Willkommen beim Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit
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Borderstep in Jury des eco Data Center Award 2026

Dr. Ralph Hintemann, Gesellschafter und Senior Researcher am Borderstep Institut, wurde als Mitglied der Jury für den eco Data Center Award 2026 berufen. Die Auszeichnung wird im Rahmen des 6. Data Center Expert Summits am 10. Juni 2026 in Dreieich verliehen. Mit dem Award werden besonders innovative und nachhaltige Rechenzentrumsprojekte in zwei Leistungsklassen gewürdigt.

Dr. Ralph Hintemann in Jury des eco Data Center Award 2026

Die unabhängige Jury setzt sich aus Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung und Verbänden der Digitalwirtschaft zusammen. Sie entscheidet über die Nominierungen sowie die Auswahl der Preisträger. Dr. Ralph Hintemann bringt dabei seine langjährige wissenschaftliche Expertise im Bereich nachhaltiger IT-Infrastrukturen, Energieeffizienz und der Transformation digitaler Systeme in die Bewertung ein.

Moderation des Panels Sektorenkopplung & Dezentralisierung

Darüber hinaus wird Dr. Ralph Hintemann am 11. Juni 2026 das Panel #5: Sektorenkopplung & Dezentralisierung – RZ’s als aktive Gestalter der Energiewende moderieren. Im Fokus der Diskussion stehen die Rolle von Rechenzentren bei der Integration erneuerbarer Energien, innovative Ansätze zur Nutzung von Abwärme sowie neue Konzepte für dezentrale digitale Infrastrukturen.

Teilnehmende des Panels:

  • Dr.-Ing. Fiete Dubberke, Co-Founder „windCORES“, WestfalenWIND IT GmbH & Co. KG
  • Katharina Sommer, Senior Research Associate, Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.
  • Murat Turgut, Director Sales & Marketing, NorthC Deutschland GmbH
  • Dr. Thomas Weber, Verbundforschungsvorhaben ENIPRO / Co-Founder & CSO, Etalytics GmbH

Der eco Data Center Award zählt zu den zentralen Branchenpreisen für Rechenzentrumsinnovationen im deutschsprachigen Raum. Im Mittelpunkt stehen insbesondere Lösungen zur Steigerung der Energieeffizienz, zur Nutzung von Abwärme sowie zur Weiterentwicklung nachhaltiger und zukunftsfähiger digitaler Infrastrukturen.

Weitere Informationen zum eco Data Center Award 2026 finden Sie auf der Webseite des eco – Verband der Internetwirtschaft.

Wie nutzen grüne Start-ups generative KI?

Wie nutzen Gründerinnen und Gründer grüner Start-ups generative KI – und welche Chancen und Risiken entstehen daraus für ihre doppelte Mission aus wirtschaftlichem Erfolg und Umweltwirkung? Dieser Frage widmet sich ein neuer Journal-Artikel von Jeanine Kirchner-Krath, Eva Jakob, Thomas Neumann, Mario Schaarschmidt und Benedikt Morschheuser.

Die zentrale Frage ist nicht, ob nachhaltige Start-ups generative KI nutzen sollten. Die zentrale Frage ist, wie sie KI so einsetzen, dass wirtschaftlicher Nutzen entsteht, ohne die eigene ökologische und gesellschaftliche Glaubwürdigkeit zu gefährden. — Dr. Thomas Neumann, Borderstep Institut

Generative KI: Fünf Rollen in nachhaltigen Geschäftsmodellen

Auf Basis einer Befragung von 128 grünen Start-ups in Deutschland identifiziert die Studie fünf unterschiedliche Rollen von generativer KI in nachhaltigen Geschäftsmodellen:

  • Selten genutztes Werkzeug
  • Marketing- und Content-Produzent
  • Unterstützer für grüne Kernaktivitäten
  • Assistiver Sparringspartner
  • Wachstumstreiber

Die Ergebnisse zeigen, dass generative KI bereits heute vielfältig in grünen Start-ups eingesetzt wird, allerdings in sehr unterschiedlicher Intensität und strategischer Bedeutung.

