teilnahmebestätigung.
Energiemanagement mit Gebäudeautomation
Borderstep veranstaltet mit dem Berliner Institut für Sozialforschung GmbH (BIS), dem bifa Umweltinstitut und der Ludwig-Maximilians-Universität München den Workshop „Umsteuern statt umbauen: Einsparung von Wärmeenergie durch effiziente Regelungssysteme für Wohngebäude“.
Welche Chancen und Hemmnisse sind mit dem Einsatz von Gebäudeautomation für das Energiemanagement in Wohngebäuden verbunden? Dr. Severin Beucker, Mitgründer des Borderstep Institut, und Dr. Franz Peter Schröder von Metrona Wärmemesser Union GmbH informieren in ihren Impulsen über die Einsparmöglichkeiten von Wärmeenergie durch effiziente Regelungssysteme für Wohngebäude.
Mit Energiemanagement auf dem Weg zum klimaneutralen Gebäudesektor
Der Gebäudesektor ist in Deutschland für einen großen Anteil der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Doch bis zu 2045 soll auch dieser Sektor klimaneutral werden, dafür muss der Energiebedarf von Gebäuden erheblich reduziert werden. Genau dort entsteht das Potenzial für Regelungssysteme.
Die Ergebnisse des Workshops werden in Form von Empfehlungen und Handlungsleitfäden für Verbänden und Politik zusammengefasst.
Klimaschutz bei Start-ups investierbar machen
Borderstep erarbeitet gemeinsam mit ImpactNexus und SDG Investments stark automatisierte Tools zur Bewertung der Klimaschutz- und Nachhaltigkeitspotentiale von Start-ups. Das Launch-Event findet online und vor Ort in Berlin statt.
Im Rahmen des Projekts Score4Impact: Klimaschutz bei Start-ups investierbar machen entwickelten das Borderstep Institut, ImpactNexus und SDG INVESTMENTS eine effiziente und stark automatisierte Bewertung der Klimaschutz- und Nachhaltigkeitspotentiale von Start-ups.
Diese besteht aus drei Modulen:
- Bewertung der ESG-Performance
- Klima-Impact-Forecasting
- Identifikation der Impact-Ziele
Das Ziel ist, Start-ups und deren Klimaschutz- und Nachhaltigkeitspotential schnell, verlässlich und kostengünstig sichtbar zu machen sowie die Anzahl und Wirksamkeit nachhaltiger Start-ups zu erhöhen.
Am 25. Mai 2023 präsentiert das Projektteam in Berlin (Teilnahme ist auch online möglich) die online Bewertungslösung und diskutiert die Berechnung von CO2-Einspar- und Nachhaltigkeitspotentialen von Start-ups mit Expertinnen und Experten.
Teilnehmende haben die Möglichkeit, die Bewertungsmodule anhand von konkreten Beispielen kennenzulernen sowie sich mit der Start-up- und Nachhaltigkeitsszene zu vernetzen.
Das Score4Impact – Projekt ist vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert.
Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Infos zur Software gibt es auf der Seite von ImpactNexus.
Agenda
| 10:30 | Welcome Coffee & Networking |
| 11:00 | Begrüßung: Prof. Dr. Klaus Fichter, Direktor Borderstep Institut |
| 11:05 | Grußwort: Michael Kellner, Parlamentarischen Staatssekretär und Beauftragter der Bundesregierung für den Mittelstand |
| 11:10 | Keynote: Verena Hubertz (MdB) |
| 11:20 | „Tool Play“ ESG-Assessment Ist-Analyse der Klimaschutz- & Nachhaltigkeitsperformance von Startups
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| 11:40 | „Tool Play“ Impact Goals Identifikation von Nachhaltigkeitswirkungen mit passender Zielsetzung
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| 12:00 | „Tool Play“ Climate Impact Model Eine geführte Berechnung der CO2-Einsparpotentiale von Startups
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| 12:20 | Panel-Diskussion „Klimaschutz bei Start-ups investierbar machen“
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| 13:00 | Ende der Veranstaltung |
Borderstep Impact Dialog
Das Dialogformat dient dem Transfer der Borderstep-Forschung in Politik und Praxis. Im fachlichen Austausch diskutiert Borderstep die Daten und Erkenntnisse aus Studien und Projekten mit Kooperationspartnern und Umsetzungsakteuren, und zwar in einem zeitlichen kompakten Format von ein bis drei Stunden. Wie wird aus Forschungsergebnissen gesellschaftlicher Impact? Welche politischen Entscheidungsprozesse sind dafür notwendig? Wie lassen sich Innovationen und die Promotoren, die sie treiben, unterstützen?
Borderstep unterstützt acatech Studie „Digitainability“
Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind keine Widersprüche, sie müssen strategisch zusammengedacht werden. Wie das praktisch funktioniert, erforscht das Borderstep Wissenschaftsteam seit vielen Jahren. Deshalb unterstützte Borderstep Mitgründer Dr. Severin Beucker eine Studie von acatech (Deutsche Akademie der Technikwissenschaften) und stellte den Forscherinnen und Forschern sein Wissen in einer Befragung zur Verfügung.
Die Studie evaluiert über verschiedene Wirtschaftssektoren hinweg verfügbare digitale Lösungen, die sich sowohl positiv auf die ökologische Nachhaltigkeit auswirken als auch einen ökonomischen Nutzen entfalten. Das volle Potenzial dieser Lösungen lasse sich allerdings erst dann ausschöpfen, wenn auch eine Änderung der Wirtschaftsweise in Betracht gezogen werde, schreiben die Autorinnen und Autoren.
