Borderstep unterstützt Gebäudeforum klimaneutral
Gemeinschaftlich geplante und vernetzte Versorgungssysteme können einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Energieversorgung leisten. Der neue Themenschwerpunkt „Gemeinschaftliche Versorgungskonzepte“ im Gebäudeforum klimaneutral zeigt, wie Gebäude im Quartier zusammen gedacht und innovative Systeme effizient genutzt werden können.
Der Schwerpunkt „Gemeinschaftliche Versorgungskonzepte“ beantwortet zentrale Fragen, die für Planung und Umsetzung entscheidend sind:
- Wann lohnt sich eine gemeinschaftliche Wärmeversorgung?
- Welche Betreibermodelle sind praktikabel?
- Welche Potenziale bieten kalte Nahwärmenetze, Abwärmequellen und andere innovative Technologien?
- Wie greifen Wärmeplanung und GEG ineinander?
Borderstep bringt sich als Mitglied des Partnernetzwerks mit Expertise und aktuellen Forschungsergebnissen ein und unterstützt die Weiterentwicklung des Themenfelds.
Für den vorliegenden Schwerpunkt steuerte Borderstep Mitgründer Dr. Jens Clausen den Leitfaden „Eine Einführung in die Wärmegewinnung aus Flusswasser“ bei. Der Leitfaden soll einen Beitrag dazu leisten, Flusswasser-Wärme in die kommunale Wärmeplanung zu integrieren.
Mehr zum Themenschwerpunkt hier.
Zukunftsfähigkeit von Unternehmen entsteht im Geschäftsmodell
Die Bertelsmann Stiftung hat die Studie Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz trotz Krise veröffentlicht. Autor ist Borderstep Senior Fellow Prof. Dr. Florian Lüdeke-Freund. Die Untersuchung zeigt, wie Unternehmen in Deutschland ihre Geschäftsmodelle weiterentwickeln und wie sich Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Nachhaltigkeit wechselseitig verstärken.
Für Borderstep ist diese Veröffentlichung ein wichtiger Meilenstein. Florian Lüdeke-Freund verantwortet den Forschungs- und Transferbereich Nachhaltige Geschäftsmodelle und entwickelt diesen gemeinsam mit Borderstep Direktor Prof. Dr. Klaus Fichter strategisch weiter. Die Forschungsallianz zwischen Borderstep und der ESCP Business School Berlin erhält durch die Studie zusätzlichen Schub. Sie verdeutlicht das wissenschaftliche Potenzial dieser Zusammenarbeit und stärkt die Forschung zu nachhaltigen Geschäftsmodellen.
Zentrale Ergebnisse der Studie
- Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen hat ihr Geschäftsmodell bereits aufgrund von Nachhaltigkeitsanforderungen angepasst.
- Geschäftsmodellentwicklung und Nachhaltigkeitsorientierung wirken wechselseitig und fördern Innovation.
- Unternehmen, die beides strategisch zusammendenken, erhöhen ihre Resilienz und reagieren schneller und wirksamer auf Krisen.
- Zukunftsorientierte Unternehmen beziehen mehr Stakeholder ein, erkennen Impulse früh und nutzen regulatorische und marktliche Entwicklungen als Chance.
Die Studie macht deutlich, dass Zukunftsfähigkeit im Geschäftsmodell verankert ist und dass nachhaltige Transformation ein wesentlicher Treiber unternehmerischer Stärke bleibt.
Borderstep wird den Forschungsbereich Nachhaltige Geschäftsmodelle gemeinsam mit Florian Lüdeke-Freund und der ESCP weiter ausbauen. Weitere Projekte sind bereits in Vorbereitung.
Zur Studie „Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz trotz Krise“ hier entlang.
Rechenzentren in Deutschland: Aktuelle Marktentwicklungen (Update 2025)
Das Borderstep Institut erstellt seit 2022 regelmäßig im Auftrag des Digitalverbands Bitkom e.V. die Studie „Rechenzentren in Deutschland: Aktuelle Marktentwicklungen“. Das Update 2025 wurde nun mit neuen Daten und Analysen vorgestellt.
