Willkommen beim Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit

Borderstep im Deutschlandfunk

Im Interviewformat Studio 9 von Deutschlandfunk Kultur hat Dr. Ralph Hintemann, Digitalisierungsexperte des Borderstep Instituts, die aktuelle Rechenzentrumsstrategie Deutschlands im internationalen Kontext analysiert. Wo steht das Land im internationalen Rechenzentrumswettbewerb?

Digitalisierungsexperte Dr. Ralph Hintemann im Interview

Rechenzentrumsstrategie – Wo steht Deutschland im internationalen Vergleich? So lautet der Titel des Beitrags, der online nachgehört werden kann. Im Mittelpunkt des Interviews steht die Frage, wie wettbewerbsfähig Deutschland im globalen Ausbau digitaler Infrastrukturen ist, insbesondere vor dem Hintergrund steigender Anforderungen durch Cloud-Anwendungen und Künstliche Intelligenz. Dabei wird deutlich: Der Standort Deutschland verfügt über wichtige Stärken, steht jedoch zugleich vor strukturellen Herausforderungen.

Anlass für das Gespräch war die Vorstellung der Strategie von Digitalminister Dr. Karsten Wildberger im Bundestag.

Rechenzentrumswettbewerb fordert mehr Effizienz und Nachhaltigkeit

Hintemann betont die wachsende Bedeutung effizienter und nachhaltiger Rechenzentren. Angesichts steigender Kapazitätsbedarfe komme es darauf an, Klimaschutz, Energieversorgung und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit gemeinsam zu denken. Seine Einordnung unterstreicht die Notwendigkeit klarer politischer Rahmenbedingungen, um den Ausbau digitaler Infrastruktur zukunftsfähig zu gestalten.

Der Beitrag macht deutlich, dass Deutschland im internationalen Vergleich nur dann langfristig mithalten kann, wenn Ausbau, Regulierung und Nachhaltigkeit konsequent zusammengedacht werden.

Borderstep entwickelt EU-Nachhaltigkeitslabel für Rechenzentren

Im Rahmen des EU-Projekts EUDCEAR hat das Borderstep Institut gemeinsam mit den Partnern EY und AIT das erste EU-weite Nachhaltigkeitslabel für Rechenzentren entwickelt. Basierend auf den Daten des Energy Efficiency Directive (EED) Reporting und einem umfassenden Stakeholder-Dialog entstand ein innovatives Bewertungssystem, das die lokalen Kontexte in Europa berücksichtigt.

Erstes EU-Nachhaltigkeitslabel für Rechenzentren

Nachhaltigkeitslabel für Rechenzentren

 

Bisher gab es kein Label, das die Nachhaltigkeit von Rechenzentren in der EU umfassend bewertet. Nachhaltigkeit lässt sich nicht allein durch eine einfache Verrechnung von Indikatoren – wie z. B. PUE (Power Usage Effectiveness), WUE (Water Usage Effectiveness), ERF (Energy Reuse Factor) oder REF (Renewable Energy Factor) – abbilden. Vielmehr müssen regionale Unterschiede, wie die Verfügbarkeit von grünem Strom oder die Nachhaltigkeit der Wassernutzung, berücksichtigt werden.

Daher hat Borderstep ein mehrdimensionales Label entwickelt, das verschiedene Nachhaltigkeitsaspekte ganzheitlich bewertet. Dieses wurde während des Projekts mehrfach mit Stakeholder-Feedback überarbeitet und im zweiten EUDCEAR-Bericht Assessment of next steps to promote the energy performance and sustainability of data centres in EU, including the establishment of an EU-wide rating scheme veröffentlicht.

EU-Kommission startet Konsultation zum Nachhaltigkeitslabel

Die Europäische Kommission hat das Label nun angepasst und vereinfacht und startete dazu eine öffentliche Konsultation. Interessierte können bis zum 23. April 2026 Feedback geben: EU-Konsultation zum Rating-System für Rechenzentren

Nächste Schritte: Mindestanforderungen für Rechenzentren

Aufbauend auf den Ergebnissen von EUDCEAR werden derzeit Mindeststandards für die Nachhaltigkeit von Rechenzentren erarbeitet. Die Studie wird von Viegand Maagøe geleitet, während Borderstep die technischen Fragestellungen und Vorschläge für zukünftige Mindeststandards federführend bearbeitet.

