Fachforen: Neue Ansätze für eine nachhaltige Innovations- und Gründungsförderung
  • © Cordula Giese

Borderstep Impact Fachforen

15. Mai 2017

1 StartGreen: Neue Ansätze nachhaltiger Gründungsförderung

Gemeinsame Veranstaltung des Borderstep Instituts und des Bundesverbandes Deutscher Innovations-, Technologie- und Gründerzentren e.V. (BVIZ)

Moderation: Alexander Schabel, Borderstep Institut

Wie der Borderstep Green Economy Gründungsmonitor 2015 zeigt, liegt der Anteil grüner Gründungen an allen Betriebsgründungen in Deutschland mittlerweile bei rund 17 %. Der Querschnittssektor Green Economy, der Start-ups im Bereich Erneuerbare Energien, Energie- und Ressourceneffizienz, Elektromobilität, grüne Informationstechnik, Kreislaufwirtschaft und weitere grüne Zukunftsmärkte umfasst, ist damit nach dem Handel heute bereits das größte Gründungsfeld in Deutschland. Grüne Gründungen sind damit sowohl volkswirtschaftlich und innovationspolitisch als auch mit Blick auf Energiewende und Klimaschutz von immenser Bedeutung. Außerdem sind Aspekte der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit in zunehmenden Maße ein Erfolgsfaktor für Start-ups in anderen Gründungsfeldern, ob im Bereich Digitalisierung, Medizin, Gesundheit oder Dienstleistungen. Die Gründungsförderung hat diesen Trend bislang allerdings nur punktuell aufgegriffen. Auch wenn es bereits vorbildliche Angebote für grüne Gründerinnen und Gründer gibt, in einem Großteil der staatlichen und privatwirtschaftlichen Gründungsförderprogramme wird der Megatrend Nachhaltigkeit bislang nicht aufgegriffen. Ob es einen Paradigmenwechsel in der Gründungsförderung braucht und wie er ggf. aussehen muss, ist Gegenstand des Fachforums. mehr


2 Innovation Communities für die Energiewende

Gemeinsame Veranstaltung des Borderstep Instituts und der Verbundpartner der Vorhaben ProSHAPE und WindNODE

Session Chair Dr. Severin Beucker, Borderstep Institut

Die Energiewende erfordert systemische und unternehmerische Innovationen. Bisher haben sich die politisch-rechtlichen Bemühungen stark darauf konzentriert, den Anteil erneuerbarer Energien an der Erzeugung zu erhöhen. Es wird jedoch deutlich, dass es für das Gelingen der Energiewende zunehmend auf Lösungen ankommt, die helfen, marktliche Barrieren und dominante Investitionslogiken zu überwinden. Traditionelle Märkte der Energiewirtschaft schwinden und werden zunehmend durch neue (digitale) Geschäftsmodelle ersetzt. Neue Ansätze werden vor allem in den Bereichen Effizienz, Dezentralität und der Versorgung mit fluktuierenden, erneuerbaren Energien gesucht. Diese werden verstärkt durch junge Unternehmen und branchenfremde Akteure entwickelt, die Nischen besetzen und diese erfolgreich ausbauen. Sie sammeln und vermarkten z.B. virtuelle Kraftwerks- oder Speicherkapazitäten, entwickeln neue Abrechnungs- und Contractingmodelle oder verknüpfen digitale Energiedienstleistungen mit Angeboten aus den Sektoren Wohnen und Mobilität. Eine Stärke solcher Akteure ist, dass sie Wertschöpfungsketten neu denken und die notwendigen Investitionen und Risiken durch Kooperation mit etablierten (z.B. Energiewirtschaft) als auch mit neuen Branchen (z.B. Wohnungs- oder Dienstleistungswirtschaft) verteilen. So entsteht ein dynamisches Umfeld, in dem Innovationsnetzwerke eine wichtige Rolle spielen. Was sind erfolgreiche Beispiele für solche neuen Wertschöpfungs –und Geschäftsmodelle? Wer sind die neuen Akteure und in welchen Netzwerken setzen sie ihre Lösungen um? Was sind die Erfolgsfaktoren ihrer Zusammenarbeit und wie verändern ihre Innovationen die Energiewirtschaft? Diese Fragen möchte das Fachforum diskutieren. mehr


3 Innovationsallianzen Green Computing

Gemeinsame Veranstaltung des Borderstep Instituts und der Aktionslinie Hessen-IT

Session Chair Ralph Wölpert, Vorsitzender BITKOM AK Rechenzentrum, Dr. Ralph Hintemann, Borderstep Institut

