Willkommen beim Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit

Borderstep-Paper für Israel Public Policy Institute erschienen

Severin Beucker, Senior Researcher bei Borderstep, stellt in seinem Paper für das Israel Public Policy Institute den aktuellen Stand der Cleantech-Diskussion in Deutschland vor. Es zeigt, wie sich das Land in Sachen Umweltschutz entwickelt hat und gibt einen Ausblick auf die Zukunft in Sachen Klimatechnik.

Deutschland war ab den 1970er Jahren Vorreiter in Sachen Cleantech und Umweltschutz. Die frühe deutsche Umweltpolitik konzentrierte sich vor allem auf den Umweltschutz in den Bereichen Wasser, Luft, Boden und Abfallentsorgung. In den 1980er Jahren rückten jedoch erneuerbare Energien und der Atomausstieg in den Fokus.

Der Artikel kann kostenfrei gelesen werden.

Das Israel Public Policy Institute (IPPI) ist ein unabhängiger, gemeinnütziger Think-and-Do-Tank mit Sitz in Tel Aviv und Büros in Berlin und New York. Es ist bestrebt, ein neues Denken darüber zu fördern, wie einige der dringendsten politischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts aus einer internationalen und interdisziplinären Perspektive angegangen werden können.

Borderstep bei Academy of Management (AOM) 2022

Borderstep-Direktor Prof. Dr. Klaus Fichter ist am 5. August 2022 im Rahmen eines Paper Development Workshops zum Thema „Start-up Support Promoting Circular Economy within Entrepreneurial Ecosystems“ für einen Vortrag zur Konferenz Academy of Management AOM 2022 eingeladen.

Der Titel des Vortrages lautet „Growing for sustainability: A multi-level framework of startup growth in sustainable transition pathways“.

Die Konferenz findet parallel in Seattle, USA sowie online statt. Klaus Fichter wird aus Gründen des Klimaschutzes online an der Veranstaltung teilnehmen.

Die Academy of Management (AOM) ist der führende Berufsverband für Management- und Organisationswissenschaftler. Zu den Mitgliedern gehören Professor:innen und Ph.D. Studierende an Business Schools und an Universitäten, Akademiker in verwandten Sozialwissenschaften und anderen Bereichen sowie Praktiker, die Wert auf die Schaffung und Anwendung von Wissen legen. AOM wurde 1936 gegründet und umfasst heute fast 18.000 Mitglieder in über 120 Ländern.

Mehr Informationen zur Konferenz und zum Programm findet sich hier.

Sustainability4All: Startups verändern Gesellschaft

„Man kann die Klimakrise nicht lösen durch ein bisschen Verzicht. Wenn man Menschen sagt, wir müssen uns ändern, passiert nichts.“ Wolfgang Gründinger, Chief Evangelist des Startups Enpal und Star-Gast der Veranstaltung, weiß, wie man mit einem nachhaltigen Geschäftsmodell Erfolg haben kann. Enpal gilt als erstes grünes „Einhorn“ in Deutschland, als Einhorn (englisch: Unicorn) werden Startups mit einer Marktbewertung von über einer Milliarde US-Dollar bezeichnet. Enpals Geschäft rund um die Vermietung von Photovoltaik-Anlagen und Speichern ist somit der Nische längst entwachsen. „Enpal hat nicht die Solarzelle erfunden, sondern wir haben Solarenergie cool gemacht – mit einem Rundumsorglos-Paket.“ Mit einer App die Energiegewinnung vom eigenen Dach zu steuern macht der Kundschaft Spaß. Die Menschen zum Mitmachen zu bewegen, um so ihr Verhalten nachhaltig zu ändern, darin sieht Gründinger seine Aufgabe. „Diese Bringschuld haben wir als Startups, nur so können wir das in die Masse bringen.“

Nachhaltigkeit – Erfolgsrezept für alle Startups

Wie kann Nachhaltigkeit von Anfang an und dauerhaft in Geschäftsmodellen verankert werden? Welche Tools brauchen Gründerinnen und Gründer, um das Nachhaltigkeitspotenzial ihres Startups zu heben? Was muss sich dafür in der Gründungsförderung ändern? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das Projekt „Sustainability4All“ (S4All) von Borderstep Institut, Startup Verband, und Uni Oldenburg. Ein moderiertes Panel stellte die Ergebnisse des im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative geförderten Vorhabens vor.