Hier geht es zur Pressemitteilung des Bitkom
Künstliche Intelligenz treibt den Ausbau von Rechenzentren
Die Ergebnisse zeigen: Deutschland verzeichnet weiterhin ein dynamisches Wachstum seiner Rechenzentrumsinfrastruktur, maßgeblich getrieben durch Cloud-, KI- und Edge-Anwendungen.
- Der deutsche Rechenzentrumsmarkt erreicht 2025 eine installierte Gesamtkapazität von 2.980 MW (+9 % gegenüber dem Vorjahr).
- Besonders stark wächst das Segment der Colocation-Rechenzentren, das erstmals über 50 % der Gesamtkapazität stellt (+17,5 %).
- Haupttreiber sind der Ausbau von Cloud-Infrastrukturen (+16,5 % auf 1.450 MW) sowie die zunehmende Nachfrage nach KI- und Edge-Lösungen.
Zentrale Marktentwicklungen im Überblick
- 15 Milliarden Euro Investitionen in Deutschlands Rechenzentren im Jahr 2025
- Bis 2030: Rechenzentrumskapazitäten steigen um 70 %
- KI-Rechenzentren vervierfachen sich und erreichen rund 40 % Anteil an der Gesamtkapazität
- Energiebedarf steigt 2025 auf 21,3 Milliarden kWh
- Frankfurt bleibt Spitzenstandort, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg gewinnen stark an Bedeutung
Der Standortvorteil Deutschlands beruht weiterhin auf einer stabilen Netz- und Stromanbindung, einer starken wirtschaftlichen Infrastruktur und verlässlichen Rahmenbedingungen. Dennoch bleiben Engpässe im Stromnetz, lange Genehmigungsverfahren und Flächenknappheit zentrale Herausforderungen für das künftige Marktwachstum.
Hier können Sie die aktuelle Studie kostenlos herunterladen
Vorgängerstudien
- Rechenzentren in Deutschland: Aktuelle Marktentwicklungen – Stand 2024
- Rechenzentren in Deutschland: Aktuelle Marktentwicklungen (Update 2023)
- Rechenzentren in Deutschland: Aktuelle Marktentwicklungen – Stand 2022
Call for Papers: EURAM 2026
EURAM 2026 | 16.–19. Juni 2026 | University of Agder, Kristiansand (Norwegen)
Im Rahmen der European Academy of Management Conference 2026 (EURAM) lädt die Special Interest Group Innovation (SIG 06) zur Einreichung von Beiträgen für den Track „Innovation for Sustainability, Circularity and Green-tech“ ein.
Unter dem Konferenzthema „Navigating High Waters – Managing in an Age of Disruption“ beschäftigt sich der Track „Innovation for Sustainability, Circularity and Green-tech“ mit der Frage, wie Unternehmen ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen als Chancen für nachhaltige Innovationen nutzen können.
Im Mittelpunkt stehen Forschungsarbeiten zu nachhaltigkeitsorientierten Innovationsprozessen, zirkulären Geschäftsmodellen, grünen Technologien und Produkt-Service-Systemen, die zu einer nachhaltigen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft beitragen.
Der Track wird von einem internationalen Forschungsteam geleitet, darunter Prof. Dr. Klaus Fichter (Borderstep Institut), Prof. Dr. Erik G. Hansen (JKU Linz & Leuphana Universität Lüneburg), Prof. Dr. Frank Tietze (University of Cambridge) und weitere Partneruniversitäten.
Themenfelder (Auswahl)
- Nachhaltigkeitsorientierte Innovation und Entrepreneurship
- Circular Innovation & Green-Tech
- Nachhaltige Geschäftsmodelle und Ökosysteme
- Digitalisierung, IoT und Smart Products als Enabler für Nachhaltigkeit
- Übergänge zu nachhaltigen Produkt-Service-Systemen
- Diffusion, Skalierung und IP-Strategien bei SOI
Einreichung von Beiträgen
Beiträge können bis zum 7. Januar 2026, 14 Uhr belgische Zeit, über die EURAM-Konferenzplattform eingereicht werden. Hier finden Sie die Autorenrichtlinien
Alle Informationen zum Call for Papers finden Sie hier.
