Wissen ist Macht. (Francis Bacon)

Promotorennetzwerk (Innovation Community)

Was ist ein Promotorennetzwerk (Innovation Community)?

Eine Innovation Community ist ein Netzwerk von gleich gesinnten Personen, oft aus mehreren Unternehmen und verschiedenen Institutionen. Als Promotoren arbeiten sie eng zusammen und treiben so über Organisationsgrenzen hinweg gemeinsam ein konkretes Innovationsvorhaben voran. Die Promotoren agieren auf verschiedenen Ebenen eines Innovationssystems (betriebliche Ebene, Wertschöpfungskettenebene, regionale bzw. nationale Ebene des Innovationssystems) und können ebenenübergreifend kooperieren.

Wie unterscheiden sich eine Innovation Community von anderen Formen sozialer Netzwerke? Die Innovation Community bezieht sich immer auf ein konkretes Innovationsvorhaben bzw. auf ein bestimmtes Innovationsfeld. Alle Mitglieder der Innovation Community spielen in dem betreffenden Innovationsprozess eine Promotorenrolle. Die Community-Mitglieder kooperieren eng und häufig auch informell. Sie nehmen sich als „Team“ wahr und verfügen über eine Gruppenidentität (Teamgeist).

PUE Power Usage Efficiency

Was bedeutet der PUE-Wert (Power Usage Efficiency) bei Rechenzentren?

Die Kennzahl PUE gibt an, welchen zusätzlichen Energiebedarf die Rechenzentrumsinfrastruktur benötigt. Sie ist also die zentrale Kennzahl zur Bewertung der Energieeffizienz von Rechenzentrumsinfrastruktur und des Gebäudes.

Die Kennzahl PUE (Power Usage Efficiency) gibt an, welchen zusätzlichen Energiebedarf die Rechenzentrumsinfrastruktur benötigt. Sie ist also die zentrale Kennzahl zur Bewertung der Energieeffizienz von Rechenzentrumsinfrastruktur und des Gebäudes.

Ein PUE von 1,5 bedeutet, dass für jede Kilowattstunde (kWh), die an Server, Speicher und Netzwerkgeräte geht, eine halbe kWh zusätzlich für RZ-Infrastruktur wie Kühlung, Stromverteilung und Beleuchtung verbraucht wird. Sie zeigt also das Verhältnis zwischen dem Gesamtenergieverbrauch eines Rechenzentrums und dem Energieverbrauch der IT-Hardware.

Ein niedriger PUE-Wert gilt als effizient – doch er sollte nur als Indikator für die zusätzlichen Energieverbräuche des Gebäudes und der Kühlinfrastruktur verwendet werden – nicht für das ganze Rechenzentrum.

Rechenzentren: Ein PUE von 1,5 bedeutet, dass für jede Kilowattstunde (kWh), die an Server, Speicher und Netz-werkgeräte geht, eine halbe kWh zusätzlich für Kühlung, Stromverteilung oder Beleuchtung ver-braucht wird. Sie zeigt also das Verhältnis zwischen dem Gesamtenergieverbrauch eines Rechen-zentrums und dem Energieverbrauch der IT-Hardware. Ein niedriger PUE-Wert gilt als effizient – doch er sollte nur als Indikator für die zusätzlichen Energieverbräuche des Gebäudes und der Küh-linfrastruktur verwendet werden – nicht für das ganze Rechenzentrum.

Warum PUE allein nicht ausreicht?

Eine niedrige PUE ist wichtig, aber sagt nicht alles über die Nachhaltigkeit eines Rechenzentrums aus. Erst im Zusammenspiel mit WUE, REF und ERF lassen sich die ökologischen Wirkungen des Rechenzentrumsbetriebs bewerten. Die Herausforderung liegt in der Abwägung zwischen Effizienz, Umweltwirkungen und  Ressourcennutzung – für wirklich nachhaltige IT-Infrastrukturen.

Wichtige KPI zur Effizienz von Rechenzentren

Mehr zum Thema

Facts & Figures zu Rechenzentren in der EU

Assessment of the Energy Performance and Sustainability of Data Centres in the EU

radikale Systeminnovationen

Was ist eine radikale Systeminnovation?

Mit radikalen Systeminnovationen sind solche Innovationen gemeint, die grundlegende Veränderungen gesamter Versorgungssysteme (Stromerzeugungs-, Verteilungs- und Nutzungssysteme, gebäudebezogene Wärmeversorgungssysteme usw.) oder infrastrukturgebundener Produktnutzungssysteme wie z.B. Elektromobilität umfassen.

Re-Innovation

Was ist eine Re-Innovation?

Re-Innovation ist die Wiederentdeckung „vergessener“ altbewährter Lösungen (z.B. im Bereich Landbau, Eigenproduktion etc.) und ihrer aktuellen und zeitgemäßen Adaption.

Reboundeffekt

Was ist ein Reboundeffekt?

Der Reboundeffekt ist ein Feedback-Mechanismus, der dazu führt, dass Einsparpotenziale von Effizienzsteigerungen nicht oder nur teilweise verwirklicht werden.

Die Bezeich­nung „Rebound“ (Englisch für Rück­prall) rührt daher, dass die Erwar­tung, einen Energie- oder Stoff­fluss durch Effizienzerhöhung in einem bestimmten Umfang zu ver­ringern, nicht oder nicht in vollem Umfang ein­tritt. Der Grund hierfür kann z.B. darin liegen, dass durch höhere Effizienz der Gebrauch eines Gutes attraktiver wird und der Markt schneller wächst, als die Effizienz zunimmt.