„Wir denken bisher Gründungen und Startups aus einer ökonomischen Sicht. Das ökosoziale Potenzial ist jedoch enorm – in den Köpfen ist das jedoch noch nicht drin“, findet Klaus Fichter, Professor an der Universität Oldenburg, der auch das Borderstep Institut leitet. Er plädiert für eine missionsorientierte Gründungspolitik. Dazu gehört auch die gezielte Förderung in der frühen Phase von Gründungen. Julia Roblick ist Programmmanagerin des RESPOND Accelerator, Teil vonUnternehmerTUM München. Sie stellt fest, dass Startups gerade zu Anfang dem Thema Nachhaltigkeit wenig Priorität einräumen. „Vielen Teams geht es erst einmal ums Überleben und darum, die nächste Investitionsrunde zu sichern. Die Gründungsförderpolitik könnte hier Weichen stellen, indem sie zum Beispiel den Nachhaltigkeitsfokus als Auswahlkriterium aufnimmt.“

Gründungsförderung: Mit Auswahlkritierien Akzente setzen

Auch in den Förderprogrammen selbst könne man viel erreichen, sagt Julia Roblick. Nachhaltigkeit müsse von Anfang an als Thema in den Programmen verankert werden, zum Beispiel als Zielsetzung in Vision, Mission und Strategie. Auch bei der Auswahl der Startups durch Integration von Nachhaltigkeit in Auswahlkriterien lassen sich Akzente setzen – und das funktioniert für alle Startups. Julia Roblick sensibilisiert im Rahmen des nicht-grünen Programm „TechFounders“ die Teilnehmenden mit Workshops und Assessments standardmäßig für das Thema Nachhaltigkeit.

Christoph Schmitz hat das Startup Acker gegründet. Hier ist Nachhaltigkeit Programm: Das Unternehmen will mit Bildungsprogrammen wie der GemüseAckerdemie Kindern das Bewusstsein für die Produktion von Lebensmitteln und eine wertschätzende Ernährung stärken. Ihn irritiert die inflationäre Verwendung des Nachhaltigkeitsbegriffs. „Derzeit sprießen Nachhaltigkeits- und Impact-Fonds aus dem Boden, das ist aber oft oberflächlich. Wir brauchen mehr echtes Impact Measurement, und das muss sich dann für Startups auch bei der Finanzierung auszahlen.“ Frühphaseninvestoren und Hochschulen könnten aus seiner Sicht hier noch stärker ihren Schwerpunkt setzen.

Karsten Hurrelmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Innovationsmanagement & Nachhaltigkeit an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, sieht gerade im Hochschulbereich schon sehr vorbildliche Ansätze, Nachhaltigkeit systematisch in die Hochschulgründungsförderung einzubeziehen. Im Rahmen des Projekts S4All entwickelte er gemeinsam mit Klaus Fichter eine Good-Practice-Broschüre. „Das Problem ist: Wie bringen wir das aus der Nische ins gesamte Ökosystem?“ Noch fehlen dazu oft konkrete Beratungsangebote, es gäbe eine regelrechte Nachhaltigkeitslücke in der Gründungsberatung, so Hurrelmann Auch das Impact Measurement stecke hier noch in den Kinderschuhen. „Bisher regiert das Prinzip Hoffnung. Das muss professionalisiert werden“, ergänzt Klaus Fichter.

Neben der nachhaltigkeitsorientierten Gründungsberatung fehlt es im Bereich Finanzierung an ausreichend Unterstützung. Auch wenn immer mehr Kapitalgebende das Thema auf dem Schirm haben, sagt Marius Weckel, Investment Manager Venture Capital bei Wi Venture. Die Zurückhaltung habe konkrete Ursachen. „Venture Capital funktioniert leider nur bei stark skalierbaren Geschäftsmodellen. Wenn der Markt zu klein ist, haben auch super Unternehmen kaum Chancen. Deshalb muss auch der Staat nachhaltige Startups unterstützen, vor allem in der Frühphase.“ Ein „Climate Fonds“ der Bundesregierung könnte da Abhilfe schaffen, findet Weckel.