Über die EURAM
Die European Academy of Management ist eine 2001 gegründete wissenschaftliche Gesellschaft. Ihr Ziel ist es, die akademische Disziplin des Managements in Europa voranzutreiben. Mit Mitgliedern aus 60 Ländern weist EURAM ein hohes Maß an Vielfalt auf und bietet seinen Mitgliedern die Möglichkeit, Debatten über eine Vielzahl von Themen und Traditionen des Forschungsmanagements zu bereichern.
Über das Konferenzthema „Navigating High Waters“
Das Thema „Navigating High Waters“ der EURAM 2026 spiegelt die aktuellen Rahmenbedingungen für Organisationen und Management wider. Eine Welt geprägt von hoher Unsicherheit, komplexen Vernetzungen und disruptiven Veränderungen.
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Unternehmen sehen sich nicht mehr nur mit „klassischen“ Managementaufgaben konfrontiert, sondern mit tiefgreifenden Umwälzungen: geopolitische Risiken, rasante technologische Fortschritte, demografische Verschiebungen sowie zunehmende Regulierungsdichte.
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In dieser „stürmischen See“ braucht Management neue Kompetenzen: Agilität, Resilienz, Innovationsfähigkeit und ein holistisches Verständnis über alle Funktionen und Organisationsebenen hinweg.
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Der Begriff „High Waters“ steht sinnbildlich für Phasen, in denen gewohnte Managementparadigmen nicht mehr ausreichen. Stattdessen sind breite Perspektiven gefragt: Strategie, Marketing, Lieferketten, Human Resources und mehr.
Green Startup Report 2025 jetzt auf Englisch
Die englischsprachige Ausgabe des Green Startup Report 2025 des Borderstep Instituts ist ab sofort verfügbar. Damit steht die aktuelle Datenauswertung zur Entwicklung grüner Start-ups in Deutschland nun auch einem internationalen Fachpublikum zur Verfügung.
Die Studie basiert auf einer umfassenden empirischen Analyse: Über 12.000 junge Unternehmen wurden untersucht sowie mehr als 50.000 Handelsregistereinträge zu Investitionen ausgewertet.
Green Startup Report 2025: Nachhaltigkeit gewinnt weiter an Bedeutung
Der Green Startup Report 2025 zeigt zentrale Trends und Entwicklungen auf:
- Jede fünfte Gründung in Deutschland orientiert sich inzwischen klar an Nachhaltigkeit sowie Umwelt- und Klimaschutz.
- Das durchschnittliche Klimaschutzpotenzial eines sogenannten transformationsorientierten grünen Start-ups beträgt rund 30.000 Tonnen CO₂e pro Jahr. Der ökonomische Gegenwert (im EU-Emissionsrechtehandel) liegt bei etwa 2,4 Millionen Euro pro Jahr pro Unternehmen.
- Der Anteil von Frauen in Führungspositionen grüner Start-ups liegt bei 22 %, gegenüber 17 % in nicht-grünen Start-ups.
- Bereits 73 % der Fondsmanagerinnen und -manager berücksichtigen Klimaaspekte bei ihren Investitionsentscheidungen.
Die englische Ausgabe bietet damit eine fundierte Grundlage für internationale Analysen, Kooperationen und Investitionsentscheidungen im Bereich nachhaltiger Unternehmensgründungen.
Ausblick: Green Startup Report 2026
Die nächste Ausgabe des Green Startup Reports befindet sich bereits in Vorbereitung. Sie wird im Frühjahr 2026 veröffentlicht und die Entwicklungen der grünen Gründungsszene mit aktualisierten Daten und neuen Forschungsergebnissen beleuchten.
