Verbesserung der Finanzierungsbedingungen für grüne Start-ups in Deutschland
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Green Start-Up Investment Alliance

GreenUpInvest

  • 09/2015 – 08/2018

StartUp4Climate_Logo_Positiv_rgb Aus Sicht von Finanzdienstleistern stellen Start-ups immer ein Risiko dar. Doch warum haben es grüne Start-ups häufig schwerer, an Geld zu kommen? Welche Förderung braucht grünes Unternehmertum? Wie lassen sich Finanzierungsbedingungen verbessern? Und wie gelingt über Gründerunterstützung mehr Umwelt- und Klimaschutz? Mit diesen Fragen setzte sich das praxisorientierte Vorhaben auseinander.

Nachhaltige Grundlageninnovationen zu entwickeln und zu vermarkten braucht Zeit – oft zu viel aus der Perspektive vieler Investoren. Ihre kurzfristigen Renditeerwartungen stehen nicht im Einklang mit dem zum Teil erst langfristigen gesamtgesellschaftlichen Nutzen grüner Produkte und Dienstleistungen. Doch auf dem Weg zur Finanzierung sind grüne Start-ups mit weiteren Problemen konfrontiert.

Das Projekt GreenUpInvest analysierte deswegen zunächst die Hemmnisse und arbeitete die Potenziale der Frühphasenfinanzierung für grüne Start-ups sowie der grünen Gründerförderung heraus.

Darauf aufbauend wurden vielfältige praxisorientierte Netzwerkaktivitäten mit den einschlägigen Partnern – dem Bundesverband Deutsche Startups, dem Business Angels Netzwerk Deutschland und dem Forum Nachhaltige Geldanlagen – initiiert, um das Zusammenkommen von Investoren und grünen Start-ups in der Praxis zu erleichtern.

Ergebnisse aus GreenUpInvest:

  • Um die Vernetzung und den Austausch unter grünen Start-ups zu verbessern, wurde im Bundesverband Deutsche Startups die Plattform Green Startups Netzwerk geschaffen. Durch die wiederkehrenden Formate u. a. Green Startups Frühstück und Green Startups Camp wurde diese mit Leben gefüllt.
  • Der Leitfaden zur Nachhaltigkeitsbewertung von Start-ups: Ein Praxistool für Gründerteams, Investoren und Fördermittelgeber wurde mit dem Forum Nachhaltige Geldanlagen entwickelt und mit einschlägigen Netzwerkpartnern in der Praxis etabliert. Mit ihm bekommen Investoren eine erweiterte Grundlage für die Finanzierungsentscheidung, bei der nicht nur monetäre, sondern auch nachhaltige (Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung) Konsequenzen der Gründeraktivität bewertet werden können. Außerdem wird den Start-ups ein Instrument zur Selbstevaluierung ihres Nachhaltigkeitspotenzials an die Hand gegeben.
  • Ein qualitativ hochwertiges und stark nachgefragtes Matching-Format – das High-Level-Matching – wurde mit dem Business Angels Netzwerk Deutschland entwickelt und etabliert. Bei den im Vorhaben vorgesehenen zwei Terminen nahmen 242 Investoren, Gründer und Multiplikatoren
  • Um den Finanzierungsmarkt für grüne Start-ups etwas transparenter zu machen als er am Anfang des Vorhabens war, wurden Online-Angebote auf StartGreen entwickelt und die entsprechenden Inhalte kontinuierlich erweitert. Dazu gehören auch Ergebnisse aus anderen Tätigkeiten im Vorhaben. Unter anderem sind hier folgende Inhalte auffindbar: In Deutschland und im Ausland getätigte „Green Deals“, Profil-Erweiterungen zu Finanzierungsfragen sowohl bei den Start-ups als auch bei den Investoren und Best Practices in Finanzierung für grüne Start-ups.
  • Als weitere Orientierung für grüne Start-ups wurde ein Marktüberblick in Form der Broschüre Finanzierungsmöglichkeiten für „grüne“ Start-ups als komprimierter praxisorientierter Einstieg veröffentlicht.
  • Da für viele grüne Start-ups der Kapitalbedarf frühzeitig sehr hoch sein kann, wurde im Vorhaben ein Leitfaden Best Practice Syndizierung für interessierte Investoren veröffentlicht. Durch Syndizierung und Pooling von Frühphaseninvestments im Bereich der Green Economy können Investoren ihre Ressourcen bündeln und ihr eigenes Risiko verringern.
  • Um die Trends und Entwicklungen der Finanzierung über eine Zeitspanne abbilden und vergleichen zu können, wurde der Green Start-up Investment Monitor entwickelt. Dieser leistet einen Beitrag zu mehr Transparenz in einem relativ intransparenten Umfeld. Aktuelle Zahlen finden sich sowohl in der Sonderauswertung des Green Economy Gründungsmonitor 2017 als auch auf den Finanzierungsseiten von StartGreen. Eine Fortführung dieser Monitoring-Aktivitäten findet im Rahmen des Green Startup Monitors ab 2019 statt.
  • Der Abschlussbericht für GreenUpInvest stellt die Aktivitäten im Vorhaben kurz und bündig dar und beinhaltet Forschungserkenntnisse, Empfehlungen an die Politik sowie einen Überblick über das Fortführen der Netzwerkaktivitäten über die Laufzeit des Vorhabens hinaus.

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung zeichnete das Vorhaben mit dem Qualitätssiegel „Werkstatt N“  aus. Es wird an richtungweisende Ideen und Projekte verliehen, die nachhaltiges Denken und Handeln im Alltag lebendig machen.

Weitere Informationen

Auszeichnungen

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Projektergebnisse

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