Nachhaltigkeit darf kein Nice-to-Have sein

Dass Nachhaltigkeit immer mehr zum Argument bei der Suche nach Finanzierung wird, weiß Alexander Schabel, Leiter Sustainable Business Development beim Borderstep Institut und Teil des Gründungsteams von ImpactNexus. Das Startup mit dem Sitz in Berlin entwickelt Software-as-a-Service Angebote, welche die Wirkung und Nachhaltigkeit von Gründungen und Innovationen messbar machen. Nachhaltigkeit könne demnach im Wettbewerb ein besonderes Differenzierungsmerkmal darstellen, um zum Beispiel Talente anziehen und die Motivation im Team zu stärken. „Früher wurde Nachhaltigkeit in Bezug auf Finanzierung als Nice-to-Have oder sogar hinderlich angesehen, heutzutage wird es immer mehr ein Must-Have.“ Für Kapitalgebende spielen dabei auch europäische Regulierungen eine signifikante Rolle, wie beispielsweise die Sustainable Financial Disclosure Regulation (SFDR). Diese verpflichtet Finanzunternehmen wie VCs dazu, transparent offenzulegen, inwieweit sie Nachhaltigkeitskriterien in Entscheidungsprozesse für Investitionen einbeziehen.

Zusätzlich beobachtet Alexander Schabel auch sehr viel intrinsisch motivierte Impact VCs, die Nachhaltigkeit ins Zentrum ihrer Tätigkeit rücken. Dass auch immer mehr Gründerinnen und Gründer dieses Ziel verfolgen, zeigen auch die Ergebnisse des Green Startup Monitors. Damit vermessen das Borderstep Institut und der Startup Verband seit vier Jahren das grüne Startup-Ökosystem. „Unser Monitor zeigt, dass Gründungsförderakteure eine wichtige Stellung haben. Sehr viele Startups durchlaufen mindestens eins dieser Programme.“ Daher sei es wichtig, dass Gründungsförderakteure auf einen Tool-Koffer zurückgreifen können, sagt Alexander Schabel. Das Projekt hat deshalb nicht nur Tools entwickelt, sondern diese auch mit Gründungsförderakteuren getestet.

Tool erleichtert Startups Reporting von Nachhaltigkeit

Dazu gehört auch das „SusI Tool“. „Mit dem kostenfreien Angebot soll die Erfassung und das Reporting von Nachhaltigkeit für Startups erleichtert werden“, erklärt Björn Kaminski, Projektleiter Sustainability4All & Green Startups beim Startup Verband. Im Selbstassessment mit etwa 200 Fragen und verschiedenen Filtern können Gründerinnen und Gründer ihr Angebot überprüfen und schärfen. Haben wir an alle Themenfelder gedacht? Wie können wir unsere Nachhaltigkeitsziele auch nach außen gut kommunizieren? Ergänzt wird das Tool durch Best Practice-Beispiele. Alle im Projekt entwickelten Tools und Materialien stehen kostenfrei zur Verfügung.

Dr. Natalia Realpe Carrillo, Gründerin des Startups Hedera Sustainable Solutions, hätte ein solches Tool gern genutzt. Über mehrere Feedbackrunden in den Förderprogrammen der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und Exist näherte sie sich damals weitaus mühsamer dem Thema an. Inzwischen ist sie auch Jurorin beim BPW Businessplanwettbewerb. Leider werde Nachhaltigkeit in diesem Wettbewerb noch immer nur mit einem Sonderpreis bedacht. Das zu ändern sieht Realpe Carrillo als ihre Aufgabe. „Nachhaltigkeit darf kein Nice-to-Have, sondern muss der Ansatz für alle Startups in Deutschland sein.“

Ausgezeichnet: Zukunftstechnologie Wärmepumpe

Vom 1. bis 9. Oktober 2022 findet an vielen Orten in Niedersachsen die „Woche der Wärmepumpe“ statt. Schirmherr ist Frank Doods, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz. In vielfältigen Veranstaltungen und Vorträgen haben Interessierte die Gelegenheit, sich mit der Technik der Wärmepumpe vertraut zu machen und praktische Themen wie Kosten, Einsparmöglichkeiten oder bauliche Voraussetzungen zu erkunden. Die Aktionswoche ist eine Initiative des Borderstep Instituts für Innovation und Nachhaltigkeit und des Instituts für Meteorologie und Klimatologie der Leibniz Universität Hannover in Zusammenarbeit mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen sowie dem Bundesverband Wärmepumpe.

Ein Höhepunkt ist die Verleihung des Niedersächsischen Wärmepumpenpreises. Er zeichnet bemerkenswerte Wärmepumpenanlagen aus und bietet auch dem Handwerk eine Bühne. Bewerbungen sind ab sofort möglich.

