Willkommen beim Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit

Dr. Ralph Hintemann ordnet BloombergNEF-Studie ein

Wie entwickelt sich der Strombedarf von Rechenzentren? Welche Annahmen liegen aktuellen Prognosen zugrunde? Und welche Herausforderungen ergeben sich daraus für die Energieversorgung?

Wissenschaftliche Einordnung für die Süddeutsche Zeitung

Zu diesen Fragen bat die Süddeutsche Zeitung Dr. Ralph Hintemann, Gesellschafter und Senior Researcher am Borderstep Institut, um eine wissenschaftliche Einordnung der Ergebnisse und der Methodik einer aktuellen Studie von BloombergNEF. Seine Einschätzung floss in das Dossier „Wie Rechenzentren das deutsche Stromnetz herausfordern“ ein.

Die BloombergNEF-Studie prognostiziert, dass bis 2035 rund ein Fünftel des US-Stromverbrauchs auf Rechenzentren entfallen könnte. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass der weitere Ausbau der Rechenzentrumskapazitäten zunehmend durch die Verfügbarkeit von Strom, Netzanschlüssen und Genehmigungen begrenzt wird.

Dr. Hintemann ordnet diese Prognosen differenziert ein. Er geht davon aus, dass der Strombedarf von Rechenzentren in den USA in den kommenden Jahren zwar deutlich steigen wird, erwartet jedoch aufgrund von Engpässen bei der Stromversorgung und in den Lieferketten ein geringeres Wachstum als im Basisszenario der Studie.

Das Dossier Wie Rechenzentren das deutsche Stromnetz herausfordern erschien in der Süddeutschen Zeitung und ist für Abonnentinnen und Abonnenten online verfügbar.

Forschung zu nachhaltigen Rechenzentren

Dr. Ralph Hintemann forscht seit vielen Jahren zu den Nachhaltigkeitswirkungen der Digitalisierung. Als international anerkannter Experte für die Nachhaltigkeit digitaler Infrastrukturen veröffentlicht er regelmäßig Analysen und Studien zu Energie- und Ressourcenverbräuchen von Rechenzentren und anderen digitalen Infrastrukturen sowie zu deren nachhaltiger Entwicklung.

Borderstep Expertise im Bereich Digitalisierung & GreenIT

Borderstep forscht bereits seit mehr als einem Jahrzehnt zum ressourceneffizienten Einsatz von digitalen Produkten und Diensten. Dabei werden alle Facetten des Themas untersucht, das heute oft auch mit dem Schlagwort GreenIT umschrieben wird. Gemeint sind mit dem Begriff zum einen IKT-Produkte, deren Herstellung, Betrieb und Entsorgung weniger Energie- und Ressourcenbedarf verursacht („Green in der IT“). Besonders bedeutend sind aber zum anderen auch digitale Lösungen, durch deren Einsatz in allen Branchen und Lebensbereichen der Ressourcenbedarf verringert werden kann („Green durch IT“).

Ein zentraler Bestandteil der digitalen Infrastruktur sind Rechenzentren. Seit 2007 analysiert das Borderstep Institut den Stromverbrauch von Rechenzentren in Deutschland und Europa. Grundlage ist ein eigenes Strukturmodell, das seit 2010 regelmäßig aktualisiert wird. Das Modell bildet Rechenzentren nach Größe, Technik und Betriebsform – Cloud, Edge, traditionell – präzise ab. Es berücksichtigt Servertypen, Altersstrukturen und Gebäudetechnik wie Kühlung und Stromversorgung. So liefert Borderstep belastbare Zahlen und Szenarien zur Entwicklung digitaler Infrastrukturen und ihrer Nachhaltigkeit.

Mit Projekten wie z. B. TEMPRO, DC2HEAT, DCESS und EUDCEAR entwickelt das Institut Lösungen für eine klimafreundliche und energieeffiziente Digitalisierung.

Alle aktuellen Projekte im Forschungsschwerpunkt Digitalisierung & GreenIT finden Sie hier.

GreenTech fehlt in der Startup-Strategie

Mit der neuen Startup- und Scale-up-Strategie verfolgt die Bundesregierung das Ziel, technologische Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Aus Sicht des Borderstep Instituts ist zu kritisieren, dass GreenTech und Nachhaltigkeit dabei unberücksichtigt bleiben – obwohl gerade diese Bereiche für die wirtschaftliche Entwicklung, die industrielle Transformation und die Resilienz Deutschlands von zentraler Bedeutung sind.