Borderstep: 20 Jahre Expertise in Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Das Borderstep Institut blickt auf eine fast 20-jährige wissenschaftliche Historie in den Bereichen Digitalisierung und Nachhaltigkeit zurück. Damit zählt es weltweit zu den renommiertesten Forschungseinrichtungen für die Nachhaltigkeit von Rechenzentren und Künstlicher Intelligenz.

Seit 2007 analysiert das Borderstep Institut den Stromverbrauch von Rechenzentren in Deutschland und Europa. Grundlage ist ein eigenes Strukturmodell, das seit 2010 regelmäßig aktualisiert wird. Es berücksichtigt Servertypen, Altersstrukturen und Gebäudetechnik wie Kühlung und Stromversorgung. So liefert Borderstep belastbare Zahlen und Szenarien zur Entwicklung digitaler Infrastrukturen und ihrer Nachhaltigkeit.

Mit Projekten wie TEMPRO, DC2HEAT, DCESS, EUDCEAR und Data Centre Minimum Performance Standards – EU entwickelt das Institut Lösungen für eine klimafreundliche und energieeffiziente Digitalisierung.

Borderstep-Experte Dr. Ralph Hintemann bei CNN

Die wachsende Zahl von Rechenzentren, insbesondere für Künstliche Intelligenz (KI), hat nicht nur einen hohen Energieverbrauch, sondern auch direkte Auswirkungen auf das lokale Klima. Eine aktuelle Studie der Universität Cambridge zeigt, dass diese Zentren „Hitzeinseln“ erzeugen und die Landoberflächentemperaturen um bis zu 9 Grad Celsius erhöhen können. Die Ergebnisse wurden kürzlich von CNN aufgegriffen und diskutiert. Dr. Ralph Hintemann und Simon Hinterholzer vom Borderstep Institut wurden als internationale Experten für Rechenzentren von CNN um eine Einschätzung der Ergebnisse gebeten.

Studie: Rechenzentren als lokale Hitzequellen

Die Studie analysierte Temperaturdaten der letzten 20 Jahre und verglich diese mit den Standorten von großen Rechenzentren. Das Ergebnis: Nach Inbetriebnahme eines Rechenzentrums stieg die Landoberflächentemperatur um durchschnittlich 2 Grad Celsius, in Extremfällen sogar bis zu 9 Grad Celsius. Betroffen sind nicht nur die direkten Umgebungen, sondern auch Gebiete in einem Radius von bis zu 10 Kilometer.

Dr. Hintemann: „Emissionen durch Stromerzeugung bleiben das größere Problem“

Bei CNN betonte Dr. Hintemann, dass die Studie „interessante Zahlen“ liefere, die gemeldeten Effekte jedoch „sehr hoch“ erschienen. Er verwies darauf, dass die CO₂-Emissionen, die durch die Stromerzeugung für Rechenzentren entstehen, weiterhin die größere Herausforderung für den Klimaschutz darstellen.

Die Studie zeigt, dass wir die lokalen Auswirkungen von Rechenzentren nicht ignorieren dürfen. Gleichzeitig müssen wir weiter den Fokus auf die Reduzierung der Treibhausgasemissionen legen, die durch den Energiebedarf dieser Anlagen entstehen. – Dr. Ralph Hintemann

Forderung nach nachhaltigen Lösungen

Die Studie unterstreicht vor dem Hintergrund des rasanten Wachstums der KI-Branche die Dringlichkeit, nachhaltige Lösungen für den Betrieb von Rechenzentren zu entwickeln. Dr. Ralph Hintemann und Simon Hinterholzer plädieren dafür, dass die Diskussion über die Umweltauswirkungen von Rechenzentren ganzheitlich geführt wird.

Es geht nicht nur um lokale Hitzeeffekte, sondern auch um die globale Klimabilanz. Wir brauchen innovative Ansätze, um den Energiebedarf zu senken und erneuerbare Energien stärker zu nutzen. – Simon Hinterholzer

Borderstep Institut: Forschung für eine nachhaltige Digitalisierung

Das Borderstep Institut forscht seit Jahren zu den ökologischen und sozialen Auswirkungen der Digitalisierung. Die Einbindung von Dr. Ralph Hintemann und Simon Hinterholzer in die CNN-Berichterstattung zeigt die internationale Relevanz der Arbeit des Instituts.


Hier können Sie den CNN-Artikel Scientists have found an alarming environmental impact of vast data centers lesen.

