Praxiswirkung: Borderstep bei „Wissenschaft meets Wirtschaft“
Praxiswirkung steht im Mittelpunkt des Veranstaltungsformats „Wissenschaft meets Wirtschaft„. Wie können Unternehmen Nachhaltigkeit strategisch verankern: und welche Rolle spielen Studierende bei der Entwicklung zukunftsfähiger Innovationen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Veranstaltung aus der Reihe, die am 19. Februar 2026 an der Universität Oldenburg stattfindet.
Einen zentralen Impuls liefert Prof. Dr. Klaus Fichter, Direktor des Borderstep Instituts für Innovation und Nachhaltigkeit. In seinem Vortrag zeigt er, wie gemeinsame Innovationsprojekte von Unternehmen und Studierenden konkret zur Lösung unternehmerischer Nachhaltigkeitsherausforderungen beitragen können: praxisnah, interaktiv und auf Augenhöhe.
Lernformate mit Praxiswirkung
Praxiswirkung durch universitäre Formate: Wie das geht, zeigt der Vortrag von Prof. Fichter. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen aus der Innovationsforschung sowie Best Practices für Lern- und Kooperationsformate, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern direkte Wirkung in der Unternehmenspraxis entfalten. Der Beitrag von Prof. Fichter richtet sich insbesondere an Unternehmen, die Nachhaltigkeit strategisch weiterentwickeln und dabei neue Impulse aus Wissenschaft und Nachwuchstalenten nutzen möchten.
Etabliertes Austauschformat
Die Veranstaltung ist Teil der inzwischen gut etablierten Reihe „Wissenschaft meets Wirtschaft“ des Fördervereins Wirtschafts- und Rechtswissenschaften e. V. und bringt Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis zum gemeinsamen Austausch zusammen.
Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Agenda finden Sie hier.
Energiewende im Mittelstand: Jetzt an Umfrage teilnehmen
Steigende Energiepreise, neue regulatorische Anforderungen und ambitionierte Klimaziele stellen den Mittelstand vor wachsende Herausforderungen. Sie eröffnen zugleich aber neue Innovations- und Wettbewerbschancen. Genau hier setzt das Projekt SET Inno Tandems an, das von Borderstep inhaltlich begleitet und mitgestaltet wird.
Ziel: Blaupausen für Mittelstands-Start-up Kooperationen
Im Rahmen des Projekts werden mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Verteilnetz- und Messstellenbetrieb, Stadtwerke, Rechenzentren sowie aus dem produzierenden Gewerbe mit innovativen Start-ups zusammengebracht. Ziel ist die Durchführung von vier Innovationstandems, in denen gemeinsam praxisnahe Lösungen für zentrale Fragestellungen der Energiewende entwickelt werden. Darüber hinaus entstehen übertragbare Blaupausen für erfolgreiche Mittelstands-Start-up-Kooperationen sowie Impulse für die energiepolitische Ausgestaltung.
Bedarfserhebung zu energiebezogenen Herausforderungen im Mittelstand
Den Auftakt bildet eine anonyme Bedarfserhebung zu aktuellen energiebezogenen Herausforderungen im Mittelstand – etwa zu steigenden Energiekosten, regulatorischen Vorgaben, Flexibilisierungspotenzialen oder Chancen durch Effizienz, Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle. Die aggregierten Ergebnisse fließen in einen öffentlich zugänglichen Abschlussbericht des dena-Projekts SET Hub ein.
Auf Basis der Befragung identifiziert Borderstep besonders drängende Handlungsfelder, für die in einem weiteren Schritt konkrete Innovationstandems mit Start-ups initiiert werden. So leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag dazu, den Mittelstand als zentralen Innovationstreiber der Energiewende zu stärken.
Jetzt an Umfrage beteiligen
Die Umfrage läuft unter diesem Link: Energiebezogene Herausforderungen und Erfahrungswerte in der Zusammenarbeit mit Start-ups
„Sustainable Venturing“ im Rennen um die Hochschulperle des Jahres 2025
Große Anerkennung für die nachhaltige Gründungslehre an der Universität Oldenburg. Der Stifterverband kürte das Modul „Sustainable Venturing“ im März 2025 als Hochschulperle des Monats. Prof. Dr. Klaus Fichter, Gründer und Leiter des Borderstep Instituts, verantwortet das Lehrangebot. Er entwickelt das Modul und seine Inhalte seit Jahren in Forschung und Lehre weiter.