Mehr Informationen finden Sie hier:

Woche der Wärmepumpe

Niedersächsischer Wärmepumpenpreis

Flyer zum Wärmepumpenpreis

Niedersächsischer Wärmepumpenpreis: Jetzt bewerben

Der Klimawandel schreitet seit Jahren bedrohlich voran – das ist seit langem bekannt. Aber erst im Lichte der aktuellen massiven Verknappung und Verteuerung fossiler Energieträger scheint für viele deutlich zu werden, dass ein konsequenter Wandel im Bereich der Wärmeversorgung immer dringlicher wird. Der Weg kann nur über den Verzicht auf Öl, Kohle und Gas führen – hin zu erneuerbaren Energieträgern.  „Viel zu lange haben wir mit entschlossenem Handeln gegen den Klimawandel gezögert, der unterdessen weit fortgeschritten ist. Wir brauchen jetzt konkrete Lösungen wie die Wärmepumpe, möglichst kombiniert mit Photovoltaik und einem entschiedeneren Ausbau der Windenergie,“ sagt Prof. Gunther Seckmeyer von der Leibniz Universität Hannover, Initiator des Projektes „Solare Wärmepumpe – Heizen und Kühlen mit Hilfe der Sonne“.

Das vom BMWK geförderte Projekt will auf die konkreten Möglichkeiten des Einsatzes von Wärmepumpen aufmerksam machen und gelungenen Praxisbeispielen Öffentlichkeit verschaffen. Die aktuelle Energiekrise hat dem Vorhaben eine neue Dringlichkeit verschafft. Im Rahmen des Projekts gab das Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit den Anstoß zur Durchführung dieser Aktionswoche und begleitet das Vorhaben mit wissenschaftlicher Expertise.

Ab 2024 keine neuen Gas- und Ölheizungen mehr

Die Menschen in Deutschland suchen nach Alternativen, um ihre Heizkosten zu senken. Das treibt den Umstiegswillen auf Heizungen ohne Gas und Öl.  Die Wende am Heizungsmarkt befördern auch die Pläne des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz. Minister Habeck will ab Anfang 2024 nur noch Heizungen zulassen, die mit mindestens 65 % regenerativer Energie arbeiten. „Damit dürfen wir ab Anfang 2024 keine reinen Erdgas- und Ölheizungen mehr einbauen, weder in Neubauten noch als Ersatz in bestehende Gebäude. Das zwingt uns, jetzt schnell praktische Alternativen zu suchen,“ sagt Dr. Jens Clausen, der das Büro Hannover des Borderstep Instituts für Innovation und Nachhaltigkeit leitet.

Wärmepumpe als zukunftsweisende Heizungsform

In vielen Fällen ist jetzt die Wärmepumpe die erste Wahl. Sie heizt nicht nur im Winter effizient. Zusätzlich bietet sie die Option der sommerlichen Kühlung. Für Martin Sabel, Geschäftsführer des Bundesverbandes Wärmepumpe, ist die Sache klar: „Sie erhalten mit der Wärmepumpe eine moderne, zukunftsweisende Heizung, die neben dem Strom nur eine Quelle für Umweltwärme wie Luft oder Erdreich benötigt. Entgegen weitverbreiteter Annahmen ist die Wärmepumpe auch für fast alle Bestandsbauten eine gute Lösung.“

Die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) gehört aus gutem Grund zu den Initiatoren der „Woche der Wärmepumpe“, betont Lothar Nolte, Geschäftsführer der KEAN: „In nur wenigen Jahren müssen wir den Umstieg von der Gas- und Ölheizung auf alternative Heizsysteme schaffen. Und hier steht mit der Wärmepumpe ein System zur Verfügung, das seit Jahren serienreif ist und sowohl im Neubau, aber auch in älteren Gebäuden effizient arbeitet. Es geht nun mehr darum, die Verbraucherinnen und Verbraucher, aber auch die Installationsbetriebe für diese Heiztechnik der Gegenwart und Zukunft zu gewinnen. Die „Woche der Wärmepumpe“ mit ihren vielen Veranstaltungen und Beratungsmöglichkeiten bietet dazu einen hervorragenden Rahmen.“

Staatssekretär Frank Doods aus dem niedersächsischen Umweltministerium hat die Schirmherrschaft der „Woche der Wärmepumpe“ übernommen. „Durch den Niedersächsischen Wärmepumpenpreis wollen wir die Aufmerksamkeit auf gute Heizungslösungen mit der Wärmepumpe lenken. Wir freuen uns insbesondere, wenn sich Auszubildende aus dem Handwerk mit ihren Ausbildungsbetrieben zusammen um den Preis bewerben, der aber auch an Betreibende von Wärmepumpen und Handwerksbetriebe vergeben werden kann.“

 

Aktionswoche für die Wärmepumpe

Die Aktionswoche findet vom 1. bis 9. Oktober 2022 an vielen Orten in Niedersachsen statt. Schirmherr ist Frank Doods, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz. Expertinnen und Experten aus den Bereichen Handwerk, Forschung, Energieberatung, Klimaschutz präsentieren in Vorträgen und Veranstaltungen praktisches Wissen rund um die Wärmepumpe.