Hier kommen Sie zur Studie The data heat island effect: quantifying the impact of AI data centers in a warming world der Cambridge University.

Panel: Green Startups – Durchstarten in unsicheren Zeiten

Befunde und Schlussfolgerungen aus dem Green Startup Report 2026

Die Berliner Startup Unit und Borderstep laden ein zur Diskussion aktueller Herausforderungen grüner Startups. Basierend auf den Ergebnissen des Green Startup Reports 2026 diskutieren Startups aus Berlin mit Expertinnen und Experten aus Politik, Fördereinrichtungen und Wissenschaft über die Chancen und Unwägbarkeiten von GreenTech-Startups und DeepTech-Gründungen und die Möglichkeiten zur Verbesserung der Finanzierungs- und Marktbedingungen. Im Anschluss besteht Raum für Austausch und Networking.

Berlin als Hotspot für grüne Startups

Berlin ist mit 20 % aller grünen Gründungen bundesweit die Hauptstadt der GreenTech-Startups. Doch trotz dieser Stärke stehen grüne Gründungen vor wachsenden Herausforderungen: Politische Aufmerksamkeit verschiebt sich, Rahmenbedingungen für nachhaltige Geschäftsmodelle sind unsicher, und gezielte Förderung wird immer dringender. Der Green Startup Report 2026 empfiehlt, die Förderung von GreenTech-Innovationen als zentrales Handlungsfeld der Startup-Politik zu priorisieren.

Leitfragen der Diskussion

Im Fokus der Paneldiskussion stehen folgende zentrale Fragen:

  • Wachsende GreenTech-Märkte und abnehmende Gründungsdynamik bei grünen Startups: Wie passt das zusammen?
  • Was sind aktuell die Key Challenges für nachhaltigkeitsorientierte Startups, wie damit umgehen?
  • Wo muss Berlin in der Stimulierung und Unterstützung grüner Startups noch besser werden?

Programm

Begrüßung durch Norbert Herrmann (SenWEB) und Christian Nestler (IHK Berlin)

Vorstellung zentraler Ergebnisse des Green Startup Report 2026: Prof. Dr. Klaus Fichter, Borderstep Institut

Innovate! Call: Ein neues Förderformat für grüne Start-ups, Made in Berlin! Martin Rahmel, Managing Director, innovate! lab gGmbH

Paneldiskussion
Moderation: Prof. Dr. Klaus Fichter

Es diskutieren:

Tuba Bozkurt, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Marco Hahnfeld, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin (CDU)

Katrin Robeck, Geschäftsführerin, IBB Ventures

Philipp von Bieberstein, Geschäftsführer, Climatiq

Theresa Schuhmann, Co-Founder & Operations, ReCircle Impact

Giorgi Shuradze, CEO, CinSOIL

Networking mit Fingerfood


Warum mitmachen?

Grüne Startups sind Treiber für eine moderne, zukunftsfähige Wirtschaft und spielen eine zentrale Rolle für Berlins Ziel, bis 2045 klimaneutral zu werden. Mit fast 1.000 grünen Startups ist Berlin der bundesweite Hotspot für nachhaltige Geschäftsmodelle. Der Green Startup Report 2026 zeigt jedoch auch eine abnehmende Gründungsdynamik auf, die auf verschobene Aufmerksamkeit hin zu Themen wie KI und Verteidigung sowie unsichere Rahmenbedingungen zurückzuführen ist.

Über den Green Startup Report

Seit 2013 vermisst das Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit im Forschungsbereich Sustainable Entrepreneurship kontinuierlich das grüne Gründungsgeschehen in Deutschland und Europa. Ziel war dabei von Anfang an, die Rolle nachhaltiger Startups in der ökologischen Transformation besser zu verstehen und evidenzbasierte Empfehlungen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auszusprechen. In einer Reihe von Projekten wurden Entwicklungen, Potenziale und Herausforderungen grüner Gründungen systematisch analysiert.

Mit dem Green Startup Report führt das Borderstep Institut seine Forschung zur Entwicklung grüner Gründungen in Deutschland fort. Der Report knüpft an die bisherigen Projekte Green Economy Gründungsmonitor (2013–2017) und Green Startup Monitor (2019–2024) an. Er erweitert diese um neue methodische Ansätze und Datengrundlagen.