Der Energie- und Ressourcenbedarf der IKT steigt durch die Digitalisierung immer stärker an. So ist die IKT für acht Prozent des Strombedarfs in Deutschland verantwortlich und jährlich werden mehr und mehr Rohstoffe für die Produktion von Smartphones, Tablets, Server und Co. benötigt. Auch wenn die IKT-Branche allgemein als sehr innovativ gilt und neue Lösungen oft sehr schnell eingeführt werden, so sind beim Einsatz von energie- und ressourceneffizienten Innovationen oft erhebliche Hemmnisse und Barrieren zu überwinden. Für die schnelllebige IKT-Branche sind Innovationsallianzen von Unternehmen ein vielversprechendes Instrument der staatlichen Förderung von neuen Umwelttechnologien. In den letzten zehn Jahren ist eine Reihe von solchen Initiativen entstanden, wie z.B. die Green IT Allianz der deutschen IKT-Wirtschaft, die Innovationsallianz Rechenzentren in Hessen, das Netzwerk GreenIT BB oder das Konsortium GreenIT Amsterdam. Einige dieser Initiativen konnten z.T. beachtliche Erfolge erzielen. Es ist aber alles andere als selbstverständlich, dass solche Innovationsallianzen die in sie gesetzten Ziele erreichen. Es gilt, die wesentlichen Erfolgsfaktoren zu identifizieren und Empfehlungen für die praktische Umsetzung von Innovationsallianzen zu erarbeiten. mehr


4 Smart Impact: Diffusion von Nachhaltigkeitsinnovationen

Session Chair Dr. Martin Hirschnitz-Garbers, Senior Fellow, Ecologic Institut, Wissenschaftliche Koordination des BMBF Förderschwerpunktes Nachhaltiges Wirtschaften, Dr. Jens Clausen, Borderstep Institut

Knapp zwei Drittel der in Deutschland in den letzten Jahrzehnten eingeführten und für den Wandel zur Green Economy wichtigen Nachhaltigkeitsinnovationen verfügen in den jeweiligen Zielmärkten gegenwärtig noch nicht einmal über 10 % Verbreitungsgrad. Obwohl ein erheblicher Teil dieser Innovationen durchaus über Potenzial (gemessen mit dem von Borderstep entwickelten Indikator der Diffusionsdynamik) zur Diffusion zu verfügen scheint, bleibt ein Wachstum der Verbreitung jedoch aus unterschiedlichen Gründen aus. Im UBA-Projekt Umweltinnovationen und ihre Diffusion als Treiber der Green Economy werden die Gründe für die langsame Diffusion vieler Innovationen gegenwärtig durch das Borderstep Institut analysiert. Um eine umweltentlastende Wirkung zu erreichen ist daher von hoher Bedeutung, eine Neufokussierung des umweltpolitischen Instrumentariums auf das Diffusionsthema zu erreichen. Weiter ist es notwendig, die Aktivitäten der Transformationsforschung über das „Nischenmanagement“ hinaus stark auf die „Akzellerationsphase“ zu fokussieren. mehr


5 Impact Investment für grüne Start-ups: Mobilisierung von „Sustainable Business Angels“

Gemeinsame Veranstaltung des Borderstep Instituts und der Verbundpartner des NKI-Vorhabens GreenUpInvest

Session Chair und Co-Chair Dr. Linda Bergset, Borderstep Institut, Sascha Schubert Bundesverband Deutsche Start-ups

Empirische Ergebnisse des Borderstep Instituts haben gezeigt, dass ein optimiertes Matching zwischen grünen Gründern und Investoren aus vielen Gründen sinnvoll sein könnte: Viele Investoren verstehen nicht die umweltbedingten Grundlagen der Geschäftsmodelle grüner Start-ups. Es gibt mittlerweile zahlreiche erfolgreiche grüne Unternehmer und Unternehmerinnen in Deutschland. Diese wissen aus eigener Erfahrung um die vielfältigen Herausforderungen, die grüne Startups durchlaufen – nicht nur wenn es um Finanzierungsfragen geht. Dieses Fachforum widmet sich deswegen der folgenden Frage: Wie können grüne Unternehmer und Unternehmerinnen mobilisiert werden, als Investor/in tätig zu werden – sei es als Business Angel, in einem Family Office oder durch Corporate VC im eigenen Unternehmen? Sollten hier erfolgreiche Beispiele sichtbarer gemacht werden? Wäre eine Vernetzung interessierter Investoren sinnvoll? Das Fachforum sucht praxisrelevante, aussichtsreiche Strategien für die Mobilisierung grüner, erfolgreicher Unternehmer, als Investor tätig zu werden. mehr