Fundierte Entrepreneuship-Forschung trifft praxisnahe Lehre
Sustainable Venturing verbindet wissenschaftlich fundierte Entrepreneurship-Forschung mit praxisnaher Lehre. Studierende lernen, wie nachhaltige Geschäftsmodelle entstehen, wie ökologische und soziale Wirkung systematisch berücksichtigt wird und wie Gründungsideen marktfähig weiterentwickelt werden können. Das Modul ist fest im Lehrangebot der Universität Oldenburg verankert. Zugleich profitiert es von der engen Verbindung zu den Forschungsarbeiten des Borderstep Instituts zu nachhaltigem Unternehmertum, Innovation und Transformation.
Jetzt folgt der nächste Schritt: „Sustainable Venturing“ steht zur Wahl für die Hochschulperle des Jahres 2025. Per öffentlichem SMS-Voting kann für den eigenen Favoriten abgestimmt werden. Auf den Gewinner wartet ein Preisgeld von 3.000 Euro.
Jetzt zählt jede Stimme: Für „Sustainable Venturing“ abstimmen
So geht das Voting:
- Zeitraum: 13. Januar 2026, 12:00 Uhr bis 14. Januar 2026, 12:00 Uhr
- Per SMS an: 0177 178 22 77
- Abstimmungscode: H03
Eine Stimme pro Nummer. Keine Zusatzkosten außer der regulären SMS-Gebühr.
Borderstep gratuliert dem gesamten Lehrteam an der Universität Oldenburg zu dieser Anerkennung und freut sich über jede Stimme für nachhaltige Gründungslehre mit Wirkung.
Borderstep unterstützt Gebäudeforum klimaneutral
Gemeinschaftlich geplante und vernetzte Versorgungssysteme können einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Energieversorgung leisten. Der neue Themenschwerpunkt „Gemeinschaftliche Versorgungskonzepte“ im Gebäudeforum klimaneutral zeigt, wie Gebäude im Quartier zusammen gedacht und innovative Systeme effizient genutzt werden können.
Der Schwerpunkt „Gemeinschaftliche Versorgungskonzepte“ beantwortet zentrale Fragen, die für Planung und Umsetzung entscheidend sind:
- Wann lohnt sich eine gemeinschaftliche Wärmeversorgung?
- Welche Betreibermodelle sind praktikabel?
- Welche Potenziale bieten kalte Nahwärmenetze, Abwärmequellen und andere innovative Technologien?
- Wie greifen Wärmeplanung und GEG ineinander?
Borderstep bringt sich als Mitglied des Partnernetzwerks mit Expertise und aktuellen Forschungsergebnissen ein und unterstützt die Weiterentwicklung des Themenfelds.
Für den vorliegenden Schwerpunkt steuerte Borderstep Mitgründer Dr. Jens Clausen den Leitfaden „Eine Einführung in die Wärmegewinnung aus Flusswasser“ bei. Der Leitfaden soll einen Beitrag dazu leisten, Flusswasser-Wärme in die kommunale Wärmeplanung zu integrieren.
Mehr zum Themenschwerpunkt hier.
Zukunftsfähigkeit von Unternehmen entsteht im Geschäftsmodell
Die Bertelsmann Stiftung hat die Studie Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz trotz Krise veröffentlicht. Autor ist Borderstep Senior Fellow Prof. Dr. Florian Lüdeke-Freund. Die Untersuchung zeigt, wie Unternehmen in Deutschland ihre Geschäftsmodelle weiterentwickeln und wie sich Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Nachhaltigkeit wechselseitig verstärken.