Anmeldung und weitere Informationen

Wann: Mittwoch, 20. Mai 2026 | 15 – 17 Uhr

Wo: JUNI Startup Factories | Chausseestr. 8 | 10115 Berlin

Die Teilnahme ist kostenlos. Jetzt anmelden und mitdiskutieren!

Zur Anmeldung


 

Borderstep unterstützt GreenChem „innovate! call“

Grüne Start-ups leisten mit ihren Patenten einen wesentlichen Beitrag zur Transformation des Chemiesektors, vor allem durch neue Materialien, biochemische Verfahren und ressourceneffiziente Produktionsprozesse. Borderstep Direktor Prof. Dr. Klaus Fichter ist Mitglied der Jury im Förderprogramm innovate! call von greenCHEM.

Das Programm richtet sich an Forschende und Gründungsinteressierte aus dem Bereich der nachhaltigen Chemie, deren Technologien besonders anspruchsvolle Entwicklungsprozesse durchlaufen. In der Praxis stehen viele grüne Chemie-Start-ups vor ähnlichen Herausforderungen: fehlende Infrastruktur und Laborressourcen, hohe wissenschaftliche und regulatorische Komplexität, lange Entwicklungszyklen sowie die Überführung von Forschungsergebnissen in tragfähige Geschäftsmodelle.

Forschung und Expertise von Borderstep im Bereich nachhaltiger Chemie

Borderstep hat bereits im Forschungsprojekt Innovationen mit nachhaltiger Chemie zu diesem Thema geforscht. Die Ergebnisse wurden in der Studie Innovationen nachhaltiger Chemie. Machbarkeitsstudie zu Förder- und Finanzierungsinstrumenten für Start-ups des Umweltbundesamts veröffentlicht. Die Studie beleuchtet die Potenziale und Herausforderungen nachhaltiger chemischer Innovationen und zeigt auf, wie diese in die Praxis übertragen werden können.

Auch im Green Startup Report 2026 wird das Thema nachhaltige Chemie aufgegriffen. Ein besonderes Spotlight liegt auf Patenten im Bereich nachhaltiger Chemie. Der Report analysiert aktuelle Trends und zeigt, wie Start-ups durch innovative Lösungen und Patente die Transformation der chemischen Industrie vorantreiben. Besonders hervorgehoben wird dabei die Bedeutung von Know-How-Schutz für die Skalierung nachhaltiger Technologien sowie die Rolle von Förderprogrammen wie dem innovate! call für die Unterstützung junger Unternehmen.

Wie der innovate! call grüne Chemie-Start-ups unterstützt

In der Praxis stehen viele grüne Chemie-Start-ups vor ähnlichen Herausforderungen: fehlende Infrastruktur und Laborressourcen, hohe wissenschaftliche und regulatorische Komplexität, lange Entwicklungszyklen sowie die Überführung von Forschungsergebnissen in tragfähige Geschäftsmodelle.

Der innovate! call setzt an dieser Stelle an. Im Rahmen eines laboreingebetteten Validierungsprogramms werden Technologien und Geschäftsmodelle parallel geprüft, um die Machbarkeit der Ideen zu bestätigen. Ziel ist es, die Entwicklung nachhaltiger chemischer Innovationen zu unterstützen und deren Anwendungsperspektiven zu verbessern.

Zu den zentralen Elementen des greenCHEM-Programms zählen:

  • eine Validierungsphase von bis zu zwölf Monaten in Berlin,
  • eine Förderung von über 700.000 Euro ohne Unternehmensbeteiligung,
  • der kostenfreie Zugang zu Laboren und Infrastruktur.

Das Programm richtet sich international aus und hat Bewerbungen aus verschiedenen Ländern erhalten. Aktuell befindet sich der innovate! call in der Auswahlphase.

Weitere Informationen zum Programm: https://www.greenchem.berlin/innovate-call

  • © Land NRW/Mark Hermenau
  • © Land NRW/Mark Hermenau
  • © Land NRW/Mark Hermenau
  • © Land NRW/Mark Hermenau

Klaus Fichter präsentiert beim Green Angels Summit NRW aktuelle Zahlen aus dem Green Startup Report 2026

Beim Green Angels Summit NRW im Deutschen Sport & Olympia Museum in Köln präsentierte Prof. Dr. Klaus Fichter, Gründer und Leiter des Borderstep Instituts, aktuelle Erkenntnisse aus dem Green Startup Report 2026. Die vorgestellten Daten unterstreichen die zentrale Rolle grüner Start-ups für die Transformation hin zu einer nachhaltigen Green Economy. Die Business Angels Agentur Ruhr (BAAR), die den Summit organisierte, ist auch Partner des Green Startup Reports 2026.

