Wissen ist Macht. (Francis Bacon)

Energieflexibilität

Was ist Energieflexibilität?

Unter Energieflexibilität bzw. einer Flexibilitätsoption wird die Fähigkeit einer Anlage verstanden, sich durch Leistungsänderung schnell an Markt- oder Systemsignale des Energiesektors anzupassen.

Flexibilisierbare Anlagen können z.B. Energieerzeuger- (z.B. Kraft-Wärme-Kopplung), Verbraucher- (z.B. Wärmepumpen) oder Speicheranlagen (z.B. Batterien) sein. Die Flexibilität dieser Anlagen kann genutzt werden, um dargebotsabhängige Stromerzeugung aus Sonnen- und Windenergie besser in den Strommarkt bzw. das Stromnetz zu integrieren.

Entrepreneurship (Unternehmertum)

Was ist Entrepreneurship (Unternehmertum)?

Entrepreneurship (Unternehmertum) ist die Entdeckung, Bewertung und Ausschöpfung von Chancen zur Entwicklung und Durchsetzung innovativer Lösungen. Entrepreneurship heißt kreative Antworten auf Umfeldveränderungen und neue Herausforderungen zu finden („creative response“).

Unternehmerisches Handeln drückt sich z.B. in der Vorbereitung und Umsetzung einer Unternehmensgründung, in der Entwicklung neuer Geschäftsfelder innerhalb eines bestehenden Unternehmens oder in der erfolgreichen Vermarktung von Produkten aus.

ERF Energy Reuse Factor

Was bedeutet der ERF (Energy Reuse Factor) bei Rechenzentren?

REF: Der Energy Reuse Factor bewertet, wie energieeffizient ein Rechenzentrum ist. Er gibt an, wie viel der verbrauchten Energie – insbesondere durch die entstehende Abwärme – für andere Zwecke wiederverwendet wird. Diese überschüssige Energie kann beispielsweise zur Beheizung von Gebäuden, zur Warmwasserbereitung oder zur Einspeisung in Fern- und Nahwärmenetze genutzt werden.

Der ERF (Energy Reuse Factor) bewertet, wie umfassend die theoretisch entstehende Abwärme eines Rechenzentrums genutzt wird. Er gibt an, wie viel der verbrauchten Energie – insbesondere durch die entstehende Abwärme – für andere Zwecke wiederverwendet wird. Diese überschüssige Energie kann beispielsweise zur Beheizung von Gebäuden, zur Warmwasserbereitung oder zur Einspeisung in Fern- und Nahwärmenetze genutzt werden.

Der Wert liegt zwischen 0 und 1: Ein ERF von 1 bedeutet, dass die gesamte eingesetzte Energie vollständig wiederverwendet wird. Das ist in der Praxis jedoch kaum erreichbar, da beim Transport oder bei der Nutzung der Abwärme immer Energie verloren geht bzw. auch vom Bedarf des Wärmeabnehmers abhängt. Ein ERF von 0 bedeutet dagegen, dass keine Energie zurückgewonnen wird.

Die Nutzung von Abwärme aus Rechenzentren bietet eine große Chance

Allein in Deutschland lag 2024 der Stromverbrauch von Rechenzentren laut Borderstep Institut bei 20 Terrawattstunden. Und der Digitalverband Bitkom schätzt, dass in Deutschland theoretisch 350.000 Wohnungen mit der bislang weitestgehend ungenutzten Abwärme aus den aktuell existierenden 90 deutschen Großrechenzentren versorgt werden könnten.

Mehr zum Thema

Facts & Figures zu Rechenzentren in der EU

Bericht: Assessment of the Energy Performance and Sustainability of Data Centres in the EU

ESG

Was ist ESG?

„ESG“ steht für Environment, Social und Governance und umfasst Kriterien, die zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Unternehmen dienen. Eine ESG-Bewertung prüft, inwieweit wirtschaftliche Tätigkeiten negative Wirkungen auf die Umwelt (Environment) sowie die Gesellschaft (Social) haben und ob eine transparente und gesetzeskonforme Unternehmensführung praktiziert wird (Governance).

Der Fokus von ESG liegt darauf, Schäden zu vermeiden („Do no harm“) und nimmt damit eine risikoorientierte Sicht auf das Thema Nachhaltigkeit ein.

Das ESG-Konzept prägt eine Reihe von regulatorischen Initiativen, wie z.B. die EU-Taxonomie-Verordnung, die darauf abzielt, den Grad der ökologischen Nachhaltigkeit einer Investition oder einer wirtschaftlichen Tätigkeit zu bestimmen. Auch die Corporate Sustainable Reporting Directive der EU oder das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz rücken das ESG-Konzept in den Fokus, indem sie im Kern einer Strategie zur Risiko- und Schadensvermeidung folgen.

ESG steht für Environment, Social und Governance und umfasst Kriterien, die zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Unternehmen dienen.

Evolutorische Ökonomik

Was ist Evolutorische Ökonomik?

Die evolutorische Ökonomik kennzeichnet sich durch eine dynamische Perspektive, also die Betrachtung von Veränderungsprozessen. Dabei ist der Ablauf der Zeit von Bedeutung, da Vergangenes nicht mehr verändert werden kann, dafür die Entwicklung in der Zukunft aber prinzipiell verlaufsoffen ist. Zentrale Forschungsfragen der evolutorischen Ökonomik richten sich auf das Zustandekommen von Neuerungen und deren Verbreitungsprozess am Markt.

Exnovation

Was ist eine Exnovation?

Unter Exnovation versteht man die Beendigung (nicht nachhaltiger) Praktiken, Technologien oder Nutzungssysteme. Beispiele für Exnovation sind der Beschluss der Bundesregierung zum Atomausstieg oder das EU-Glühbirnenverbot.