Welche Herausforderungen sehen grüne Start-ups beim Einsatz von generativer KI?

Die Studie macht zugleich zentrale Spannungsfelder sichtbar, denen sich grüne Start-ups konfrontiert sehen:

  • Technische Unreife und unklare Nutzenpotenziale,
  • Regulatorische Unsicherheiten
  • Datenschutz und ethische Risiken
  • Hoher Ressourcen- und Energieverbrauch von KI-Systemen
  • Fehlende Spezialisierung von generativer KI für nachhaltigkeitsorientierte Geschäftsmodelle

Damit verdeutlicht die Studie die ambivalente Rolle generativer KI, die einerseits Innovationen in grünen Start-ups ermöglicht und andererseits neue Spannungsfelder im Hinblick auf ökologische und regulatorische Nachhaltigkeit hervorbringt.

Den vollständigen Artikel Kirchner-Krath, J., Jakob, E. A., Neumann, T., Schaarschmidt, M., & Morschheuser, B. (2026). Generative artificial intelligence in environmental entrepreneurship: Emerging roles and challenges to achieve a dual mission. Journal of Small Business Management, 1–51. https://doi.org/10.1080/00472778.2026.2656790 können Sie hier kostenlos lesen.

Borderstep Expertise im Forschungsthema Nachhaltige Geschäftsmodelle

Borderstep entwickelt Konzepte und Werkzeuge, um Geschäftsmodelle im Hinblick auf Nachhaltigkeit zu bewerten und weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Unternehmen ökologischen und ökonomischen Mehrwert zugleich schaffen können.

Das Institut erforscht, welche Strategien und Strukturen nachhaltige Unternehmen erfolgreich machen – von Effizienzsteigerungen über Kreislaufkonzepte bis zu neuen Nutzungsmodellen. Dabei entstehen praxisnahe Instrumente zur Bewertung der sogenannten „doppelten Dividende“. In Kooperation mit Hochschulen und Unternehmen werden diese Ansätze in realen Märkten erprobt.

 

Borderstep Research Fellow Netzwerk wächst

Das Borderstep Research Fellow Netzwerk wächst und freut sich über zwei neue Mitglieder.

Wie lässt sich Innovationsaktivität im Start-up Sektor messen?

Jörn Block ist Professor für Entrepreneurship an der Universität Trier und leitet dort das Forschungszentrum Mittelstand sowie das Steinbeis-Transferzentrum Technologie- und IP-Management. Er zählt zu den wichtigsten Gründungsforschern in Deutschland. Seine Forschungsarbeiten untersuchen das Spannungsfeld von Innovation, Nachhaltigkeit und geistigem Eigentum, mit einem besonderen Fokus auf die Auswertung von Patent- und Markendaten. Für den Green Startup Report 2026 steuerte er Analysen zu grünen Patenten bei und analysierte, wie sich technologische Innovationsaktivität im Start-up Sektor messen lässt.

Wie funktionieren nachhaltige Start-ups in Schwellenländern?

Nicole Cecchele Lago forscht zu Innovation und Entrepreneurship mit regionalem Schwerpunkt auf Brasilien. Ihre Arbeit befasst sich mit den strukturellen Rahmenbedingungen für nachhaltige Gründungen in Schwellenländern. Sie fokussiert insbesondere mit Fragen der Innovationsfähigkeit, Finanzierung und institutionellen Einbettung. Ziel ist es, besser zu verstehen, wie sich nachhaltige Geschäftsmodelle unter unterschiedlichen wirtschaftlichen und politischen Voraussetzungen entwickeln und skalieren lassen. Derzeit schließt sie ihre Promotion im Fach Wirtschaftsingenieurwesen an der Bundesuniversität von Rio Grande do Sul (UFRGS) in Brasilien ab. In ihrer Dissertation analysiert sie Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren von Start-ups im brasilianischen Kontext. Sie untersucht dabei die Rolle von Innovationsökosystemen bei der Förderung von Impact-Innovationen.