Für Borderstep ist diese Veröffentlichung ein wichtiger Meilenstein. Florian Lüdeke-Freund verantwortet den Forschungs- und Transferbereich Nachhaltige Geschäftsmodelle und entwickelt diesen gemeinsam mit Borderstep Direktor Prof. Dr. Klaus Fichter strategisch weiter. Die Forschungsallianz zwischen Borderstep und der ESCP Business School Berlin erhält durch die Studie zusätzlichen Schub. Sie verdeutlicht das wissenschaftliche Potenzial dieser Zusammenarbeit und stärkt die Forschung zu nachhaltigen Geschäftsmodellen.
Zentrale Ergebnisse der Studie
- Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen hat ihr Geschäftsmodell bereits aufgrund von Nachhaltigkeitsanforderungen angepasst.
- Geschäftsmodellentwicklung und Nachhaltigkeitsorientierung wirken wechselseitig und fördern Innovation.
- Unternehmen, die beides strategisch zusammendenken, erhöhen ihre Resilienz und reagieren schneller und wirksamer auf Krisen.
- Zukunftsorientierte Unternehmen beziehen mehr Stakeholder ein, erkennen Impulse früh und nutzen regulatorische und marktliche Entwicklungen als Chance.
Die Studie macht deutlich, dass Zukunftsfähigkeit im Geschäftsmodell verankert ist und dass nachhaltige Transformation ein wesentlicher Treiber unternehmerischer Stärke bleibt.
Borderstep wird den Forschungsbereich Nachhaltige Geschäftsmodelle gemeinsam mit Florian Lüdeke-Freund und der ESCP weiter ausbauen. Weitere Projekte sind bereits in Vorbereitung.
Zur Studie „Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz trotz Krise“ hier entlang.
Rechenzentren in Deutschland: Aktuelle Marktentwicklungen (Update 2025)
Das Borderstep Institut erstellt seit 2022 regelmäßig im Auftrag des Digitalverbands Bitkom e.V. die Studie „Rechenzentren in Deutschland: Aktuelle Marktentwicklungen“. Das Update 2025 wurde nun mit neuen Daten und Analysen vorgestellt.
Hier geht es zur Pressemitteilung des Bitkom
Künstliche Intelligenz treibt den Ausbau von Rechenzentren
Die Ergebnisse zeigen: Deutschland verzeichnet weiterhin ein dynamisches Wachstum seiner Rechenzentrumsinfrastruktur, maßgeblich getrieben durch Cloud-, KI- und Edge-Anwendungen.
- Der deutsche Rechenzentrumsmarkt erreicht 2025 eine installierte Gesamtkapazität von 2.980 MW (+9 % gegenüber dem Vorjahr).
- Besonders stark wächst das Segment der Colocation-Rechenzentren, das erstmals über 50 % der Gesamtkapazität stellt (+17,5 %).
- Haupttreiber sind der Ausbau von Cloud-Infrastrukturen (+16,5 % auf 1.450 MW) sowie die zunehmende Nachfrage nach KI- und Edge-Lösungen.
Zentrale Marktentwicklungen im Überblick
- 15 Milliarden Euro Investitionen in Deutschlands Rechenzentren im Jahr 2025
- Bis 2030: Rechenzentrumskapazitäten steigen um 70 %
- KI-Rechenzentren vervierfachen sich und erreichen rund 40 % Anteil an der Gesamtkapazität
- Energiebedarf steigt 2025 auf 21,3 Milliarden kWh
- Frankfurt bleibt Spitzenstandort, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg gewinnen stark an Bedeutung
Der Standortvorteil Deutschlands beruht weiterhin auf einer stabilen Netz- und Stromanbindung, einer starken wirtschaftlichen Infrastruktur und verlässlichen Rahmenbedingungen. Dennoch bleiben Engpässe im Stromnetz, lange Genehmigungsverfahren und Flächenknappheit zentrale Herausforderungen für das künftige Marktwachstum.
Hier können Sie die aktuelle Studie kostenlos herunterladen
Vorgängerstudien
- Rechenzentren in Deutschland: Aktuelle Marktentwicklungen – Stand 2024
- Rechenzentren in Deutschland: Aktuelle Marktentwicklungen (Update 2023)
- Rechenzentren in Deutschland: Aktuelle Marktentwicklungen – Stand 2022
Call for Papers: EURAM 2026
EURAM 2026 | 16.–19. Juni 2026 | University of Agder, Kristiansand (Norwegen)
Im Rahmen der European Academy of Management Conference 2026 (EURAM) lädt die Special Interest Group Innovation (SIG 06) zur Einreichung von Beiträgen für den Track „Innovation for Sustainability, Circularity and Green-tech“ ein.