Blick in die Zukunft: Der Prototyp von EnerVi ist fertig
Der Prototyp der Webapplikation EnerVi ist nun fertiggestellt! Mit diesem Tool können Bürgerinnen und Bürger erstmals eigene „Zukunftsbilder“ erstellen – also sehen, wie ihr Zuhause oder ihre Umgebung unter verschiedenen Szenarien aussehen könnte. Ob Solar- oder Windkraftanlagen, nachhaltige Infrastruktur oder mögliche Folgen des Klimawandels wie Überschwemmungen oder Dürren – EnerVi macht diese Visionen sichtbar.
Was ist EnerVi?
Im Rahmen des Projekts Individualisierte Visualisierung von Energiewendemaßnahmen (EnerVi) entwickelt Borderstep gemeinsam mit Partnern in zwei Modellregionen – der Stadt Berlin und der Ortsgemeinde Neuerkirch im Hunsrück (Rheinland-Pfalz) – eine Webanwendung, die die Auswirkungen der Energiewende für Einzelne und Gemeinschaften visualisiert.
Ziel ist es, Menschen zu ermöglichen, ihr eigenes Umfeld mit KI-basierten Bildern zu verändern (z. B. Installation von Solarpanels, Windräder), unterschiedliche Zukunftsszenarien zu vergleichen (nachhaltiger Wandel vs. klimainduziertes Risiko), ihr Verhalten und ihre Entscheidungsprozesse zu reflektieren und ggf. nachhaltiger zu gestalten.
Was kann der Prototyp genau?
Mit dem neuen Prototyp lassen sich:
- Eigene Fotos oder Umgebungsbilder hochladen und Energiewendemaßnahmen darauf visualisieren.
- Zukunftsszenarien simulieren, etwa wie Klimaauswirkungen aussehen könnten, wenn nicht gehandelt wird.
- Maßnahmen in ihrer Wirkung gezeigt bekommen – sowohl persönlich als auch kollektiv, z. B. unterschiedliche Energieversorgung, Veränderungen im Konsumverhalten etc.
Warum das wichtig ist
EnerVi adressiert eine oft beobachtete Lücke: Viele Menschen sind sich der Probleme rund um Klimawandel und Energiewende bewusst. Doch es fehlt häufig an greifbaren Bildern – wie die Veränderungen konkret vor der Tür aussehen könnten. Der Prototyp soll genau diese Lücke schließen und zum Nachdenken, Mitmachen und Umsetzen anregen. Darüber hinaus bietet er Anhaltspunkte, wie Kommunen und Individuen handeln können – sei es durch Fördermaßnahmen, Gesetzesänderungen oder kleine Anpassungen im Alltag.
Ausblick & Beteiligung
Das Projekt läuft von April 2023 bis März 2026. In dieser Zeit wird der Prototyp weiterentwickelt, getestet und in den beiden Modellregionen eingesetzt, um Feedback zu sammeln und die Anwendung zu optimieren.
Wer mehr erfahren oder sich beteiligen möchte – sei es als Nutzerin oder Nutzer, Kommune oder in der Forschung –, dem stehen auf der Projektwebseite. weiterführende Informationen zur Verfügung.
Rechenzentren: Borderstep erstellt Bericht für EU-Kommission
Borderstep hat gemeinsam mit EY und AIT einen aktuellen Bericht im Auftrag der EU-Kommission veröffentlicht. Dieser identifiziert konkrete Ansätze zur Steigerung der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit von Rechenzentren in Europa.
Der Bericht Assessment of next steps to promote the energy performance and sustainability of data centres in EU, including the establishment of an EU-wide rating scheme analysiert den aktuellen Stand, zeigt Handlungsfelder auf und schlägt ein EU-weites Bewertungssystem (Rating Scheme) sowie Mindeststandards vor, um Fortschritte messbar zu machen.
