StartGreen Award 2017: Das sind die Sieger
Die Sieger des StartGreen Award 2017 stehen fest. Die Preisverleihung fand zum dritten Mal in Folge im Rahmen der „Gründerwoche Deutschland“ im Bundesumweltministerium statt. Der StartGreen Award würdigt innovative Gründungskonzepte, Startups und Unternehmen, die mit ihren Dienstleistungen und Produkten zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit beitragen.
Ausgezeichnet in der Kategorie Gründungskonzept wurden RecyCoal (Aachen, NRW) für ihr Holzkohleersatzprodukt für Entwicklungsländer sowie SeedForward (Osnabrück, Niedersachsen) für ihre organische adaptierbare Saatgutbeschichtung. Das Preisgeld in dieser Kategorie wird geteilt. In der Kategorie Start-up setzte sich Hydrogenious (Erlangen, Bayern): mit einer Technologie zur Speicherung von Wasserstoff in Flüssigkeit durch. In der Kategorie Junges Unternehmen siegte Polysecure (Freiburg/Br., Baden-Württemberg) mit einer Technologie zur effizienten Trennung und Sortierung von schwer recycelbaren Stoffen
Den Sonderpreis „Neue Perspektiven“ erhielt das Start-up VisionYOU aus Potsdam, Brandenburg.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde erstmals der StartGreen@School Award verliehen, der herausragende grüne Schülerfirmen ehrt. Die Preise gingen an die Schülergenossenschaft Öko-E eSG aus Windeck, NRW (1. Platz), die Schülerfirma Macadamiafans aus Göttingen, Niedersachsen (2. Platz) sowie an die Schülerfirma Young & Fair aus Uetersen, Schleswig-Holstein (3. Platz).
Finale StartGreen Award
Kategorie Gründungskonzept (noch nicht gegründet)
INIT (Berlin): Multifunktionale Entsalzungsanlage für Entwicklungsgebiete
RecyCoal (Aachen, NRW): Holzkohleersatzprodukt für Entwicklungsländer
SeedForward (Osnabrück, Niedersachsen): Organische adaptierbare Saatgutbeschichtung
Kategorie Start-ups (bis 5 Jahre)
Frischepost (Hamburg): Online-Hofladen mit CO²-neutralem Lieferservice
Hydrogenious (Erlangen, Bayern): Technologie zur Speicherung von Wasserstoff in Flüssigkeit
Solmove (Potsdam, Brandenburg und Inning a. Ammersee, Bayern): Photovoltaik-Module als Straßenbelag
Kategorie Junge Unternehmen (5 – 15 Jahre)
Heldenmarkt (Berlin): Verbrauchermesse für nachhaltigen Konsum
Polysecure (Freiburg/Br., Baden-Württemberg): Technologie zur effizienten Trennung und Sortierung von schwer recycelbaren Stoffen
WeSustain (Buxtehude, Niedersachsen): Software für Unternehmen zur Optimierung von CSR- und Nachhaltigkeitsaktivitäten
Finale StartGreen@School Award
Sieger StartGreen@School Award
Öko-E eSG (Windeck, NRW) Verkauf von Ökostrom, Pflege von Streuobstwiesen und Webseite für sanften Tourismus
Macadamiafans (Göttingen, Niedersachsen): Biozertifizierte Macadamianüsse von kenianischen Kleinbauern
Young & Fair (Uetersen, Schleswig-Holstein): Individuell bedruckte, fair produzierte Textilien aus Bio-Baumwolle
Halbfinalisten StartGreen@School Award
Macadamiafans Göttingen (Göttingen, Niedersachsen)
Villa Kunterbunt (53819 Seelscheid, NRW)
Schmids Druck Studio (Berlin)
Öko-E eSG (51570 Windeck/Rosbach, NRW)