Dieser Mechanismus wurde erstmals von Wilhelm Stanley Jevons im Jahr 1865 beschrieben. Khazzoom (1980) und Brooks (1990) haben ihn in die aktuelle wissen­schaft­liche Diskussion eingeführt. Seither haben sich Begriff und Kon­zept des Reboundeffekts ausdifferenziert.

Rechenzentrum

Was ist ein Rechenzentrum?

Ein Rechenzentrum ist ein Gebäude bzw. eine Räumlichkeit, in denen die zentrale Rechentechnik (Server, aber auch die zum Betrieb notwendige Infrastruktur) einer oder mehrerer Firmen oder Organisationen untergebracht ist. Dabei muss es sich zumindest um einen eigenständigen Raum mit sicherer Stromversorgung und Klimatisierung handeln.

Bestandteile eines Rechenzentrums

REF Renewable Energy Factor

Was bedeutet der REF (Renewable Energy Factor) bei Rechenzentren?

REF: Der Renewable Energy Factor bewertet den Anteil des Energieverbrauchs eines Rechenzentrums aus erneuerbaren Quellen. Er wird als Verhältnis oder Prozentsatz ausgedrückt, wobei ein REF von 1,0 bedeutet, dass der gesamte Energieverbrauch aus erneuerbaren Quellen stammt.Der REF (Renewable Energy Factor) bewertet den Anteil des Energieverbrauchs eines Rechenzentrums aus erneuerbaren Quellen. Er wird als Verhältnis oder Prozentsatz ausgedrückt, wobei ein REF von 1,0 bedeutet, dass der gesamte Energieverbrauch aus erneuerbaren Quellen stammt.

Weitere zentrale Kennzahlen zur Bewertung der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit von Rechenzentren sind PUE Power Usage Efficiency, ERF Energy Reuse Factor und WUE Water Efficiency Factor.

Wichtige KPI zur Effizienz von Rechenzentren

Mehr zum Thema

Facts & Figures zu Rechenzentren in der EU

Bericht: Assessment of the Energy Performance and Sustainability of Data Centres in the EU

Reichweitenangst

Was versteht man unter Reichweitenangst?

Reichweitenangst (engl. range anxiety) bezeichnet die Sorge von Autofahrenden, dass die Batterie eines Elektrofahrzeugs nicht ausreicht, um die gewünschte Strecke ohne Ladepause zu bewältigen. Die Reichweitenangst zählt zu den häufigsten Vorbehalten gegenüber der Elektromobilität.

Hintergrund:

Historisch entstand sie durch frühe E-Auto-Modelle mit geringen Batteriekapazitäten (z. B. BMW i3 mit ca. 150 km Reichweite) und langsamen Ladezeiten. Heute verfügen die meisten neuen Modelle über 40 – 60 kWh Batterien und Reichweiten von über 300 km, Schnellladen ist in 20 – 30 Minuten möglich.

Aktuelle Fakten:

  • Durchschnittliche tägliche Fahrstrecke in Deutschland: ca. 35 km
  • Ladeinfrastruktur in Deutschland im internationalen Vergleich sehr gut: Verhältnis E-Auto zu Ladepunkt ca. 9,8:1 (besser als Norwegen mit 27,5:1)
  • Reichweite moderner Modelle: oft 300 – 500 km real

Relevanz für die Praxis:

Die Reichweitenangst ist zunehmend unbegründet, wirkt jedoch weiter als psychologische Kaufbarriere. Aufklärung über reale Reichweiten, Ladezeiten und die tatsächliche Fahrpraxis kann helfen, diese Hürde abzubauen.

Mehr zum Thema:

Clausen, J. (2025). Verbrenner oder Elektro? Ein Vergleich der Vor- und Nachteile. Berlin: Borderstep Institut. Kostenloser Download

Resilienz

Was ist Resilienz?

Der Begriff der Resilienz (Widerstandsfähigkeit) stammt ursprünglich aus der Psychologie. Er wurde in den 1970er Jahren durch die Ökosystemforschung aufgegriffen, um die Fähigkeit eines Ökosystems zu charakterisieren, angesichts von ökologischen Störungen seine grundlegende Organisationsweise zu erhalten.

In der Klimaanpassungsforschung wird aufbauend auf dem Konzept der Verwundbarkeit Resilienz als die Fähigkeit eines Akteurs oder Sektors verstanden, Schockereignisse wie z.B. Extremwetter oder andere Arten von „Störungen“ so aufzufangen, dass Systemzusammenbrüche vermieden werden.

Besondere Bedeutung hat Resilienz für Infrastrukturen wie Straßen, die Stromversorgung oder Kommunikationssysteme. Unternehmen können z.B. dann als resilient bezeichnet werden, wenn sie ihre Produktion bzw. die Erbringung ihrer Dienstleistungen trotz Einwirken von erwartbaren und unerwarteten Ereignissen weiterhin erbringen können, d.h. in der Lage sind, ihre Lieferfähigkeit und Zahlungsfähigkeit dauerhaft aufrechtzuerhalten (Fichter & Stecher 2011).

Ressourceneffizienz

Was ist Ressourceneffizienz?

Ressourceneffizienz ist das Verhältnis eines bestimmten Nutzens oder Ergebnisses zum dafür nötigen Ressourceneinsatz. Ein oft verwendeter Indikator für die Ressourceneffizienz ist die Wertschöpfung in Bezug auf den damit verbundenen Ressourcenverbrauch. Im umweltwissenschaftlichen Sprachgebrauch ist mit Ressourceneinsatz der Einsatz von natürlichen Ressourcen gemeint. Nicht zu verwechseln mit Rohstoffeffizienz.