Mit beiden Fellows stärkt Borderstep seine Forschung zu nachhaltigem Unternehmertum und erweitert die Perspektive um internationale und datenbasierte Ansätze.

Borderstep beim Bitkom Digital Sustainability Summit

Heute fand in Berlin der Bitkom Digital Sustainability Summit statt. Die Veranstaltung gilt als Flagship-Konferenz für den Austausch über die Verbindung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Start-up-Szene kamen zusammen, um konkrete Ansätze für eine nachhaltige digitale Transformation zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen Praxisbeispiele, interdisziplinärer Austausch und neue Kooperationen.

Prof. Dr. Klaus Fichter, Gründer und Leiter des Borderstep Instituts, diskutierte beim Panel „Von Recycling bis Recommerce – Wie zirkuläre Geschäftsmodelle die Wirtschaft von morgen prägen“ gemeinsam mit Teilnehmenden aus Wirtschaft und internationalen Organisationen. Schwerpunkt dabei war die Rolle digitaler Innovationen für die Kreislaufwirtschaft.

Klaus Fichter brachte seine langjährige Erfahrung aus der Forschung zu Nachhaltigkeitsinnovationen und zur Green Economy ein. Seine Arbeit zeigt, wie sich nachhaltige Geschäftsmodelle entwickeln und in die Anwendung bringen lassen.

Bitkom Digital Sustainability Summit 2026

 

 

Green Startup Report 2026 jetzt auf Englisch verfügbar

Das Borderstep Institut hat den Green Startup Report 2026 nun auch in englischer Sprache veröffentlicht. Damit stehen die aktuellen Forschungsergebnisse zur Entwicklung der grünen Start-up-Szene in Deutschland ab sofort auch einem internationalen Publikum zur Verfügung.

Wachstum bei gleichzeitig rückläufiger Gründungsdynamik

Der Report analysiert die Dynamik nachhaltiger Unternehmensgründungen und zeigt: Die grüne Start-up-Community wächst weiter und umfasst inzwischen rund 4.700 Unternehmen. Gleichzeitig deuten die aktuellen Daten auf eine rückläufige Gründungsdynamik hin – trotz hoher technologischer Innovationskraft und eines erheblichen Klimaschutzpotenzials der Start-ups.

Der Green Startup Report basiert auf einer langfristigen wissenschaftlichen Beobachtung des grünen Gründungsgeschehens in Deutschland seit 2013. Er liefert eine zentrale Datengrundlage für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, um nachhaltige Innovationen gezielt zu fördern und die Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft voranzutreiben.

Internationale Sichtbarkeit und politische Relevanz stärken

Mit der englischen Ausgabe wird die internationale Sichtbarkeit der Ergebnisse weiter gestärkt und der Austausch über nachhaltige Gründungsökosysteme gefördert.

Der Green Startup Report 2026 steht ab sofort kostenfrei zum Download bereit.

Mehr Infos zur englischen Ausgabe des GSR 2026 finden Sie hier.

Ausblick Green Startup Report 2027

Der nächste Green Startup Report 2027 ist bereits in Vorbereitung und wird erneut mit Unterstützung des Partnernetzwerks von Borderstep veröffentlicht.

Gemeinsam wollen wir die Rolle grüner Start-ups als Treiber der ökologischen Transformation noch stärker in politischen Entscheidungsprozessen verankern und so geeignete Rahmenbedingungen für nachhaltige Geschäftsmodelle weiterentwickeln.

Borderstep im Deutschlandfunk

Im Interviewformat Studio 9 von Deutschlandfunk Kultur hat Dr. Ralph Hintemann, Digitalisierungsexperte des Borderstep Instituts, die aktuelle Rechenzentrumsstrategie Deutschlands im internationalen Kontext analysiert. Wo steht das Land im internationalen Rechenzentrumswettbewerb?