Grüne Start-ups als Schlüssel für die Zukunft

Der Green Startup Report 2026 zeigt: Grüne Gründungen sind nicht nur ein Trend, sondern ein entscheidender Faktor für den ökologischen und wirtschaftlichen Wandel. „Die Zahlen belegen, dass grüne Start-ups innovative Lösungen für drängende Herausforderungen wie Klimaschutz, Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft entwickeln – und damit die Transformation vorantreiben“, betonte Fichter. Besonders in Nordrhein-Westfalen, einem der wichtigsten Wirtschaftsstandorte Deutschlands, bieten grüne Start-ups großes Potenzial, um traditionelle Branchen nachhaltig zu transformieren.

Green Angels Summit NRW: Vernetzung und Impulse

Der Summit, organisiert von der Business Angels Agentur Ruhr (BAAR) und unterstützt vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, brachte Investierende, Gründende und politische Vertreterinnen und Vertreter zusammen. Im Fokus standen die Finanzierung grüner Innovationen und die Frage, wie Business Angels als „Transformationsbooster“ wirken können.

Neben Klaus Fichters Präsentation diskutierten Expertinnen und Experten wie Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW, und Dr. Ute Günther, Vorstand BAAR, über die Rahmenbedingungen für grüne Investitionen. In Pitch-Sessions stellten Start-ups ihre nachhaltigen Geschäftsmodelle vor, während Paneldiskussionen die Rolle von ESG-Kriterien und die Chancen grüner Assetklassen beleuchteten.

Ausblick: Gemeinsam die Green Economy gestalten

„Die Daten des Green Startup Reports sind ein klarer Aufruf zum Handeln“, so Fichter. „Grüne Start-ups brauchen gezielte Unterstützung – durch Investitionen, Netzwerke und politische Weichenstellungen.“ Nordrhein-Westfalen hat in den vergangenen zehn Jahren zahlreiche Förder- und Finanzierungsprogramme aufgebaut, die gezielt grüne Gründungen unterstützten. „Wie sich jetzt zeigt, zahlt sich diese Kontinutität gerade in krisengeschüttelten Zeiten besonders aus“, so Fichter. Der Summit endete mit der Verleihung des GreenAngelsAward NRW und einem Appell der BAAR, sich der GreenAngelsAllianz NRW anzuschließen, um die grüne Gründerszene in NRW weiter zu stärken.

  • ©pinkeyes -AdobeStock

Führender KI-Standort: Bayerns Rechenzentren wachsen stark

Eine neue Studie des Borderstep Instituts „Rechenzentren in Bayern 2025“ analysiert Struktur, Wachstum und Perspektiven des Rechenzentrumsmarktes in Bayern. Cloud und KI treiben die Dynamik. Gleichzeitig rücken Energieversorgung, Effizienz und regionale Cluster stärker in den Fokus der Standortpolitik.

Rechenzentren sind eine zentrale Basisinfrastruktur der digitalen Transformation. Ob KI-Anwendungen, Video-Streaming, Online-Shopping, vernetzte Produktionsprozesse, E-Government oder wissenschaftliche Simulationen: Rechenzentren sind die technische Grundlage für zentrale digitale Anwendungen in Wirtschaft, Verwaltung und Forschung. Eine neue Studie des Borderstep Instituts analysiert die Struktur, Entwicklung und Perspektiven des Rechenzentrumsmarktes im Freistaat Bayern.

Dynamisches Wachstum im Rechenzentrumsmarkt

Der globale Markt wächst derzeit sehr dynamisch. Treiber sind vor allem Cloud-Dienste und der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Auch in Deutschland steigen die Rechenzentrumskapazitäten deutlich. Internationale Hyperscale-Cloud-Anbieter prägen diese Entwicklung, konzentrieren ihre großen Investitionen bislang jedoch vor allem auf die Regionen FrankfurtRheinMain und Berlin-Brandenburg.

Bayern als wichtiger Standort für Rechenzentren

Bayern spielt dennoch eine wichtige Rolle im deutschen Rechenzentrumsmarkt. Der Standort profitiert von einer starken technologieorientierten Wirtschaft, einer breiten industriellen Basis sowie einer leistungsfähigen Wissenschafts- und Forschungslandschaft.