Zwar profitieren viele grüne Start-ups als forschungsnahe DeepTech-Unternehmen von einzelnen Maßnahmen der Strategie. Technologische Exzellenz allein ersetzt jedoch keine klare politische Priorisierung von Klima-, Energie- und Ressourceninnovationen. Daten des Borderstep Instituts zeigen, dass 35 Prozent der investitionsfinanzierten grünen Start-ups über mindestens ein Patent verfügen – gegenüber rund 14 Prozent im europäischen Start-up-Durchschnitt.

Green Startup Report 2026 zeigt Rückgang grüner Gründungen

Der Handlungsbedarf wird auch durch aktuelle Entwicklungen im Gründungsgeschehen deutlich. Der Green Startup Report 2026 weist einen deutlichen Rückgang grüner Gründungen aus: Der Anteil grüner Start-ups an allen Neugründungen sank von knapp 20 Prozent im Jahr 2023 auf 13 Prozent im Jahr 2025. Gleichzeitig ging die absolute Zahl grüner Neugründungen von 375 über 313 auf zuletzt 206 zurück. Politische Aufmerksamkeitsverschiebungen hin zu Künstlicher Intelligenz und Sicherheit, regulatorische Volatilität sowie unsichere Absatzmärkte verstärken diese Entwicklung. Die neue Strategie setzt aus Sicht des Borderstep Instituts hier kein Gegensignal.

GreenTech als Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz

Dabei sind GreenTech-Innovationen ein wesentlicher Baustein für technologische Souveränität und wirtschaftliche Sicherheit. Erneuerbare Energien reduzieren die Abhängigkeit von importierten fossilen Energieträgern, Kreislaufwirtschaft verringert den Bedarf an kritischen Rohstoffen, und Speichertechnologien, Energieeffizienz sowie neue Materialien stärken die Widerstandsfähigkeit von Industrie und Infrastruktur gegenüber geopolitischen Krisen und Preisschocks.

Vor diesem Hintergrund spricht sich das Borderstep Institut dafür aus, GreenTech als strategischen Technologiebereich gleichberechtigt neben KI, DeepTech, BioTech und DefenceTech zu verankern. Erforderlich sind spezialisierte Finanzierungsinstrumente, verlässliche Rahmenbedingungen, eine stärkere öffentliche Nachfrage, beschleunigte Beschaffungsprozesse sowie ein eng vernetztes Ökosystem aus Forschung, Kapital, Industrie und öffentlicher Hand.

GreenTech als strategisches Zukunftsfeld verankern

Kritisch bewertet das Borderstep Institut zudem die geringe Berücksichtigung des Themas Energie in der Strategie. Obwohl sie federführend vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erarbeitet wurde, wird der Begriff „Energie“ auf rund 60 Seiten lediglich einmal erwähnt. Angesichts der Bedeutung von Energiesicherheit, der Transformation des Energiesystems und innovativer Energielösungen bleibt dies aus Sicht des Borderstep Instituts unverständlich.

Eine Strategie, die Wettbewerbsfähigkeit und technologische Souveränität stärken will, sollte GreenTech und Nachhaltigkeit als zentrale Zukunftsfelder systematisch berücksichtigen.

Borderstep ordnet KI-Boom für Publikum aus Österreich ein

Österreich und die KI: Seit April entsteht in Kronstorf bei Linz das erste Google-Rechenzentrum Österreichs. Aktuelle Entwicklungen deuten darauf hin, dass die Anlage deutlich größer ausfallen könnte als ursprünglich geplant. Grund ist der weltweit steigende Bedarf an Rechenleistung für Künstliche Intelligenz. Das Projekt stößt jedoch auf wachsenden Widerstand in der Bevölkerung.

Welche Herausforderungen bringt das mit sich und wie lässt sich der Bau von Rechenzentren nachhaltiger gestalten? Dazu sprach JETZT mit Dr. Jens Clausen, Experte für Nachhaltigkeitsinnovationen am Borderstep Institut, dessen Mitgründer er ist. JETZT ist ein mitgliederbasiertes journalistische Medium aus Österreich.

Kritik aus der Gesellschaft wächst

Die „Bürger:inneninitiative Rechenzentrum Kronstorf“ stellt sich nicht grundsätzlich gegen die Digitalisierung, fordert aber eine stärkere Berücksichtigung von Umwelt- und Naturschutz. Kritisiert wird insbesondere, dass für das Projekt keine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt wurde. Auch politische Stimmen, darunter die SPÖ, fordern inzwischen, Rechenzentren als eigene Kategorie in das Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz aufzunehmen.