Digitalisierungsexperte Dr. Ralph Hintemann im Interview

Rechenzentrumsstrategie – Wo steht Deutschland im internationalen Vergleich? So lautet der Titel des Beitrags, der online nachgehört werden kann. Im Mittelpunkt des Interviews steht die Frage, wie wettbewerbsfähig Deutschland im globalen Ausbau digitaler Infrastrukturen ist, insbesondere vor dem Hintergrund steigender Anforderungen durch Cloud-Anwendungen und Künstliche Intelligenz. Dabei wird deutlich: Der Standort Deutschland verfügt über wichtige Stärken, steht jedoch zugleich vor strukturellen Herausforderungen.

Anlass für das Gespräch war die Vorstellung der Strategie von Digitalminister Dr. Karsten Wildberger im Bundestag.

Rechenzentrumswettbewerb fordert mehr Effizienz und Nachhaltigkeit

Hintemann betont die wachsende Bedeutung effizienter und nachhaltiger Rechenzentren. Angesichts steigender Kapazitätsbedarfe komme es darauf an, Klimaschutz, Energieversorgung und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit gemeinsam zu denken. Seine Einordnung unterstreicht die Notwendigkeit klarer politischer Rahmenbedingungen, um den Ausbau digitaler Infrastruktur zukunftsfähig zu gestalten.

Der Beitrag macht deutlich, dass Deutschland im internationalen Vergleich nur dann langfristig mithalten kann, wenn Ausbau, Regulierung und Nachhaltigkeit konsequent zusammengedacht werden.

Borderstep entwickelt EU-Nachhaltigkeitslabel für Rechenzentren

Im Rahmen des EU-Projekts EUDCEAR hat das Borderstep Institut gemeinsam mit den Partnern EY und AIT das erste EU-weite Nachhaltigkeitslabel für Rechenzentren entwickelt. Basierend auf den Daten des Energy Efficiency Directive (EED) Reporting und einem umfassenden Stakeholder-Dialog entstand ein innovatives Bewertungssystem, das die lokalen Kontexte in Europa berücksichtigt.

Erstes EU-Nachhaltigkeitslabel für Rechenzentren

Nachhaltigkeitslabel für Rechenzentren

 

Bisher gab es kein Label, das die Nachhaltigkeit von Rechenzentren in der EU umfassend bewertet. Nachhaltigkeit lässt sich nicht allein durch eine einfache Verrechnung von Indikatoren – wie z. B. PUE (Power Usage Effectiveness), WUE (Water Usage Effectiveness), ERF (Energy Reuse Factor) oder REF (Renewable Energy Factor) – abbilden. Vielmehr müssen regionale Unterschiede, wie die Verfügbarkeit von grünem Strom oder die Nachhaltigkeit der Wassernutzung, berücksichtigt werden.

Daher hat Borderstep ein mehrdimensionales Label entwickelt, das verschiedene Nachhaltigkeitsaspekte ganzheitlich bewertet. Dieses wurde während des Projekts mehrfach mit Stakeholder-Feedback überarbeitet und im zweiten EUDCEAR-Bericht Assessment of next steps to promote the energy performance and sustainability of data centres in EU, including the establishment of an EU-wide rating scheme veröffentlicht.

EU-Kommission startet Konsultation zum Nachhaltigkeitslabel

Die Europäische Kommission hat das Label nun angepasst und vereinfacht und startete dazu eine öffentliche Konsultation. Interessierte können bis zum 23. April 2026 Feedback geben: EU-Konsultation zum Rating-System für Rechenzentren

Nächste Schritte: Mindestanforderungen für Rechenzentren

Aufbauend auf den Ergebnissen von EUDCEAR werden derzeit Mindeststandards für die Nachhaltigkeit von Rechenzentren erarbeitet. Die Studie wird von Viegand Maagøe geleitet, während Borderstep die technischen Fragestellungen und Vorschläge für zukünftige Mindeststandards federführend bearbeitet.

Borderstep: 20 Jahre Expertise in Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Das Borderstep Institut blickt auf eine fast 20-jährige wissenschaftliche Historie in den Bereichen Digitalisierung und Nachhaltigkeit zurück. Damit zählt es weltweit zu den renommiertesten Forschungseinrichtungen für die Nachhaltigkeit von Rechenzentren und Künstlicher Intelligenz.