Eine stetig aktualisierte Übersicht über alle Veranstaltungen finden Sie hier.

Niedersächsischer Wärmepumpenpreis

Der Preis zeichnet Wärmepumpenanlagen in den folgenden Kategorien aus:

  • die überzeugendste Wärmepumpeninstallation in einem Haus mit Baujahr vor 1980,
  • die innovativste Wärmepumpenanlage und
  • die älteste noch in Betrieb befindliche Wärmepumpe.

Er findet als Teil der „Woche der Wärmepumpe“ statt und ist mit insgesamt 3.000 Euro dotiert. Bewerben können sich Handwerksbetriebe, die eine Wärmepumpenanlage errichtet haben und besonders ihre Auszubildenden sowie Betreiberinnen und Betreiber einer Wärmepumpenanlage. Einreichungsschluss: 10. September 2022.

Die Bewerbungsunterlage finden sie hier.

Partner der Aktionswoche

Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit gGmbH (Berlin und Hannover)

Leibniz Universität Hannover

Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen GmbH, KEAN (Hannover)

Bundesverband Wärmepumpe e.V. BWP (Berlin)

STIEBEL ELTRON (Holzminden)

Avacon Netz GmbH (Helmstedt)

Der Wärmepumpen Partner (Wedemark)

Projekt „Solare Wärmepumpe – Heizen und Kühlen mit Hilfe der Sonne“

Das vom BMU im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative geförderte Projekt will Menschen zum Handeln gegen den Klimawandel motivieren und konkret die Wärmepumpe als Technik bekannter machen. Partner sind das Institut für Meteorologie und Klimatologie der Universität Hannover und das Borderstep Institut, die mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen sowie dem Bundesverband Wärmepumpe kooperieren.

Digitale Gebäudetechnologien: Borderstep bei ICT4S

Borderstep präsentierte aktuelle Forschungsergebnisse auf der diesjährigen ICT4S (ICT for Sustainability). Die internationale Konferenzreihe bringt jedes Jahr die weltweit führenden Forscherinnen und Forscher auf dem Gebiet IKT und Nachhaltigkeit zusammen. Die Veranstaltung vernetzt diese mit Entscheidungsträger aus der Wirtschaft und staatlichen Institutionen.

Die Konferenz fand in diesem Jahr vom 13. bis 17. Juni 2022 als Hybridveranstaltung an der Universität Plovdiv in Bulgarien statt.

Borderstep präsentiert auf ICT4S Studie für den Digitalverband Bitkom

Borderstep war auf der ICT4S 2022 mit zwei Experten vertreten. Borderstep Geschäftsführer Dr. Severin Beucker und Borderstep Researcher Simon Hinterholzer aus dem Forschungsbereich Digitalisierung und Green IT präsentierten die Ergebnisse einer Studie für den Digitalverband Bitkom.

„Mit Gebäudeautomation lassen sich bis zum Jahr 2030 große Mengen an fossilen Energien und Emissionen einsparen. Das zeigt unsere Studie für Bitkom.“ Das betont Dr. Severin Beucker, Gesellschafter und Senior Researcher des Borderstep Instituts.

Gebäudeautomation könnte fast 10% der Gasimporte aus Russland verzichtbar machen

In Anbetracht der aktuellen politischen Situation gewinnt das Thema Energiesparen ganz neue Bedeutung. Energieeffizienz ist hierbei der Schlüssel, sagt Severin Beucker. „Nach einer aktuellen Borderstep-Berechnung kann man durch den Einsatz von Gebäudeautomation auf fast 10% der russischen Gasimporte verzichten.“

Die Studie zum Thema „Klimaschutz und Energieeffizienz durch digitale Gebäudetechnologien“ umfasst die Ergebnisse für den deutschen Gebäudesektor. Dabei wurde bewertet, ob und wie das Gebäudemodell der Studie und die Bewertung der Klimaschutzpotenziale auch in anderen europäischen Ländern genutzt werden kann. Außerdem begutachtet das Papier, wie sich die CO2-Einsparungen im Gebäudebereich in Klimaschutzstrategien einfügen können.