Neben der fehlenden Prüfung sorgen die möglichen Auswirkungen für Bedenken: Bei voller Auslastung könnte das Rechenzentrum jährlich mehr Strom verbrauchen als alle Privathaushalte in Oberösterreich zusammen. Zudem soll Kühlwasser aus der Enns und dem Grundwasser entnommen und erwärmt zurückgeführt werden. Angesichts des Klimawandels und zunehmender Wasserknappheit sehen viele darin ein erhebliches Risiko. Auch die Versiegelung von rund 42.000 Quadratmetern Fläche verstärkt die Kritik.

Steigender Energiebedarf durch KI auch in Österreich

Der weltweite KI-Boom treibt den Energiebedarf digitaler Infrastrukturen deutlich in die Höhe, das gilt natürlich auch für den Ausbau der Rechenzentren in Österreich. Welche Herausforderungen ergeben sich daraus und wie lassen sich Rechenzentren nachhaltiger gestalten? Können und sollen große Rechenzentren künftig stärker reguliert werden? Welche Chancen bieten neue Rechenzentren für den Ausbau erneuerbarer Energien? Lässt sich der ökologischen Fußabdruck von Rechenzentren verringern und welche Methoden bieten sich an?

Diese und ähnliche Fragen beantwortet Jens Clausen im Interview. (Paywall)

Gesucht: Innovative Energielösungen für den Mittelstand

Energielösungen gesucht: Wie lassen sich konkrete Energieherausforderungen im Mittelstand gemeinsam mit innovativen Unternehmen lösen? Antworten darauf soll die nächste Phase des SET Inno Tandems Programms des SET Hub der Deutschen Energie-Agentur (dena) liefern.

Borderstep hat im Projekt Energie im Mittelstand für Start Up Energy Transition (SET) Hub energiebezogene Herausforderungen mittelständischer Unternehmen identifiziert. Nun werden innovative Akteure gesucht, die diese Unternehmen dabei unterstützen, neue digitale Lösungen zu entwickeln und in der Praxis zu erproben.

Die nächste Phase der SET Inno Tandems beginnt: Für die gemeinsam mit Borderstep identifizierten Herausforderungen aus dem Mittelstand sucht SET Hub jetzt innovative Akteure, die zusammen mit den Unternehmen neue Lösungsansätze entwickeln. Das Programm verbindet die Innovationskraft von Start-ups mit den konkreten Bedarfen des Mittelstands und bringt so die Energiewende voran. (Julian Balkowski, Projektleiter Energie im Mittelstand)

Interessierte innovative Unternehmen und Start-ups können sich bis zum 20. August 2026 für eines der vier SET Inno Tandems bewerben.

Energielösungen im Tandem gesucht für:

  • Open-Source-HEMS für kleine und mittlere Stadtwerke
  • Störungsmanagement für netzorientierte Steuerung im MSB-Bereich
  • KI-Optimierung der Ressourceneffizienz im produzierenden Gewerbe oder
  • Mehrwertanwendung auf dem CLS-Adapter für Ambient Assisted Living

Informationen und Bedingungen der Ausschreibung gibt es hier.

Abwärme aus Bestandsrechenzentren: der richtige Weg?

Borderstep beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema nachhaltige Digitalisierung. Das aktuelle Forschungsprojekt DC2HEAT untersucht, wie die Nutzung von Abwärme aus Rechenzentren zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung beitragen kann. Dabei geht es nicht nur um neue Anlagen, sondern betrachtet die Möglichkeiten insbesondere bei bestehenden Rechenzentren.

Abwärmeprojekte mit Betriebsdaten besser planen

Die Ergebnisse aus dem Projekt zeigen, dass bestehende Rechenzentren oft besonders interessante Voraussetzungen für Abwärmenutzung bieten. Der zentrale Vorteil liegt in der Verlässlichkeit. Bei bestehenden Rechenzentren liegen belastbare Betriebsdaten vor. Bekannt ist beispielsweise:

  • Wie hoch der Stromverbrauch ist,
  • wie sich die Last über den Tag und das Jahr verteilt,
  • welche Temperaturen anfallen,
  • wie stabil der Betrieb läuft und
  • welche Wärmemengen realistisch verfügbar sind.