Digitalisierung („Digitalisation“) und Nachhaltigkeit („Sustainability“) – zwei Leitmotive der Gegenwart. Digitalisierung kann in einer komplexen, wachsenden Gesellschaft Wohlstand für alle ermöglichen, etwa weil Arbeitsprozesse effizienter gestaltet werden können. Auf der anderen Seite ist Nachhaltigkeit – im Sinne der Nutzung regenerativer Ressourcen und eines gesteigerten Naturschutzes – die Voraussetzung, um unsere Lebensgrundlagen dauerhaft zu erhalten.
Gestaltungsoptionen aus ökologischer und ökonomischer Marktstudie abgeleitet
Die acatech Studie „Digitainability“ zeigt nun auf, dass es möglich ist, beide Leitmotive miteinander zu vereinbaren. In acht Sektoren der deutschen Wirtschaft nimmt sie bereits verfügbare digitale Lösungen in den Blick, die sich positiv auf die ökologische Nachhaltigkeit auswirken und bewertet deren ökonomische Potenziale. Die Studie zeigt außerdem: nicht nur über Effizienzsteigerungen können digitale Lösungen die ökologische Nachhaltigkeit erhöhen. Auch Änderungen des Nutzungsverhaltens oder der Wirtschaftsweise (Circular Economy) müssten dafür in Betracht gezogen werden.
Digitale Lösungen bieten in allen Wirtschaftssektoren große Chancen, neue Wertschöpfung mit Nachhaltigkeit zu verbinden. Die Studie zeigt, dass der Einsatz digitaler Lösungen zur Effizienzsteigerung von Anlagen und Prozessen ein erster Schritt ist.
Stephan Ramesohl, Co-Leiter des Forschungsbereichs Digitale Transformation am Wuppertal Institut und verantwortlich für die ökologische Marktstudie im Projekt
Ein Beispiel aus dem Leitsektor „Bau und Immobilien“: Mit sogenannten Building Information Models (BIM) ist es möglich, auf Basis digitaler Gebäudemodelle CO2-Analysen in Bezug auf die Beheizung vorzunehmen. Dadurch lassen sich einerseits Einsparungspotenziale identifizieren, andererseits erlauben BIM die energetische Optimierung eines Gebäudes bereits in der Planungsphase. Digitalisierung kann gerade in der umweltintensiven Bauwirtschaft positive Umwelteffekte katalysieren, erklärt Dr. Severin Beucker.
Kurz- bis mittelfristig können etwa 20 Prozent des Energieverbrauchs und der Emissionen im Gebäudesektor durch eine intelligente, digitale Wärmeversorgung eingespart werden. Das ist angesichts der Klimaschutzziele ein erheblicher Beitrag. Mittel- bis langfristig spielt die Digitalisierung aber auch für die gezielte Versorgung des Sektors mit erneuerbaren Energien eine zentrale Rolle.
Severin Beucker, Gründer des Borderstep Insitituts für Innovation und Nachhaltigkeit
Auch digitale Lösungen, die im Sektor Landwirtschaft zur Anwendung kommen, stehen im Fokus. Dort ist es beispielsweise mit speziellen Feldrobotern möglich, Unkraut mechanisch und autonom zu entfernen. Die Roboter sind mit Kamera- und Lasersensoren ausgestattet und können mithilfe von KI-Methoden Kultur- von Unkrautpflanzen unterscheiden. Da der Robotereinsatz ohne chemische Pflanzenschutzmittel auskommt, bleiben Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit erhalten; chemische Rückstände in Nahrungsmitteln werden vermieden. Die Roboter werden zudem rein elektrisch und mit regenerativem Strom betrieben.
Im Fokus: Digitale Lösungen, die zirkuläre Geschäftsmodelle befähigen
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass digitale Technologien, die sowohl Effizienz ermöglichen als auch positive Effekte auf die ökologische Nachhaltigkeit haben, zwar heute schon in allen relevanten Wirtschaftssektoren zum Einsatz kommen. Die Potenziale seien aber längst nicht voll ausgeschöpft: „Deutlich höhere ökonomische wie ökologische Potenziale zur Senkung von Emissionen und Umweltverbrauch ergeben sich durch den Einsatz und die Entwicklung digitaler Lösungen, die nachhaltige, zirkuläre Geschäftsmodelle befähigen“, so Stephan Ramesohl.
Zudem, so heißt es in der Studie, müsse man bei den eingesetzten digitalen Technologien auch immer den ökologischen Fußabdruck im Blick behalten: Gerade KI-Anwendungen benötigen große Rechenkapazitäten und verbrauchen entsprechend Ressourcen.
Diesen Punkt sieht auch Projektleiter und acatech Vizepräsident Christoph M. Schmidt und wünscht sich weitere Bemühungen.
Die Digitalisierung kann ein zentraler Hebel sein, um Prosperität von negativen ökologischen Externalitäten zu entkoppeln. Voraussetzung dafür ist die Weiterentwicklung digitaler Technologien, ihres Einsatzes in ökologisch nachhaltigen, digitalen Lösungen in Unternehmen sowie die Vertiefung eines produktiven Verhältnisses zwischen ökonomischen Anreizen und ökologischer Nachhaltigkeit.
Projektleiter und acatech Vizepräsident Christoph M. Schmidt
Studie kostenfrei herunterladen
Hier geht es zur Publikationsseite der acatech Studie „Digitainability“. Neben der Studie selbst kann auch ein Slide Deck abgerufen werden.