Die Konferenz ICT4S diente den Borderstep-Wissenschaftlern auch zum Austausch auf internationaler Ebene zum Thema IKT und Nachhaltigkeit. Die Digitalisierung kann einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Energiekrise beitragen, ist sich Simon Hinterholzer, Researcher bei Borderstep, sicher. „Wir müssen rasch mit verfügbaren Effizienzmaßnahmen wie der Gebäudeautomation den Energiebedarf senken und parallel die Versorgung mit erneuerbaren Energien weiter ausbauen.“ Simon Hinterholzers Kommentar zur Lage sieht entsprechend optimistisch aus: „Unsere Studien zeigen: Wir haben die Technologie, um unsere Energieunabhängigkeit voranzutreiben. Jetzt kommt es darauf an, diese Lösungen rasch umzusetzen.“

BPW: Borderstep fördert Sonderpreis Nachhaltigkeit

Als Partner des Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) fördert das Borderstep Institut den Sonderpreis Nachhaltigkeit, der im Rahmen der 3. Prämierung des BPW 2022 am 4. Juli verliehen wird.

Der Sonderpreis Nachhaltigkeit ist mit 5.000 Euro dotiert und wird gemeinsam von BPW und Borderstep gestiftet. Borderstep Direktor Prof. Dr. Klaus Fichter ist Mitglied der Jury und wird dem Siegerteam am 4. Juli 2022 den Preis überreichen.

Der BPW ist der erste Businessplan-Wettbewerb in Deutschland, der das Thema Nachhaltigkeit vor Jahren in jedes Handbuchkapitel des Businessplans eingeführt hat. Alle Teilnehmenden müssen sich somit verbindlich mit der Nachhaltigkeit in ihrem Geschäftskonzept auseinandersetzen. Entsprechende Seminare und ergänzende Workshops vermitteln die Grundlagen. Für die Bewertung der ökonomischen Komponente wird der gesamte Businessplan bzw. das gesamte Canvas-Modell betrachtet. Mit dem BPW-Handbuch werden damit alle Gründungsteams unterstützt, erfolgsrelevante Fragen der Nachhaltigkeit bei der Entwicklung ihres Geschäftskonzeptes zu berücksichtigen.

Borderstep unterstützt den BPW seit vielen Jahren dabei, das Thema Nachhaltigkeit in den gesamten Prozess und die Angebote des BPW zu integrieren. Unter anderem hat das Borderstep Institut Fragen und Aspekte der ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Nachhaltigkeit in die Mustervorlagen für BPW-Businesspläne und BPW-Canvas systematisch eingearbeitet.

Außerdem bietet Borderstep im Rahmen des BPW Workshops zur Geschäftsmodellentwicklung mit dem Sustainable Business Canvas an.

Sonderpreis Nachhaltigkeit 2021: Fungtion

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Sonderpreis Nachhaltigkeit 2020: Heatle

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EEPA: Borderstep-Projekt siegt im deutschen Vorentscheid

Das europäische Verbundprojekt „ScaleUp4Sustainability“ vertritt Deutschland im Finale der European Enterprise Promotion Awards EEPA (Europäische Unternehmensförderpreise).

Das im EU-Programm Erasmus+ geförderte Projekt setzte sich im deutschen Vorentscheid durch. Borderstep entwickelte in diesem Vorhaben gemeinsam mit Partnern aus Deutschland, Schweden und den Niederlanden innovative Konzepte zur Zusammenarbeit von Studierenden und Unternehmen mit Hilfe praxisnaher Lehr- und Lernformate (kooperatives Green Venturing). Die im Rahmen des Projekts entstandenen Konzepte sollen Nachhaltigkeit als selbstverständlichen Bestandteil in jedem neuen Geschäftsmodell verankern helfen. Mit den European Enterprise Promotion Awards zeichnet die Europäische Kommission seit 2006 jährlich Behörden, Wirtschafts- und Bildungseinrichtungen sowie öffentlich-private Partnerschaften aus, die sich der Unterstützung von Unternehmergeist und Unternehmertum verschrieben haben.