Ecological Revolutionary Company eSG (59073 Hamm, NRW)
Schülerreparaturwerkstatt (München, Bayern)
Young&Fair (25436 Uetersen, Schleswig-Holstein)
InnoGrün eG (66386 St. Ingbert, Saarland)
DUPF Dienstleistungs- und Produktionsfirma der Mittelschule Oettingen (86732 Oettingen, Bayern)
Schülerfirma des J. Landenberger FÖZ (Weimar, Thüringen)
Sonderpreis „Neue Perspektiven“ StartGreen Award 2017
VisionYOU (Potsdam, Brandenburg), regional ausgerichtete Berufsorientierung von Jugendlichen mittels Virtual Reality
Cleantech Open Global Ideas Challenge, Deutsche Vorauswahl
INERATEC (Karlsruhe, Baden-Württemberg) Chemische Reaktortechnologie zur Umwandlung von Gasen in flüssige Energieträger
matteco (Kappelrodeck/Baden, Baden-Württemberg): Gummiprodukte aus recycelten Altreifen
Solmove (Potsdam, Brandenburg und Inning a. Ammersee, Bayern): Photovoltaik-Module als Straßenbelag
Klimafaktor Digitalisierung
Über den Klimafaktor Digitalisierung spricht Dr. Ralph Hintemann, Senior Researcher des Borderstep Instituts, in der Sendung „Forschung aktuell“ des Deutschlandfunks am 9. November 2017 ab 16:35 Uhr.
Hier kann die Sendung nachgehört werden.
Der Beitrag ist Teil der Sendereihe „Gegenwind – was die Energiewende bremst“, mit der Forschung aktuell die UN-Klimakonferenz in Bonn begleitet.
StartGreen@School: Das sind die Gewinner-Teams
Nachhaltiges Denken, Handeln und Wirtschaften muss frühzeitig erlernt und gelebt werden. Um dies zu unterstützen, zeichnen wir erstmalig nachhaltige Schülerfirmen im Rahmen des Projektes StartGreen@School mit einem Award aus. Als Gewinn lockt dabei neben attraktiven Geldpreisen auch die Möglichkeit, die eigene Schülerfirma auf der großen Bühne in Berlin zu präsentieren.
Das sind die Gewinner-Teams
Die Gewinner des StartGreen@School Awards 2017 werden sich ab 15 Uhr auf dem Netzwerkforum des StartGreen Awards präsentieren. Im Anschluss findet um 17 Uhr die Preisverleihung statt.
Die Schülerfirma des Hainberg-Gymnasiums Göttingen verkauft fair gehandelte, biozertifizierte Macadamianüsse von kenianischen Kleinbauern direkt, ohne Zwischenhändler, auch über Onlinebestellungen. Dadurch erzielen die Produzenten bessere Preise und sichern ihren Absatz. Ein Teil des Erlöses ermöglicht Schülerinnen und Schülern im Rahmen des Projektes WELT:KLASSE in China und Kenia gemeinsam mit lokalen Partnern an Umweltprojekten zu arbeiten und mit der lokalen Bevölkerung in einen intensiven Austausch zu treten.
Die Schülerfirma Young&Fair des Ludwig-Meyn-Gymnasiums Uetersen ist ein Dienstleister für individuell bedruckte, fair produzierte Textilien aus Bio- Baumwolle. Der Druck wird von externer Seite angefertigt, das Start-up organisiert für den Kunden alles von der ersten Anfrage bis zur Lieferung. Das Team setzt sich aus Schülern und Schülerinnen der Jahrgänge acht bis zwölf zusammen. Die Leitung des Unternehmens liegt fast ausschließlich in den Händen der Schüler, mittlerweile sind ein Geschäftsführer sowie ein Leiter eines Aufgabenbereichs für die Organisation und reibungslose Abläufe zuständig.