Der Bericht umfasst mehrere zentrale Handlungsfelder:
- EU-weites Bewertungssystem (Rating Scheme). Vorschlag für ein standardisiertes Label, das ökologische Kriterien wie Energie- und Wasserverbrauch, Anteil erneuerbarer Energien, Abwärmenutzung und Hardware-Zirkularität bewertet.
- Mindeststandards (MPS). Definition von Kennzahlen wie PUE, WUE und REF, basierend auf Daten von über 700 Rechenzentren, um Effizienz und Ressourcenschonung zu fördern.
- Strategie für einen klimaneutralen Rechenzentrumssektor 2030. Analyse der Machbarkeit von Net-Zero-Ansätzen und Empfehlungen für Übergangsstrategien.
- Förderung von Innovationen. Empfehlungen für technische Optimierungen, etwa effizientere Kühlsysteme, energiesparende Hardware und bessere Nutzung von Abwärme, um die Umwelt- und Energieleistung nachhaltig zu steigern.
- Transparenz und Berichtspflichten. Einführung einheitlicher Kennzahlen zur Messung von Energieverbrauch, Ressourceneinsatz und Umweltperformance, um Fortschritte nachvollziehbar zu machen und regulatorische Maßnahmen zu unterstützen.
Für Borderstep ist der Bericht ein weiterer Baustein in der langjährigen Forschung zu energieeffizienten Rechenzentren und nachhaltigen digitalen Infrastrukturen, der sowohl Politik als auch Betreiberinnen und Betreiber von Rechenzentren praxisnahe Empfehlungen liefert.
Der Bericht steht zum kostenlosen Download zur Verfügung: Assessment of next steps to promote the energy performance and sustainability of data centres in EU
Der Bericht ist im Rahmen des Projekts Bewertungs- und Berichtssystem für die Energieeffizienz von Rechenzentren der Europäischen Union (EUDCEAR) entstanden. Die Fragestellung des Projektes ist, wie Rechenzentren in der Europäischen Union energieeffizienter und nachhaltiger gestaltet werden?
Die Generaldirektion Energie (GD ENER) der EU-Kommission hat die Studie mit dem Ziel in Auftrag gegeben, die Bewertung der Energieeffizienz von Rechenzentren zu verbessern. Zugleich sollen zusätzliche Maßnahmen entwickelt werden, die den Aufbau eines EU-weiten Bewertungssystems für die Nachhaltigkeit von Rechenzentren unterstützen.
Ziele der Studie:
- Erfassung und Bewertung der Nachhaltigkeit von Rechenzentren in der EU
- Analyse bestehender Berichtsstandards zur Umweltwirkung von Rechenzentren
- Entwicklung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und Förderung erneuerbarer Energien
- Untersuchung der Machbarkeit eines „Netto-Null“-Rechenzentrumssektors
- Bereitstellung von Handlungsempfehlungen für die EU-Politik
Der erste Bericht, der im Rahmen des Projektes veröffentlich wurde steht ebenfalls kostenlos zum Download zur Verfügung. Assessment of the energy performance and sustainability of data centres in EU: First technical report.
Stromverbrauch durch Rechenzentren steigt deutlich an
Kann die Nutzung von Abwärme Rechenzentren nachhaltiger machen? In seinem Artikel Rechenzentren treiben Stromverbrauch in Deutschland voran beleuchtet Felix Hill für die Frankfurter Rundschau die steigende Energienachfrage durch Rechenzentren und deren Bedeutung für die Energiewende. Besonders der zunehmende Einsatz von Anwendungen auf Basis Künstlicher Intelligenz lässt den Stromverbrauch weiter ansteigen.
Nutzung von Abwärme braucht Ressourcen und Kompetenzen
Dr. Ralph Hintemann, Senior Researcher im Forschungsbereich Digitalisierung am Borderstep Institut, kommt im Artikel als Experte zu Wort. Er betont, dass viele Kommunen in Deutschland derzeit nicht über ausreichende Ressourcen und Kompetenzen verfügen, um die bei Rechenzentren entstehende Abwärme sinnvoll zu nutzen. Diese könne jedoch einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Wärmeversorgung leisten, wenn sie systematisch erschlossen würde.