Verbinden von Ökonomischem und ökologischem Denken schon bei Gründung

Ökonomisches und ökologisches Denken schon bei der Gründung neuer Unternehmen gezielt verbinden: Das war das Ziel des europäischen Verbundprojekts ScaleUp4Sustainability (S4S). Das Borderstep Institut brachte gemeinsam mit der Universität Oldenburg (Deutschland), der Universität Linköping (Schweden) und Vennebroek Academic Services (Niederlande) Studierende und Unternehmen aus der jeweiligen Region zusammen. Beteiligte Firmen waren in Deutschland das Chemieunternehmen BÜFA, der europaweit führende Fotodienstleister CEWE und das Versorgungsunternehmen EWE; in Schweden das Waste-to-Energy-Unternehmen Againity und das Versorgungsunternehmen Tekniska Verken sowie in den Niederlanden das Unternehmen ECOR, Hersteller zirkulärer Baustoffprodukte, und die Firma Fujifilm Europe. Gemeinsam mit den Studierenden entwickelten sie Konzepte, wie Nachhaltigkeit als selbstverständlicher Bestandteil in jedem neuen Geschäftsmodell verankert werden kann. Die von Borderstep im Rahmen von S4S entwickelte Plattform Sustainable Venturing Challenges unterstützt Lehrende, Studierende und Unternehmen bei der Kontaktanbahnung und Zusammenarbeit für kooperative Green Venturing-Projekte.

Prof. Dr. Klaus Fichter, Leiter Projekt ScaleUp4Sustainability

(Professor für Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Direktor Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit, Berlin)

„ScaleUp4Sustainability denkt Unternehmertum mit Blick auf die großen Zukunftsherausforderungen neu. Durch das von uns entwickelte Konzept der Zusammenarbeit von Studierenden und Unternehmen bei der Entwicklung innovativer und nachhaltiger Produkte und Geschäftsmodelle entstehen konkrete Ideen und Umsetzungsprojekte, die wirtschaftliche Lösungen mit Umwelt- und Klimaschutz verbinden. Dieses neuartige Konzept nennen wir kooperatives Green Venturing.“

Projekt mit Vorbildcharakter

Das Vorhaben ging aus dem nationalen Vorentscheid zu den Europäischen Unternehmensförderpreisen EEPA der EU-Kommission siegreich hervor. Es vertritt Deutschland im Finale, wie das RKW Kompetenzzentrum, Ausrichter des Vorentscheids im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, mitteilte. Im Herbst wird sich S4S im internationalen Finale messen.

Prof. Dr. Florian Täube, Leiter des Fachbereichs Gründung beim RKW Kompetenzzentrum:

„ScaleUp4Sustainability begegnet verschiedenen bedeutenden Herausforderungen unserer Zeit und zeigt dabei großen Vorbildcharakter. Sowohl Studierende als auch Unternehmen profitieren von der Zusammenarbeit: Erstere von der Möglichkeit, nachhaltige Lösungen für reale Probleme zu entwickeln, letztere von den neuen Ideen und Impulsen für ihre zukunftsfähige Unternehmensentwicklung. Gleichzeitig wird dem Klimawandel im Zuge der neu entwickelten Geschäftsmodelle Rechnung getragen und ein Beitrag zu gesellschaftlichem Fortschritt geleistet.“

Mit den European Enterprise Promotion Awards EEPA zeichnet die Europäische Kommission seit 2006 jährlich Behörden, Wirtschafts- und Bildungseinrichtungen sowie öffentlich-private Partnerschaften aus, die sich der Unterstützung von Unternehmergeist und Unternehmertum verschrieben haben. Ausgelobt wird der Wettbewerb in den Mitgliedstaaten der EU sowie in Albanien, Armenien, Bosnien Herzegowina, Großbritannien, Island, Kosovo, Moldawien, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien, in der Türkei und der Ukraine. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) fördert den deutschen Vorentscheid zum Wettbewerb und hat das RKW Kompetenzzentrum mit der nationalen Koordination beauftragt.

Die Gewinner der European Enterprise Promotion Awards EEPA 2022 werden am 29. November im Zuge der SME Assembly der Europäischen Kommission in Prag verkündet.

Mehr Informationen zu den European Enterprise Promotion Awards und den deutschen Vorentscheid finden Sie hier.

Was ist ScaleUp4Sustainability?

Das europäische Verbundprojekt ScaleUp4Sustainability entwickelte innovative Konzepte der Zusammenarbeit von Studierenden und Unternehmen aus Deutschland, Schweden und den Niederlanden mit Hilfe praxisnaher Lehr- und Lernformate (kooperatives Green Venturing). Das dreieinhalbjährige Projekt wurde im Rahmen des Förderprogramms Erasmus+ von der EU gefördert. Im Fokus stand dabei das Zusammendenken von Nachhaltigkeit und Ökonomie bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle.

Projektpartner:

Mehr zum Projekt finden Sie auf der Projektwebseite.