Dabei handelt es sich nicht um Annahmen oder Planungswerte, sondern um reale Betriebsdaten. Damit sind sie für Wärmenetzbetreiber besser planbar als unsichere Hochlaufkurven von Neubauprojekten.

Ein weiterer Vorteil bestehender Rechenzentren ist oft die Lage. Viele Bestandsrechenzentren befinden sich in bestehenden Stadtstrukturen, in Büroquartieren, gemischt genutzten Gebieten oder in der Nähe größerer Verbraucher.

Dadurch liegen Wärmequelle und Wärmeverbrauch häufig nah beieinander. Je kürzer die Entfernung, desto eher lässt sich ein Abwärmeprojekt wirtschaftlich umsetzen.

Anreize und Rahmenbedingungen richtig setzen

Neben gesetzlichen Anforderungen für neue Rechenzentren braucht es deshalb stärkere Anreize und praxistaugliche Rahmenbedingungen, um die bereits heute vorhandenen Potenziale im Bestand zu erschließen.

Welche Maßnahmen könnten dazu beitragen?

  • Akzeptanz für Rechenzentren fördern
  • Abwärmenutzung in der öffentlichen Beschaffung berücksichtigen
  • Musterverträge bereitstellen
  • klare rechtliche Regelungen für die kostenlose Abgabe von Abwärme schaffen

Auch innovative Risikoabsicherungen wie Ausfallgarantien durch die öffentliche Hand wären ein interessanter Ansatz.

Das Thema Abwärmenutzung aus Rechenzentren braucht mehr Pragmatismus. Nicht jedes Rechenzentrum wird zur idealen Wärmequelle. Nicht jedes Wärmenetz kann Niedertemperaturwärme sinnvoll aufnehmen. Und nicht jedes Projekt wird wirtschaftlich aufgehen. Aber genau deshalb sollte man dort anfangen, wo die Voraussetzungen günstig sind: bei bekannten Wärmemengen, kurzen Distanzen, geeigneten Wärmeabnehmern und Betreibern, die kooperieren wollen. (Dr. Ralph Hintemann, Borderstep Institut)

DC2HEAT bei Data Center Insider

Die in diesem Beitrag vorgestellten Ergebnisse des Projekts DC2HEAT werden auch in einem aktuellen Artikel bei Data Center Insider aufgegriffen. Darin erläutert Dr. Ralph Hintemann, warum die Nutzung von Abwärme aus Bestandsrechenzentren oft die bessere Lösung ist. Zudem zeigt er auf, welche Rahmenbedingungen nötig sind, um dieses Potenzial besser zu erschließen. Hier können sie den Artikel bei Data Center Insider lesen.

Über das Forschungsprojekt DC2HEAT

Das vom Bundesumweltministerium geförderte Projekt DC2HEAT entwickelt praxisnahe Hilfsmittel, um Abwärmeprojekte aus Rechenzentren effizienter zu planen, zu realisieren und zu betreiben. Dazu gehören Methoden zur Potenzialbewertung, zur Abstimmung zwischen Wärmequelle und Wärmesenke sowie zur technischen und organisatorischen Umsetzung. Das Projekt geht nun in die Endphase. Ein Ergebnis des Vorhabens ist es, dass die Abwärmenutzung aus Bestandsrechenzentren oft einfacher und schneller zu realisieren ist als bei Neuprojekten. www.dc2heat.com

Mehr Energieeffizienz für Serversysteme

Mit dem jetzt gestarteten Projekt EMSIS entwickelt Borderstep ein intelligentes Energiemanagementsystem für ungenutzte Serversysteme.

Allein in Deutschland werden rund 2,4 Millionen Server betrieben. Ein erheblicher Teil davon läuft dauerhaft, obwohl zeitweise keine Anwendungen ausgeführt werden. EMSIS entwickelt ein intelligentes Energiemanagementsystem, das ungenutzte Terminalserversysteme automatisiert und sicher abschalten und bei Bedarf wieder aktivieren kann.

Großes Potenzial für mehr Energieeffizienz

Ungenutzte Serversysteme verursachen vermeidbare Energieverbräuche und Betriebskosten. Gleichzeitig fehlen bislang marktübliche und ausbaufähige Lösungen, die ein automatisiertes Ein- und Ausschalten zuverlässig steuern und den sicheren Betrieb der IT-Infrastruktur gewährleisten.