Seit 2007 analysiert das Borderstep Institut den Stromverbrauch von Rechenzentren in Deutschland und Europa. Grundlage ist ein eigenes Strukturmodell, das seit 2010 regelmäßig aktualisiert wird. Es berücksichtigt Servertypen, Altersstrukturen und Gebäudetechnik wie Kühlung und Stromversorgung. So liefert Borderstep belastbare Zahlen und Szenarien zur Entwicklung digitaler Infrastrukturen und ihrer Nachhaltigkeit.

Mit Projekten wie TEMPRO, DC2HEAT, DCESS, EUDCEAR und Data Centre Minimum Performance Standards – EU entwickelt das Institut Lösungen für eine klimafreundliche und energieeffiziente Digitalisierung.

Borderstep-Experte Dr. Ralph Hintemann bei CNN

Die wachsende Zahl von Rechenzentren, insbesondere für Künstliche Intelligenz (KI), hat nicht nur einen hohen Energieverbrauch, sondern auch direkte Auswirkungen auf das lokale Klima. Eine aktuelle Studie der Universität Cambridge zeigt, dass diese Zentren „Hitzeinseln“ erzeugen und die Landoberflächentemperaturen um bis zu 9 Grad Celsius erhöhen können. Die Ergebnisse wurden kürzlich von CNN aufgegriffen und diskutiert. Dr. Ralph Hintemann und Simon Hinterholzer vom Borderstep Institut wurden als internationale Experten für Rechenzentren von CNN um eine Einschätzung der Ergebnisse gebeten.

Studie: Rechenzentren als lokale Hitzequellen

Die Studie analysierte Temperaturdaten der letzten 20 Jahre und verglich diese mit den Standorten von großen Rechenzentren. Das Ergebnis: Nach Inbetriebnahme eines Rechenzentrums stieg die Landoberflächentemperatur um durchschnittlich 2 Grad Celsius, in Extremfällen sogar bis zu 9 Grad Celsius. Betroffen sind nicht nur die direkten Umgebungen, sondern auch Gebiete in einem Radius von bis zu 10 Kilometer.

Dr. Hintemann: „Emissionen durch Stromerzeugung bleiben das größere Problem“

Bei CNN betonte Dr. Hintemann, dass die Studie „interessante Zahlen“ liefere, die gemeldeten Effekte jedoch „sehr hoch“ erschienen. Er verwies darauf, dass die CO₂-Emissionen, die durch die Stromerzeugung für Rechenzentren entstehen, weiterhin die größere Herausforderung für den Klimaschutz darstellen.

Die Studie zeigt, dass wir die lokalen Auswirkungen von Rechenzentren nicht ignorieren dürfen. Gleichzeitig müssen wir weiter den Fokus auf die Reduzierung der Treibhausgasemissionen legen, die durch den Energiebedarf dieser Anlagen entstehen. – Dr. Ralph Hintemann

Forderung nach nachhaltigen Lösungen

Die Studie unterstreicht vor dem Hintergrund des rasanten Wachstums der KI-Branche die Dringlichkeit, nachhaltige Lösungen für den Betrieb von Rechenzentren zu entwickeln. Dr. Ralph Hintemann und Simon Hinterholzer plädieren dafür, dass die Diskussion über die Umweltauswirkungen von Rechenzentren ganzheitlich geführt wird.

Es geht nicht nur um lokale Hitzeeffekte, sondern auch um die globale Klimabilanz. Wir brauchen innovative Ansätze, um den Energiebedarf zu senken und erneuerbare Energien stärker zu nutzen. – Simon Hinterholzer

Borderstep Institut: Forschung für eine nachhaltige Digitalisierung

Das Borderstep Institut forscht seit Jahren zu den ökologischen und sozialen Auswirkungen der Digitalisierung. Die Einbindung von Dr. Ralph Hintemann und Simon Hinterholzer in die CNN-Berichterstattung zeigt die internationale Relevanz der Arbeit des Instituts.


Hier können Sie den CNN-Artikel Scientists have found an alarming environmental impact of vast data centers lesen.