Die Schülergenossenschaft Öko-E an der Gesamtschule Windeck ist auf drei Geschäftsfeldern aktiv. Neben dem Verkauf von Ökostrom sowie der Pflege von Streuobstwiesen ist Öko-E auch auf dem Gebiet des sanften Tourismus tätig. Über die Internetplattform www.eco-ferien.de bietet die Schülergenossenschaft Übernachtungsmöglichkeiten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien an. Hier finden sich ausschließlich Anbieter mit Nachhaltigkeitsengagement, so dass sich umweltbewusste Urlauber mit ruhigem Umweltgewissen erholen können. Der Nachhaltigkeitsgedanke ist allen drei Geschäftsfeldern gemein.
Die finalen Platzierungen der Gewinner-Teams werden auf der Preisverleihung bekanntgeben.
Förderung einer nachhaltigen Gründungskultur an Schulen
Der StartGreen@School Award ist Teil des Projekts StartGreen@School. Ziel ist die Förderung einer nachhaltigen Gründungskultur an Schulen – indem Schülerfirmen mit nachhaltigem Wirtschaften verbunden werden. Schulen aller Schulformen aus dem ganzen Bundesgebiet können sich für die vielseitigen kostenlosen Angebote (u.a. Unternehmensbesuche für Schülerfirmen, Camps für Gründungsinteressierte oder Fortbildungen für Lehr- und pädagogische Fachkräfte) bewerben. Informationen zu den einzelnen Angeboten und Online-Bewerbung finden sich auf der Website des Projektes.
StartGreen@School ist ein gemeinsames Projekt von UnternehmensGrün e.V., Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit gGmbH, Institut Futur der FU Berlin und BildungsCent e.V.. StartGreen@School wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.
StartGreen Award: Das sind die Finalisten
Die StartGreen-Community hat im Oktober durch das Public Voting entschieden, wer ins Finale des StartGreen Award 2017 kommt. Die jeweils drei Bewerber mit den meisten Stimmen einer Kategorie sind nun eine Runde weiter. Sie dürfen am 16. November 2017 ihr Projekt vor der Jury vorstellen, die über die Gewinner der insgesamt drei Kategorien des StartGreen Awards 2017 entscheidet.
Wer die Kandidaten persönlich kennenlernen will, hat bei der anschließenden Preisverleihung im Bundesumweltministerium dazu Gelegenheit. Die Veranstaltung ist öffentlich, Eintritt frei. Anmeldungen sind ab sofort möglich.
Die Finalisten aus der Kategorie Gründungskonzept (in alphabetischer Reihenfolge):
INIT
Intelligent Nano Irrigation Technologies: Multifunktionale Entsalzungsanlage für Entwicklungsgebiete
INIT Intelligent Nano Irrigation Technologies aus Berlin vertreibt in Entwicklungsländern in besonders trockenen Gebieten eine Entsalzungsanlage in Form einer klassischen 8 Liter Groß-Wasserflasche. Diese lässt sich nach der Nutzung als Wasservorratsbehältnis von Farmern zur Langzeitentsalzung für den Ackerbau nutzen.
RecyCoal
Holzkohleersatzprodukt für Entwicklungsländer
Die Social Entrepreneure RecyCoal aus Aachen sind Teil eines gemeinnützigen Vereins und entwickeln eine Technologie, um Rauchgasintoxikation und Abholzung in Entwicklungsländern zu begegnen. Dafür ersetzt ein kostengünstiges, durch Pyrolyse ungenutzter Biomasse gewonnenes Produkt konventionelle Holzkohle. Das Unternehmenskonzept wird dabei an Entrepreneure in den betroffenen Regionen abgegeben.
SeedForward
Organische adaptierbare Saatgutbeschichtung
SeedForward aus Osnabrück entwickeln eine organische Saatgutbeschichtung, mit der zusätzlich Wasser gespart, Nährstoffverluste verringert und das Pflanzenwachstum unterstützt werden kann. Das Produkt ist an verschiedene Nutzpflanzen, Bodentypen und klimatische Zonen adaptierbar.
Die Finalisten aus der Kategorie Start-ups (in alphabetischer Reihenfolge):
Frischepost
Online-Hofladen mit CO²-neutralem Lieferservice
Frischepost aus Hamburg ist ein Online-Hofladen mit CO²-neutralem Lieferservice, der sich auf regionale Waren spezialisiert hat und gezielt Erzeuger aus dem Umland von Hamburg mit nachhaltigkeitsbewussten Kunden aus der Innenstadt zusammenbringt.