Im Jahr 2025 gibt es in Bayern rund 370 Rechenzentren mit mehr als 100 kW IT-Anschlussleistung sowie etwa 9.000 kleinere IT-Installationen. Die gesamte IT-Anschlussleistung liegt bei rund 420 MW. Seit 2020 sind die Kapazitäten damit um etwa 30 % gestiegen. Der Stromverbrauch der Rechenzentren beträgt 2025 rund 3,1 TWh und wächst trotz Effizienzfortschritten weiter.

Strukturell wird der Markt weiterhin stark von unternehmenseigenen Rechenzentren geprägt. Gleichzeitig gewinnen Colocation-Rechenzentren deutlich an Bedeutung und stellen inzwischen rund 35 % der Kapazitäten. Das Wachstum der vergangenen Jahre ist nahezu vollständig auf neue Colocation-Standorte zurückzuführen.

Regionale Schwerpunkte und neue Dynamik im Bereich Rechenzentren

Regional konzentriert sich die Entwicklung insbesondere auf die Regionen München und Nürnberg, die zu den wichtigsten Rechenzentrumsstandorten Deutschlands zählen. Gleichzeitig gewinnen Standorte in Nordbayern zunehmend an Bedeutung – insbesondere im Einflussbereich der Metropolregion FrankfurtRheinMain.

Eine besondere Stärke des Standorts Bayern liegt zudem in den Bereichen Künstliche Intelligenz und High-Performance-Computing (HPC). Bereits heute entfallen über 20 % der Rechenzentrumskapazitäten auf KI- und HPC-Anwendungen – ein bundesweiter Spitzenwert.

Wachstum bis 2030 – Energie wird zum Schlüsselfaktor

Für die kommenden Jahre wird ein anhaltend starkes Wachstum erwartet. Bis 2030 könnten die installierten IT-Kapazitäten auf rund 550 MW anwachsen. Damit rückt die Stromversorgung zunehmend in den Fokus: Sie entwickelt sich zu einem strategischen Engpassfaktor und erfordert neue Konzepte sowie eine stärkere Einbindung in regionale Energie- und Wärmesysteme.

Die Studie skizziert deshalb ein Zielbild für die zukünftige Entwicklung des Rechenzentrumsstandortes Bayern. Im Mittelpunkt steht eine robuste, dezentrale und am regionalen Bedarf orientierte Rechenzentrumslandschaft. Zentrale Leitprinzipien sind regionale Cluster, digitale Souveränität, hohe Energieeffizienz, erneuerbare Energien und die systematische Nutzung von Abwärme.

Die komplette Studie „Rechenzentren in Bayern 2025 – aktuelle Marktentwicklungen“ mit allen Analysen, Zahlen und Handlungsempfehlungen steht hier zum kostenlosen Download bereit.

Praxiswirkung: Borderstep bei „Wissenschaft meets Wirtschaft“

Praxiswirkung steht im Mittelpunkt des Veranstaltungsformats „Wissenschaft meets Wirtschaft„. Wie können Unternehmen Nachhaltigkeit strategisch verankern: und welche Rolle spielen Studierende bei der Entwicklung zukunftsfähiger Innovationen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Veranstaltung aus der Reihe, die am 19. Februar 2026 an der Universität Oldenburg stattfindet.

Einen zentralen Impuls liefert Prof. Dr. Klaus Fichter, Direktor des Borderstep Instituts für Innovation und Nachhaltigkeit. In seinem Vortrag zeigt er, wie gemeinsame Innovationsprojekte von Unternehmen und Studierenden konkret zur Lösung unternehmerischer Nachhaltigkeitsherausforderungen beitragen können: praxisnah, interaktiv und auf Augenhöhe.

Lernformate mit Praxiswirkung

Praxiswirkung durch universitäre Formate: Wie das geht, zeigt der Vortrag von Prof. Fichter. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen aus der Innovationsforschung sowie Best Practices für Lern- und Kooperationsformate, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern direkte Wirkung in der Unternehmenspraxis entfalten. Der Beitrag von Prof. Fichter richtet sich insbesondere an Unternehmen, die Nachhaltigkeit strategisch weiterentwickeln und dabei neue Impulse aus Wissenschaft und Nachwuchstalenten nutzen möchten.