Borderstep erforscht Klimawirkung digitaler Infrastrukturen
Borderstep setzt sich in seiner Forschung seit vielen Jahren mit der Energieeffizienz und Klimawirkung digitaler Infrastrukturen auseinander. In verschiedenen Projekten untersucht das Institut, wie Rechenzentren nachhaltiger gestaltet und Abwärmepotenziale besser genutzt werden können.
Der Artikel macht deutlich, wie wichtig es ist, die Entwicklung der digitalen Infrastruktur mit den Zielen der Energiewende zu verknüpfen. Das ist ein zentrales Anliegen der Forschung des Borderstep Instituts.
US-Delegation traf Borderstep-Rechenzentrumsexperten
Ende September 2025 war eine Delegation aus dem Bundesstaat Virginia (USA) zu Gast in Berlin und Frankfurt (Main). Borderstep begleitete die Reise mit wissenschaftlicher Expertise rund um das Thema Rechenzentren. Virginia gilt als einer der weltweit größten Standorte für Rechenzentren und liegt direkt neben Washington, D.C. Mit dem starken Wachstum dieser Branche gehen enorme Herausforderungen beim Energiebedarf und bei der nachhaltigen Gestaltung der Infrastruktur einher.
Austausch mit Expertinnen und Experten der Rechenzentrumsbranche
Die Reisegruppe setzte sich aus Vertreterinnen und Vertretern von Industrie, staatlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen zusammen. Im Mittelpunkt des Besuchs stand der Austausch mit Expertinnen und Experten der deutschen Rechenzentrumsbranche zu zentralen Nachhaltigkeitsthemen wie Energieversorgung, Abwärmenutzung und Ressourceneffizienz.
Auch das Borderstep Institut brachte seine langjährige Expertise in den Dialog ein. So hielten Dr. Severin Beucker, Mitgründer des Borderstep Institut, und weitere Researcher aus dem Borderstep Team Vorträge zur aktuellen Lage der deutschen Rechenzentren sowie zu Wegen, Energieeffizienz und Klimaneutralität mit der Digitalisierung in Einklang zu bringen. Gemeinsam mit den Expertinnen und Experten aus Virginia (USA) ging es um zentrale Zukunftsthemen rund um Rechenzentren – von der Standortplanung über die Netzintegration bis zur Abwärmenutzung und Energieeffizienz.
Nachhaltige Lösungen brauchen internationale Kooperation
Organisiert wurde der Austausch von der Deutschen Energie-Agentur (dena), dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) sowie 50Hertz Transmission GmbH. Zum Abschluss gewährte Equinix spannende Einblicke in den Rechenzentrumsbetrieb in Frankfurt.
Severin Beucker betont, wie wichtig internationale Kooperation ist, um nachhaltige Lösungen für die wachsenden Herausforderungen der digitalen Infrastruktur zu entwickeln.
Die Dimension der Aufgaben ist beeindruckend, und der Austausch über Ansätze wie Zoning in Virginia bietet wertvolle Impulse auch für Deutschland. (Dr. Severin Beucker, Borderstep Mitgründer)
Ein Gegenbesuch in den USA ist bereits in Planung – ganz im Sinne des Borderstep-Ansatzes, Forschung, Politik und Praxis international zu vernetzen und den nachhaltigen Wandel der Digitalwirtschaft voranzubringen.
Wie lassen sich Energieeffizienz und Klimaneutralität mit der Digitalisierung in Einklang bringen?
Das Borderstep Institut erforscht seit 2007 den Stromverbrauch von Rechenzentren. Grundlage ist ein am Institut entwickeltes Strukturmodell der Rechenzentrumslandschaft in Deutschland und Europa, das seit 2012 regelmäßig aktualisiert wird.