EMSIS schafft hierfür die Voraussetzungen: Das Projekt entwickelt einen intelligenten Lösungsansatz, der technische, betriebliche und anwendungsbezogene Anforderungen berücksichtigt und einen energieeffizienten Betrieb von Terminalserversystemen ermöglicht.

Nachhaltige Digitalisierung voranbringen

Mit dem Projekt unterstützt das Borderstep Institut Unternehmen und Rechenzentren dabei, Energie effizienter einzusetzen und steigende Anforderungen an die Energieeffizienz zu erfüllen. So leistet das Vorhaben einen Beitrag dazu, die Digitalisierung nachhaltiger zu gestalten und den Ressourcenverbrauch digitaler Infrastrukturen zu senken.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Projektseite EMSIS – Intelligentes Energiemanagement für Serversysteme.

  • © Rolf Schulten

Borderstep begleitet Wettbewerb für grüne Start-ups

Die siebte und letzte Einreichungsrunde des Förderwettbewerbs Grüne Gründungen.NRW ist gestartet. Start-ups mit innovativen Lösungen für Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz können sich bis zum 30. September 2026 um eine Förderung von bis zu 450.000 Euro für die Entwicklung und Erprobung ihrer Prototypen bewerben. Für die aktuelle Runde stehen rund 3,8 Millionen Euro EU-Mittel zur Verfügung.

Borderstep Expertise für Begutachtung

Das Borderstep Institut begleitet den Wettbewerb auch in dieser Runde. Dr. Thomas Neumann, Senior Researcher und Start-up-Experte bei Borderstep, gehört seit Beginn zum Kreis der Gutachterinnen und Gutachter.

Seit der ersten Runde darf ich Grüne Gründungen.NRW als Gutachter begleiten. Die Qualität der Ideen zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie viel Innovationskraft in grünen Start-ups steckt. (Dr. Thomas Neumann)

Impact Assessment Workshops für teilnehmende Start-ups

Darüber hinaus führt Borderstep im Rahmen des Projekts Train4Impact erneut zwei Impact Assessment Workshops für die teilnehmenden Start-ups durch. Dort erhalten die Teams Unterstützung dabei, die gesellschaftlichen und ökologischen Wirkungen ihrer Innovationen frühzeitig systematisch zu erfassen und weiterzuentwickeln.

Der Wettbewerb richtet sich an Start-ups aus Bereichen wie Umweltwirtschaft, Kreislaufwirtschaft, Energie, Mobilität, Wasserwirtschaft und Umwelttechnik. Gefördert werden innovative Vorhaben mit hohem Nachhaltigkeitspotenzial.

Termine und Anmeldung für diese Wettbewerbsrunde

Die erste Online-Informationsveranstaltung findet am 8. Juli 2026 um 14 Uhr statt. Bewerbungsschluss ist der 30. September 2026 um 14 Uhr.

Hier gibt es mehr Informationen zum Wettbewerb.

Hier geht es zur Anmeldung für die Train4Impact Workshops.

  • © Joerg Frank

Borderstep Expertise in der FAS

Borderstep-Expertise in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS): Mit dem Ausbau von Rechenzentren wächst auch die Bedeutung ihrer Energie- und Ressourceneffizienz. In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 28. Juni 2026 ordnet Dr. Ralph Hintemann, Digitalisierungsexperte am Borderstep Institut, die Herausforderungen und Potenziale der Abwärmenutzung von Rechenzentren ein.

Abwärme von Rechenzentren besser nutzen

Rechenzentren zählen zu den zentralen Infrastrukturen der Digitalisierung. Gleichzeitig steigt ihr Energiebedarf insbesondere durch den Boom der Künstlichen Intelligenz kontinuierlich an. Im Artikel „Heiße Luft“ von Lilly Bittner erläutert Borderstep Senior Researcher Ralph Hintemann, warum die Nutzung der entstehenden Abwärme ein wichtiger Baustein für mehr Nachhaltigkeit ist.

Gleichzeitig macht er deutlich, dass die technische Nutzung allein nicht ausreicht. Damit Abwärme künftig stärker zur Wärmeversorgung von Gebäuden beitragen kann, sind passende Wärmenetze, geeignete Standortkonzepte und wirtschaftliche Anreize erforderlich. Zudem weist Hintemann darauf hin, dass die derzeitigen gesetzlichen Vorgaben in der Praxis häufig an fehlenden Infrastrukturen scheitern.