Unter dem Konferenzthema „Navigating High Waters – Managing in an Age of Disruption“ beschäftigt sich der Track „Innovation for Sustainability, Circularity and Green-tech“ mit der Frage, wie Unternehmen ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen als Chancen für nachhaltige Innovationen nutzen können.
Im Mittelpunkt stehen Forschungsarbeiten zu nachhaltigkeitsorientierten Innovationsprozessen, zirkulären Geschäftsmodellen, grünen Technologien und Produkt-Service-Systemen, die zu einer nachhaltigen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft beitragen.
Der Track wird von einem internationalen Forschungsteam geleitet, darunter Prof. Dr. Klaus Fichter (Borderstep Institut), Prof. Dr. Erik G. Hansen (JKU Linz & Leuphana Universität Lüneburg), Prof. Dr. Frank Tietze (University of Cambridge) und weitere Partneruniversitäten.
Themenfelder (Auswahl)
- Nachhaltigkeitsorientierte Innovation und Entrepreneurship
- Circular Innovation & Green-Tech
- Nachhaltige Geschäftsmodelle und Ökosysteme
- Digitalisierung, IoT und Smart Products als Enabler für Nachhaltigkeit
- Übergänge zu nachhaltigen Produkt-Service-Systemen
- Diffusion, Skalierung und IP-Strategien bei SOI
Einreichung von Beiträgen
Beiträge können bis zum 7. Januar 2026, 14 Uhr belgische Zeit, über die EURAM-Konferenzplattform eingereicht werden. Hier finden Sie die Autorenrichtlinien
Alle Informationen zum Call for Papers finden Sie hier.
Über die EURAM
Die European Academy of Management ist eine 2001 gegründete wissenschaftliche Gesellschaft. Ihr Ziel ist es, die akademische Disziplin des Managements in Europa voranzutreiben. Mit Mitgliedern aus 60 Ländern weist EURAM ein hohes Maß an Vielfalt auf und bietet seinen Mitgliedern die Möglichkeit, Debatten über eine Vielzahl von Themen und Traditionen des Forschungsmanagements zu bereichern.
Über das Konferenzthema „Navigating High Waters“
Das Thema „Navigating High Waters“ der EURAM 2026 spiegelt die aktuellen Rahmenbedingungen für Organisationen und Management wider. Eine Welt geprägt von hoher Unsicherheit, komplexen Vernetzungen und disruptiven Veränderungen.
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Unternehmen sehen sich nicht mehr nur mit „klassischen“ Managementaufgaben konfrontiert, sondern mit tiefgreifenden Umwälzungen: geopolitische Risiken, rasante technologische Fortschritte, demografische Verschiebungen sowie zunehmende Regulierungsdichte.
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In dieser „stürmischen See“ braucht Management neue Kompetenzen: Agilität, Resilienz, Innovationsfähigkeit und ein holistisches Verständnis über alle Funktionen und Organisationsebenen hinweg.
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Der Begriff „High Waters“ steht sinnbildlich für Phasen, in denen gewohnte Managementparadigmen nicht mehr ausreichen. Stattdessen sind breite Perspektiven gefragt: Strategie, Marketing, Lieferketten, Human Resources und mehr.
Green Startup Report 2025 jetzt auf Englisch
Die englischsprachige Ausgabe des Green Startup Report 2025 des Borderstep Instituts ist ab sofort verfügbar. Damit steht die aktuelle Datenauswertung zur Entwicklung grüner Start-ups in Deutschland nun auch einem internationalen Fachpublikum zur Verfügung.
Die Studie basiert auf einer umfassenden empirischen Analyse: Über 12.000 junge Unternehmen wurden untersucht sowie mehr als 50.000 Handelsregistereinträge zu Investitionen ausgewertet.