Hydrogenious
Technologie, um Wasserstoff in Flüssigkeit zu speichern
Hydrogenious aus Erlangen entwickelte eine Technologie, um Wasserstoff in Flüssigkeit speichern zu können. Das ermöglicht die sichere und effiziente Lagerung und den Transport großer Mengen Wasserstoff in der heute bereits existierenden Infrastruktur für fossile Kraftstoffe.
Solmove
Photovoltaik-Module als sich selbst refinanzierender Straßenbelag
Solmove entwickelt Photovoltaik-Module, die als „Solarteppich“ versiegelte Flächen zur Energiegewinnung nutzbar machen. Die rutsch- und bruchfesten Module können wie Rollrasen auf einem Radweg, einem Parkplatz, auf Straßen oder zwischen Bahngleisen ausgerollt werden und erzeugen jedes Jahr etwa 100 kWh Strom pro Quadratmeter. Städte und Gemeinden können durch die Doppelnutzung von Verkehrsflächen die eigenen Kosten für Straßenbau refinanzieren.
Die Finalisten aus der Kategorie junge Unternehmen (in alphabetischer Reihenfolge):
Heldenmarkt
Verbrauchermesse für nachhaltigen Konsum
Heldenmarkt aus Berlin ist die führende Verbrauchermesse für nachhaltigen Konsum, die es inzwischen an sechs Standorten in Deutschland gibt. Das Rahmenprogramm soll die Debatte um nachhaltige Produkte und Dienstleistungen vorantreiben.
Polysecure
Technologie zur effizienten Trennung und Sortierung von schwer recycelbaren Stoffen
Die POLYSECURE GmbH aus Freiburg revolutioniert die Kreislaufwirtschaft mit einer innovativen Sortiertechnologie. Damit können Materialien effizient getrennt und dadurch sortiert werden, z.B. bisher nicht zu trennende Abfallkunststoffe.
WeSustain
Software für Unternehmen zur Optimierung von CSR- und Nachhaltigkeitsaktivitäten
WeSustain entwickelt Software, mit der Unternehmen und Institutionen ihre CSR- und Nachhaltigkeitsaktivitäten managen und deren Effizienz optimieren können. Von Programmierung bis Support ist alles „made in Germany“.
We love einander
We love einander: So nennt Autorin Susanne Papawassiliu ihre Sendung für rbb kulturradio über 50 Jahre Städtepartnerschaft Berlin – Los Angeles.
Dr. Severin Beucker berichtet darin über die engen Verbindungen des Borderstep Instituts nach Kalifornien, unter anderem zum Los Angeles Cleantech Incubator. Zudem stellt er seine private Verbindung zum Sunshine State vor: Seine Frau.
Die Sendung ist ein unterhaltsamer Blick auf die „Goldene Hochzeit“ einer Städtepartnerschaft – mit allen Höhen und Tiefen der Jahre dazwischen. Sie kann in der rbb Mediathek kostenfrei nachgehört werden.
Wolkige Aussichten
„Wolkige Aussichten“ heißt ein Artikel in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift „natur“. Was bedeutet die Digitalisierung für den Umweltschutz? Wie viel Strom kostet eigentlich das Dauerstreaming? Die Auswirkungen von Cloud Computing und digitalem Medienkonsum auf das Klima analysiert Dr. Ralph Hintemann, Experte für das Thema bei Borderstep.
Die Zeitschrift ist im Zeitschriftenhandel und direkt beim Verlag erhältlich.
Die Finanzen grüner Start-ups
„Grün aber arm“ lautet die Überschrift eines Beitrags in der Süddeutschen Zeitung, der sich mit der Finanzierungssituation grüner Start-ups befasst. Dr. Linda Bergset, Projektleiterin der Green Start-up Investment Alliance bei Borderstep, analysiert die Problemlage. Woran liegt es, dass die Finanzen für grüne Gründerinnen und Gründer in Deutschland oft eine große Hürde darstellen? Was muss sich ändern?