Das Modell beschreibt Rechenzentren unterschiedlicher Größenklassen, ihre Ausstattung mit Servertypen, Speichersystemen und Netzwerktechnik sowie ihre Gebäudetechnik (Klimatisierung, Stromversorgung, USV). Es berücksichtigt zudem Unterschiede zwischen Cloud-, Edge- und traditionellen Rechenzentren sowie die Altersstruktur und Energieverbräuche der eingesetzten Server.
Damit leistet Borderstep einen wichtigen Beitrag zur wissenschaftlichen Analyse und zur Entwicklung von Lösungen für eine energieeffiziente und klimafreundliche Rechenzentrumsinfrastruktur.
Welche Themen untersucht Borderstep im Forschungsbereich Digitalisierung und Green IT?
Eine Übersicht über aktuelle Borderstep-Forschungsprojekte im Bereich Digitalisierung und Green IT finden Sie hier.
Borderstep organisierte Hackathon rund um Green Startup Report
Ende August wurde Berlin zum Treffpunkt für eine neue Form der Forschung: Der erste wissenschaftliche Hackathon mit Fokus auf Gründungsaktivitäten, nachhaltige Startups und Finanzierung öffnete nicht nur Datensätze, sondern auch neue Perspektiven auf wissenschaftliche Zusammenarbeit.
Daten des Green Startup Reports 2025 bildeten Basis
Rund 30.000 nicht-anonymisierte Handelsregistereinträge zu grünen und nicht-grünen Start-ups und über 50.000 Investmentdaten, bereitgestellt von startupdetector und erstmals vorgestellt im Green Startup Report 2025, bildeten die Basis für das kollaborative Arbeiten.
Fünfzehn Forschende aus ganz Deutschland, vom Post-Doc bis zum Senior Researcher, kamen zusammen. Das neue Format initierten Malte Bau (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg) und Dr. Thomas Neumann (Borderstep Institut). Unterstützt von den FGF Arbeitskreisen Social Entrepreneurship & Sustainable Entrepreneurship und ausgerichtet vom Borderstep Institut waren die Forschenden aus unterschiedlichen Disziplinen eingeladen, gemeinsam datengetriebene, transdisziplinäre Forschung praktisch zu erproben.
Praktische Erprobung datengetriebener Forschung
Gemeinsam entwickelten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler innerhalb von zwei Tagen neue Forschungsfragen zu grünen Start-ups, Social & Sustainable Entrepreneurship. Ziel war es, in nur zwei Tagen gemeinsam Forschungsfragen zu entwickeln, zu validieren und erste Ergebnisse in Form von etwa 10–15 Extended Abstracts zu erarbeiten. Diese werden im Anschluss in einem Special Issue der Zeitschrift Der Betriebswirt peer-reviewed veröffentlicht.
Open Science ist kein Prinzip – es ist Praxis. Und genau die erproben wir mit dem neuen Hackathon-Format gemeinsam. (Dr. Thomas Neumann, Borderstep Senior Researcher)
Das Format öffnete erstmals einen umfangreichen betriebswirtschaftlichen Datenbestand systematisch für eine Open-Science-orientierte Zusammenarbeit. Dabei trafen qualitative und quantitative Ansätze aufeinander. Das Ziel war nicht nur die gemeinsame Analyse, sondern auch der Aufbau einer Forschungsinfrastruktur für nachhaltiges Unternehmertum.
In klassischen Forschungssettings arbeitet jede und jeder im eigenen Datenkeller. Der Hackathon kehrt das Prinzip um: Daten werden geteilt, Fragen entstehen gemeinsam, Ergebnisse sind kollektiv getragen. Das verändert nicht nur die Ergebnisse – es verändert die Forschungskultur. (Malte Bau, Doktorand Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)
Was bringt das der Community?
- Neue Forschungsfragen zur nachhaltigen Gründungsförderung
- Konkrete Kooperationen und Veröffentlichungen
- Ein neuer Standard für kollaborative Forschung in der Betriebswirtschaftslehre
- Impulse für die Weiterentwicklung des Green Startup Reports