Green Startup Report 2025: Nachhaltigkeit gewinnt weiter an Bedeutung
Der Green Startup Report 2025 zeigt zentrale Trends und Entwicklungen auf:
- Jede fünfte Gründung in Deutschland orientiert sich inzwischen klar an Nachhaltigkeit sowie Umwelt- und Klimaschutz.
- Das durchschnittliche Klimaschutzpotenzial eines sogenannten transformationsorientierten grünen Start-ups beträgt rund 30.000 Tonnen CO₂e pro Jahr. Der ökonomische Gegenwert (im EU-Emissionsrechtehandel) liegt bei etwa 2,4 Millionen Euro pro Jahr pro Unternehmen.
- Der Anteil von Frauen in Führungspositionen grüner Start-ups liegt bei 22 %, gegenüber 17 % in nicht-grünen Start-ups.
- Bereits 73 % der Fondsmanagerinnen und -manager berücksichtigen Klimaaspekte bei ihren Investitionsentscheidungen.
Die englische Ausgabe bietet damit eine fundierte Grundlage für internationale Analysen, Kooperationen und Investitionsentscheidungen im Bereich nachhaltiger Unternehmensgründungen.
Ausblick: Green Startup Report 2026
Die nächste Ausgabe des Green Startup Reports befindet sich bereits in Vorbereitung. Sie wird im Frühjahr 2026 veröffentlicht und die Entwicklungen der grünen Gründungsszene mit aktualisierten Daten und neuen Forschungsergebnissen beleuchten.
Blick in die Zukunft: Der Prototyp von EnerVi ist fertig
Der Prototyp der Webapplikation EnerVi ist nun fertiggestellt! Mit diesem Tool können Bürgerinnen und Bürger erstmals eigene „Zukunftsbilder“ erstellen – also sehen, wie ihr Zuhause oder ihre Umgebung unter verschiedenen Szenarien aussehen könnte. Ob Solar- oder Windkraftanlagen, nachhaltige Infrastruktur oder mögliche Folgen des Klimawandels wie Überschwemmungen oder Dürren – EnerVi macht diese Visionen sichtbar.
Was ist EnerVi?
Im Rahmen des Projekts Individualisierte Visualisierung von Energiewendemaßnahmen (EnerVi) entwickelt Borderstep gemeinsam mit Partnern in zwei Modellregionen – der Stadt Berlin und der Ortsgemeinde Neuerkirch im Hunsrück (Rheinland-Pfalz) – eine Webanwendung, die die Auswirkungen der Energiewende für Einzelne und Gemeinschaften visualisiert.
Ziel ist es, Menschen zu ermöglichen, ihr eigenes Umfeld mit KI-basierten Bildern zu verändern (z. B. Installation von Solarpanels, Windräder), unterschiedliche Zukunftsszenarien zu vergleichen (nachhaltiger Wandel vs. klimainduziertes Risiko), ihr Verhalten und ihre Entscheidungsprozesse zu reflektieren und ggf. nachhaltiger zu gestalten.
Was kann der Prototyp genau?
Mit dem neuen Prototyp lassen sich:
- Eigene Fotos oder Umgebungsbilder hochladen und Energiewendemaßnahmen darauf visualisieren.
- Zukunftsszenarien simulieren, etwa wie Klimaauswirkungen aussehen könnten, wenn nicht gehandelt wird.
- Maßnahmen in ihrer Wirkung gezeigt bekommen – sowohl persönlich als auch kollektiv, z. B. unterschiedliche Energieversorgung, Veränderungen im Konsumverhalten etc.
Warum das wichtig ist
EnerVi adressiert eine oft beobachtete Lücke: Viele Menschen sind sich der Probleme rund um Klimawandel und Energiewende bewusst. Doch es fehlt häufig an greifbaren Bildern – wie die Veränderungen konkret vor der Tür aussehen könnten. Der Prototyp soll genau diese Lücke schließen und zum Nachdenken, Mitmachen und Umsetzen anregen. Darüber hinaus bietet er Anhaltspunkte, wie Kommunen und Individuen handeln können – sei es durch Fördermaßnahmen, Gesetzesänderungen oder kleine Anpassungen im Alltag.