Hier kommen Sie zur Studie The data heat island effect: quantifying the impact of AI data centers in a warming world der Cambridge University.

Panel: Green Startups – Durchstarten in unsicheren Zeiten

Befunde und Schlussfolgerungen aus dem Green Startup Report 2026

Die Berliner Startup Unit und Borderstep laden ein zur Diskussion aktueller Herausforderungen grüner Startups. Basierend auf den Ergebnissen des Green Startup Reports 2026 diskutieren Startups aus Berlin mit Expertinnen und Experten aus Politik, Fördereinrichtungen und Wissenschaft über die Chancen und Unwägbarkeiten von GreenTech-Startups und DeepTech-Gründungen und die Möglichkeiten zur Verbesserung der Finanzierungs- und Marktbedingungen. Im Anschluss besteht Raum für Austausch und Networking.

Berlin als Hotspot für grüne Startups

Berlin ist mit 20 % aller grünen Gründungen bundesweit die Hauptstadt der GreenTech-Startups. Doch trotz dieser Stärke stehen grüne Gründungen vor wachsenden Herausforderungen: Politische Aufmerksamkeit verschiebt sich, Rahmenbedingungen für nachhaltige Geschäftsmodelle sind unsicher, und gezielte Förderung wird immer dringender. Der Green Startup Report 2026 empfiehlt, die Förderung von GreenTech-Innovationen als zentrales Handlungsfeld der Startup-Politik zu priorisieren.

Leitfragen der Diskussion

Im Fokus der Paneldiskussion stehen folgende zentrale Fragen:

  • Wachsende GreenTech-Märkte und abnehmende Gründungsdynamik bei grünen Startups: Wie passt das zusammen?
  • Was sind aktuell die Key Challenges für nachhaltigkeitsorientierte Startups, wie damit umgehen?
  • Wo muss Berlin in der Stimulierung und Unterstützung grüner Startups noch besser werden?

Programm

Begrüßung durch Norbert Herrmann (SenWEB) und Christian Nestler (IHK Berlin)

Vorstellung zentraler Ergebnisse des Green Startup Report 2026: Prof. Dr. Klaus Fichter, Borderstep Institut

Innovate! Call: Ein neues Förderformat für grüne Start-ups, Made in Berlin! Martin Rahmel, Managing Director, innovate! lab gGmbH

Paneldiskussion
Moderation: Prof. Dr. Klaus Fichter

Es diskutieren:

Tuba Bozkurt, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Marco Hahnfeld, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin (CDU)

Katrin Robeck, Geschäftsführerin, IBB Ventures

Philipp von Bieberstein, Geschäftsführer, Climatiq

Theresa Schuhmann, Co-Founder & Operations, ReCircle Impact

Giorgi Shuradze, CEO, CinSOIL

Networking mit Fingerfood


Warum mitmachen?

Grüne Startups sind Treiber für eine moderne, zukunftsfähige Wirtschaft und spielen eine zentrale Rolle für Berlins Ziel, bis 2045 klimaneutral zu werden. Mit fast 1.000 grünen Startups ist Berlin der bundesweite Hotspot für nachhaltige Geschäftsmodelle. Der Green Startup Report 2026 zeigt jedoch auch eine abnehmende Gründungsdynamik auf, die auf verschobene Aufmerksamkeit hin zu Themen wie KI und Verteidigung sowie unsichere Rahmenbedingungen zurückzuführen ist.

Über den Green Startup Report

Seit 2013 vermisst das Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit im Forschungsbereich Sustainable Entrepreneurship kontinuierlich das grüne Gründungsgeschehen in Deutschland und Europa. Ziel war dabei von Anfang an, die Rolle nachhaltiger Startups in der ökologischen Transformation besser zu verstehen und evidenzbasierte Empfehlungen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auszusprechen. In einer Reihe von Projekten wurden Entwicklungen, Potenziale und Herausforderungen grüner Gründungen systematisch analysiert.