 

Borderstep beim Gründungstreff der IHK Potsdam

Borderstep beim Gründungstreff Potsdam: Nachhaltige Gründungen sind im Aufwind. Gerade Unternehmen aus der Lebensmittel- und Ernährungswirtschaft sind erfolgreich. Dabei sehen sie sich aber mit Herausforderungen konfrontiert – Matchmaking zum Mittelstand, Kapitalzugang und Fachkräftesicherung gehören dazu.

Wie sieht der Weg von Green Start-ups aus? Was sind Erfolgsfaktoren? Wo gibt es Schwierigkeiten? Diese Fragen diskutiert der Gründungstreff Potsdam.

Borderstep-Direktor Prof. Dr. Klaus Fichter stellt als Keynote-Speaker aktuelle Forschungsergebnisse zu grünen Gründungen vor. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

 

Programm Gründungstreff IHK Potsdam, 28. Juni 2022, 15 – 19 Uhr:

15 Uhr | WILLKOMMEN – Begrüßungstalk mit

  • Prof. Dr. Dr. Mario Tobias (Hauptgeschäftsführer IHK Potsdam)
  • Bernd Rubelt (Beigeordneter der Landeshauptstadt Potsdam für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt)

15:15 Uhr | KEYNOTE
Impulsvortrag zum Thema „Nachhaltig gründen: Ergebnisse und Learnings aus dem Green Startup Monitor 2022“

15:45 Uhr | INSIGHTS
4 x 5-Minuten-Runde mit regionalen Unternehmen: 

16:15 Uhr | FISHBOWL-TALK
„Nachhaltig gründen und wachsen – wie geht das?“ Talk mit 

18:30 Uhr | GET-TOGETHER
Ausklang und Möglichkeiten zum Netzwerken bei einem kleinen Imbiss und Getränken

Moderation:
Marie-Lucie Linde

Neue Broschüre: Erfolgsfaktor Nachhaltigkeit

Mehr Nachhaltigkeit, mehr Erfolg? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Projekt Sustainability4All von Borderstep, der Uni Oldenburg und dem Startup Verband. Die Kernergebnisse stellt eine jetzt veröffentlichte Broschüre mit dem Titel „Erfolgsfaktor Nachhaltigkeit“ vor.

Wie können Nachhaltigkeits- und Klimaschutzaspekte systematisch in Gründungen verankert werden? Die Broschüre vermittelt praxistaugliche Tools und Methoden, um Nachhaltigkeit von Anfang an bei der Entwicklung von innovativen Geschäftsmodellen, Produkten und Dienstleistungen zu berücksichtigen.

Die Broschüre kann kostenfrei heruntergeladen werden.

Die Ergebnisse des Projekts diskutiert auch die Abschlusskonferenz des Projekts am 9. Juni. Teilnahme ist frei, die Anmeldung ist noch möglich.

Policy Insights: Nachhaltigkeit in der Startup-Förderung

Policy Insights Papier veröffentlicht: Das Dokument stellt zentrale Ergebnisse des Projekts Sustainability4All vor und formuliert Handlungsempfehlungen für Politik und Gründungsförderung. Es kann kostenfrei heruntergeladen werden.

Innovative Unternehmensgründungen sind ein zentraler Motor für Veränderungen in der Wirtschaft. Das ökonomische Transformationspotenzial von Startups ist schon lange erkannt. Deren Fähigkeit, gezielt zu Umwelt- und Klimaschutz und gesellschaftlichen Nachhaltigkeitszielen beizutragen, wird bislang noch zu wenig beachtet und gefördert.

Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor in der Startup-Förderung

Wie kann die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitspotenzialen frühzeitig und dauerhaft in neu gegründete, innovative Unternehmen angeregt werden? Welche Methoden und Tools unterstützen das für welche Zielgruppe? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative geförderte Vorhaben „Sustainability4All: Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor für alle Start-ups“. Außerdem wurde untersucht, inwieweit ökologische und gesellschaftliche Nachhaltigkeit im deutschen Gründungsökosystem bereits verankert sind, wo noch Lücken bestehen und wie diese praxistauglich geschlossen werden können.

Das Papier fasst zentrale Ergebnisse und Empfehlungen, die für Politik und Gründungsförderakteure von zentraler Bedeutung sind, zusammen.

Ihre Ansprechpartner

Prof. Dr. Klaus Fichter
  • Gründer und Leiter
  • +49 (0)30 - 306 45 100-0
Alexander Schabel
  • Senior Projektmanager
  • Sustainable Business Development