Ausblick & Beteiligung
Das Projekt läuft von April 2023 bis März 2026. In dieser Zeit wird der Prototyp weiterentwickelt, getestet und in den beiden Modellregionen eingesetzt, um Feedback zu sammeln und die Anwendung zu optimieren.
Wer mehr erfahren oder sich beteiligen möchte – sei es als Nutzerin oder Nutzer, Kommune oder in der Forschung –, dem stehen auf der Projektwebseite. weiterführende Informationen zur Verfügung.
Rechenzentren: Borderstep erstellt Bericht für EU-Kommission
Borderstep hat gemeinsam mit EY und AIT einen aktuellen Bericht im Auftrag der EU-Kommission veröffentlicht. Dieser identifiziert konkrete Ansätze zur Steigerung der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit von Rechenzentren in Europa.
Der Bericht Assessment of next steps to promote the energy performance and sustainability of data centres in EU, including the establishment of an EU-wide rating scheme analysiert den aktuellen Stand, zeigt Handlungsfelder auf und schlägt ein EU-weites Bewertungssystem (Rating Scheme) sowie Mindeststandards vor, um Fortschritte messbar zu machen.
Der Bericht umfasst mehrere zentrale Handlungsfelder:
- EU-weites Bewertungssystem (Rating Scheme). Vorschlag für ein standardisiertes Label, das ökologische Kriterien wie Energie- und Wasserverbrauch, Anteil erneuerbarer Energien, Abwärmenutzung und Hardware-Zirkularität bewertet.
- Mindeststandards (MPS). Definition von Kennzahlen wie PUE, WUE und REF, basierend auf Daten von über 700 Rechenzentren, um Effizienz und Ressourcenschonung zu fördern.
- Strategie für einen klimaneutralen Rechenzentrumssektor 2030. Analyse der Machbarkeit von Net-Zero-Ansätzen und Empfehlungen für Übergangsstrategien.
- Förderung von Innovationen. Empfehlungen für technische Optimierungen, etwa effizientere Kühlsysteme, energiesparende Hardware und bessere Nutzung von Abwärme, um die Umwelt- und Energieleistung nachhaltig zu steigern.
- Transparenz und Berichtspflichten. Einführung einheitlicher Kennzahlen zur Messung von Energieverbrauch, Ressourceneinsatz und Umweltperformance, um Fortschritte nachvollziehbar zu machen und regulatorische Maßnahmen zu unterstützen.
Für Borderstep ist der Bericht ein weiterer Baustein in der langjährigen Forschung zu energieeffizienten Rechenzentren und nachhaltigen digitalen Infrastrukturen, der sowohl Politik als auch Betreiberinnen und Betreiber von Rechenzentren praxisnahe Empfehlungen liefert.
Der Bericht steht zum kostenlosen Download zur Verfügung: Assessment of next steps to promote the energy performance and sustainability of data centres in EU
Der Bericht ist im Rahmen des Projekts Bewertungs- und Berichtssystem für die Energieeffizienz von Rechenzentren der Europäischen Union (EUDCEAR) entstanden. Die Fragestellung des Projektes ist, wie Rechenzentren in der Europäischen Union energieeffizienter und nachhaltiger gestaltet werden?
Die Generaldirektion Energie (GD ENER) der EU-Kommission hat die Studie mit dem Ziel in Auftrag gegeben, die Bewertung der Energieeffizienz von Rechenzentren zu verbessern. Zugleich sollen zusätzliche Maßnahmen entwickelt werden, die den Aufbau eines EU-weiten Bewertungssystems für die Nachhaltigkeit von Rechenzentren unterstützen.
Ziele der Studie:
- Erfassung und Bewertung der Nachhaltigkeit von Rechenzentren in der EU
- Analyse bestehender Berichtsstandards zur Umweltwirkung von Rechenzentren
- Entwicklung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und Förderung erneuerbarer Energien
- Untersuchung der Machbarkeit eines „Netto-Null“-Rechenzentrumssektors
- Bereitstellung von Handlungsempfehlungen für die EU-Politik
Der erste Bericht, der im Rahmen des Projektes veröffentlich wurde steht ebenfalls kostenlos zum Download zur Verfügung. Assessment of the energy performance and sustainability of data centres in EU: First technical report.