Mit dem Green Startup Report führt das Borderstep Institut seine Forschung zur Entwicklung grüner Gründungen in Deutschland fort. Der Report knüpft an die bisherigen Projekte Green Economy Gründungsmonitor (2013–2017) und Green Startup Monitor (2019–2024) an. Er erweitert diese um neue methodische Ansätze und Datengrundlagen.

Anmeldung und weitere Informationen

Wann: Mittwoch, 20. Mai 2026 | 15 – 17 Uhr

Wo: JUNI Startup Factories | Chausseestr. 8 | 10115 Berlin

Die Teilnahme ist kostenlos. Jetzt anmelden und mitdiskutieren!

Zur Anmeldung


 

Borderstep unterstützt GreenChem „innovate! call“

Grüne Start-ups leisten mit ihren Patenten einen wesentlichen Beitrag zur Transformation des Chemiesektors, vor allem durch neue Materialien, biochemische Verfahren und ressourceneffiziente Produktionsprozesse. Borderstep Direktor Prof. Dr. Klaus Fichter ist Mitglied der Jury im Förderprogramm innovate! call von greenCHEM.

Das Programm richtet sich an Forschende und Gründungsinteressierte aus dem Bereich der nachhaltigen Chemie, deren Technologien besonders anspruchsvolle Entwicklungsprozesse durchlaufen. In der Praxis stehen viele grüne Chemie-Start-ups vor ähnlichen Herausforderungen: fehlende Infrastruktur und Laborressourcen, hohe wissenschaftliche und regulatorische Komplexität, lange Entwicklungszyklen sowie die Überführung von Forschungsergebnissen in tragfähige Geschäftsmodelle.

Forschung und Expertise von Borderstep im Bereich nachhaltiger Chemie

Borderstep hat bereits im Forschungsprojekt Innovationen mit nachhaltiger Chemie zu diesem Thema geforscht. Die Ergebnisse wurden in der Studie Innovationen nachhaltiger Chemie. Machbarkeitsstudie zu Förder- und Finanzierungsinstrumenten für Start-ups des Umweltbundesamts veröffentlicht. Die Studie beleuchtet die Potenziale und Herausforderungen nachhaltiger chemischer Innovationen und zeigt auf, wie diese in die Praxis übertragen werden können.

Auch im Green Startup Report 2026 wird das Thema nachhaltige Chemie aufgegriffen. Ein besonderes Spotlight liegt auf Patenten im Bereich nachhaltiger Chemie. Der Report analysiert aktuelle Trends und zeigt, wie Start-ups durch innovative Lösungen und Patente die Transformation der chemischen Industrie vorantreiben. Besonders hervorgehoben wird dabei die Bedeutung von Know-How-Schutz für die Skalierung nachhaltiger Technologien sowie die Rolle von Förderprogrammen wie dem innovate! call für die Unterstützung junger Unternehmen.

Wie der innovate! call grüne Chemie-Start-ups unterstützt

In der Praxis stehen viele grüne Chemie-Start-ups vor ähnlichen Herausforderungen: fehlende Infrastruktur und Laborressourcen, hohe wissenschaftliche und regulatorische Komplexität, lange Entwicklungszyklen sowie die Überführung von Forschungsergebnissen in tragfähige Geschäftsmodelle.

Der innovate! call setzt an dieser Stelle an. Im Rahmen eines laboreingebetteten Validierungsprogramms werden Technologien und Geschäftsmodelle parallel geprüft, um die Machbarkeit der Ideen zu bestätigen. Ziel ist es, die Entwicklung nachhaltiger chemischer Innovationen zu unterstützen und deren Anwendungsperspektiven zu verbessern.

Zu den zentralen Elementen des greenCHEM-Programms zählen:

  • eine Validierungsphase von bis zu zwölf Monaten in Berlin,
  • eine Förderung von über 700.000 Euro ohne Unternehmensbeteiligung,
  • der kostenfreie Zugang zu Laboren und Infrastruktur.

Das Programm richtet sich international aus und hat Bewerbungen aus verschiedenen Ländern erhalten. Aktuell befindet sich der innovate! call in der Auswahlphase.

Weitere Informationen zum Programm: https://www.greenchem.berlin/innovate-call