Etabliertes Austauschformat

Die Veranstaltung ist Teil der inzwischen gut etablierten Reihe „Wissenschaft meets Wirtschaft“ des Fördervereins Wirtschafts- und Rechtswissenschaften e. V. und bringt Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis zum gemeinsamen Austausch zusammen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Agenda finden Sie hier.

Energiewende im Mittelstand: Jetzt an Umfrage teilnehmen

Steigende Energiepreise, neue regulatorische Anforderungen und ambitionierte Klimaziele stellen den Mittelstand vor wachsende Herausforderungen. Sie eröffnen zugleich aber neue Innovations- und Wettbewerbschancen. Genau hier setzt das Projekt SET Inno Tandems an, das von Borderstep inhaltlich begleitet und mitgestaltet wird.

Ziel: Blaupausen für Mittelstands-Start-up Kooperationen

Im Rahmen des Projekts werden mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Verteilnetz- und Messstellenbetrieb, Stadtwerke, Rechenzentren sowie aus dem produzierenden Gewerbe mit innovativen Start-ups zusammengebracht. Ziel ist die Durchführung von vier Innovationstandems, in denen gemeinsam praxisnahe Lösungen für zentrale Fragestellungen der Energiewende entwickelt werden. Darüber hinaus entstehen übertragbare Blaupausen für erfolgreiche Mittelstands-Start-up-Kooperationen sowie Impulse für die energiepolitische Ausgestaltung.

Bedarfserhebung zu energiebezogenen Herausforderungen im Mittelstand

Den Auftakt bildet eine anonyme Bedarfserhebung zu aktuellen energiebezogenen Herausforderungen im Mittelstand – etwa zu steigenden Energiekosten, regulatorischen Vorgaben, Flexibilisierungspotenzialen oder Chancen durch Effizienz, Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle. Die aggregierten Ergebnisse fließen in einen öffentlich zugänglichen Abschlussbericht des dena-Projekts SET Hub ein.

Auf Basis der Befragung identifiziert Borderstep besonders drängende Handlungsfelder, für die in einem weiteren Schritt konkrete Innovationstandems mit Start-ups initiiert werden. So leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag dazu, den Mittelstand als zentralen Innovationstreiber der Energiewende zu stärken.

Jetzt an Umfrage beteiligen

Die Umfrage läuft unter diesem Link: Energiebezogene Herausforderungen und Erfahrungswerte in der Zusammenarbeit mit Start-ups

„Sustainable Venturing“ im Rennen um die Hochschulperle des Jahres 2025

Große Anerkennung für die nachhaltige Gründungslehre an der Universität Oldenburg. Der Stifterverband kürte das Modul „Sustainable Venturing“ im März 2025 als Hochschulperle des Monats. Prof. Dr. Klaus Fichter, Gründer und Leiter des Borderstep Instituts, verantwortet das Lehrangebot. Er entwickelt das Modul und seine Inhalte seit Jahren in Forschung und Lehre weiter.

Fundierte Entrepreneuship-Forschung trifft praxisnahe Lehre

Sustainable Venturing verbindet wissenschaftlich fundierte Entrepreneurship-Forschung mit praxisnaher Lehre. Studierende lernen, wie nachhaltige Geschäftsmodelle entstehen, wie ökologische und soziale Wirkung systematisch berücksichtigt wird und wie Gründungsideen marktfähig weiterentwickelt werden können. Das Modul ist fest im Lehrangebot der Universität Oldenburg verankert. Zugleich profitiert es von der engen Verbindung zu den Forschungsarbeiten des Borderstep Instituts zu nachhaltigem Unternehmertum, Innovation und Transformation.

Jetzt folgt der nächste Schritt: „Sustainable Venturing“ steht zur Wahl für die Hochschulperle des Jahres 2025. Per öffentlichem SMS-Voting kann für den eigenen Favoriten abgestimmt werden. Auf den Gewinner wartet ein Preisgeld von 3.000 Euro.

Jetzt zählt jede Stimme: Für „Sustainable Venturing“ abstimmen

So geht das Voting:

  • Zeitraum: 13. Januar 2026, 12:00 Uhr bis 14. Januar 2026, 12:00 Uhr
  • Per SMS an: 0177 178 22 77
  • Abstimmungscode: H03

Eine Stimme pro Nummer. Keine Zusatzkosten außer der regulären SMS-Gebühr.

Borderstep gratuliert dem gesamten Lehrteam an der Universität Oldenburg zu dieser Anerkennung und freut sich über jede Stimme für nachhaltige Gründungslehre mit Wirkung.