Forschung für eine nachhaltige Digitalisierung

Das Borderstep Institut forscht seit vielen Jahren zu den Auswirkungen der Digitalisierung auf Energieverbrauch, Klimaschutz und Ressourceneffizienz. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung des Energiebedarfs von Rechenzentren, den Auswirkungen neuer digitaler Technologien wie Künstlicher Intelligenz sowie Lösungen für eine nachhaltige digitale Infrastruktur.

Im Projekt DC2HEAT arbeitet Borderstep gemeinsam mit Forschungspartnern an intelligenten Konzepten zur Nutzung von Abwärme aus Rechenzentren. Mithilfe digitaler Zwillinge und KI-gestützter Optimierung werden Lösungen entwickelt, um Abwärme effizienter in Wärmeversorgungssysteme zu integrieren. So soll ein Beitrag zur Wärmewende geleistet werden.

Die Einordnung von Dr. Ralph Hintemann in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung unterstreicht die langjährige Expertise des Borderstep Instituts an der Schnittstelle von Digitalisierung, Energie und Nachhaltigkeit.

Den Artikel finden Sie hier in einer modifizierten Form in der Frankfurter Zeitung (Paywall).

Klimaschutz mit Second-Life-Batterien

Batterie mit zweitem Leben? Batteriespeicher bieten großes Potenzial für den Klimaschutz sowie für eine ressourcenschonende Energiewende in Gewerbe- und Industrieunternehmen. Das aktuelle Borderstep Projekt Klimaschutz mit Second-Life-Batterien setzt genau hier an. Es untersucht, wie stationäre Batteriespeichersysteme künftig klimaschonend, wirtschaftlich tragfähig und ressourceneffizient eingesetzt werden können.

Fundierte und praxistaugliche Bewertungsgrundlagen schaffen

Wie kann der ökologische und ökonomische Nutzen von stationären Batteriespeichersystemen belastbar bewertet und für Investitionsentscheidungen nutzbar gemacht werden? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Vorhabens.

Das Borderstep Institut untersucht im Projekt zudem die zentralen Hürden und Erfolgsfaktoren für die Verbreitung klimaschonender stationärer Batteriespeicherlösungen. Dabei werden auch Second-Life-Anwendungen, Diffusionspfade und Geschäftsmodelloptionen für zirkuläre Produkt-Service-Systeme betrachtet.

Klimafreundliche Energieversorgung unterstützen

Mit dem Projekt leistet Borderstep einen Beitrag dazu, den Einsatz ressourcenschonender Batteriespeicher fachlich zu unterstützen, Unsicherheiten bei Unternehmen abzubauen und den Übergang zu einer klimafreundlichen und kreislauforientierten Energieversorgung voranzubringen.

Die Nationale Klimaschutzinitiative des BMUKN fördert das Projekt. Weitere Informationen finden Sie auf der Projektseite Klimaschutz mit Second-Life-Batterien.

  • © Rolf Schulten

Borderstep wirkt an neuer OECD-Studie mit

Die OECD veröffentlichte die Studie Incubation in Entrepreneurial Ecosystems: Hatching Growth. Sie untersucht aktuelle Entwicklungen in Gründungs- und Innovationsökosystemen und zeigt auf, wie Inkubatoren und Acceleratoren zur Entwicklung innovativer Unternehmen beitragen.

Fallstudie zum German Accelerator

Borderstep war an der Studie in mehrfacher Hinsicht beteiligt. Das Institut wirkte als einer der internationalen Experten an der Erstellung der Publikation mit. Darüber hinaus enthält die Studie eine Fallstudie zum German Accelerator, an der Borderstep mitgearbeitet hat.

Anlässlich der Veröffentlichung diskutierte Borderstep Direktor Prof. Dr. Klaus Fichter beim internationalen Launch-Event im Rahmen eines Roundtables die Ergebnisse der Studie.

Spezialisierung und Internationalisierung von Gründungsförderung

Im Mittelpunkt der Debatte standen aktuelle Trends in der Gründungslandschaft. Dazu gehören die stärkere Einbettung von Inkubatoren in unternehmerische Ökosysteme oder auch die zunehmende Spezialisierung und Internationalisierung von Gründungsförderung.

Klaus Fichter betonte darüber hinaus die wachsende Bedeutung missionsorientierter Innovationspolitik sowie eines systematischen Impact Monitorings. So kann die Wirkung öffentlicher Fördermaßnahmen künftig besser bewertet und weiterentwickelt werden. Das gilt insbesondere mit Blick auf zukünftigen Handlungsbedarf von politischen Entscheidungsträgern.