Green Entrepreneuship Academy Kosovo
Jugendarbeitslosigkeit, Korruption, unfairen Wettbewerb sowie berufliche Chancenungleichheit von Frauen und Männern gehören zum Alltag im Schwellenland Kosovo. Luftverschmutzung, Waldsterben, verunreinigte Wasserressourcen sowie Bedrohung der Biodiversität sind konkrete ökologische Probleme.
Borderstep organisiert deshalb in Kooperation mit der GIZ die erste Green Entrepreneurship Academy im Kosovo (GEAK). Die Akademie soll junge Gründerinnen und Gründer dazu stimulieren, grüne Produkte und Dienstleistungen auf den kosovarischen Markt zu bringen. Das Gründen von grünen Unternehmen soll den Fortschritt des Landes nachhaltig fördern.
Borderstep-Team traf sich mit Stakeholdern im Kosovo
Zur Ermittlung der örtlichen Bedarfe einer solchen Akademie sowie für die Auswahl der lokalen Trainer und Trainerinnen reisten die die GEAK-Projektleiterin Constanze Trautwein sowie Dr. Jens Clausen zur Vorbereitung der Akademie vom 3. September bis zum 7. September 2017 in den Kosovo. In enger Zusammenarbeit mit dem GIZ traf sich das Borderstep-Team im Zuge der Reise mit verschiedenen relevanten Stakeholdern im Bereich Green Economy und Entrepreneurship wie zum Beispiel dem Innovation Centre Kosovo (ICK), dem DRC Social Business Incubator und dem Kosovo Civil Society Consortium for Sustainable Development (KOSID). Außerdem wurden erfolgreich zwei kosovarische Trainer_innen ausgewählt, die die Akademie durch ihre Kompetenzen im Bereich Entrepreneurship Training sowie nachhaltiges Wirtschaften bereichern und Fachkenntnisse über die Wirtschaftsmöglichkeiten und unternehmerischen Risiken im Land einbringen.
Die Green Entrepreneurship Academy wird vom 20. November bis zum 29. November 2017 voraussichtlich in Mitrovica stattfinden. Interaktives Training bereitet die Teilnehmer darauf vor, ihre nachhaltige Idee für den Markt realisierbar zu machen. Zudem bietet die Akademie Training in Präsentationsfähigkeiten für ausgewählte Teilnehmer, die sich für das finale Pitching-Event der Green Entrepreneurship Academy qualifizieren. Im Finale bekommen die Kandidaten die Möglichkeit, den „Sustainable Startup Award Kosovo“ zu gewinnen.
Neue Green Startups Plattform startet
Im Rahmen des Projekts GreenUpInvest findet im Quartier Zukunft der Deutschen Bank in Berlin am 18.10.2017 das Kick-off Event der neuen Green Startups Plattform des Deutschen Startup Verbands statt.
Ab 18 Uhr pitchen ausgewählte Startups im exklusiven Rahmen im Gewächshaus in einer Pitch-Session vor Investoren ihre innovativen und ökologisch nachhaltigen Geschäftsmodelle.
Ab 19 Uhr beginnt das offizielle Hauptprogramm mit interessanten Insights u.a. von Tom Kirschbaum, Gründer des Erfolgs-Startups Door2Door, und Marius Pigulla, Digital Business Deutsche Bahn AG. Danach folgt ein Panel u.a. mit Johannes Martin, Leiter des CleanTech Parks Berlin, moderiert von Tagesspiegel-Redakteurin Nora Marie Zaremba.
Ab 20.15 Uhr haben Startups, Investoren und Gäste die Möglichkeit, sich an verschiedenen Thementischen oder an der Bar bei Snacks und Getränken zu vernetzen.
Hier gibt es mehr Informationen zum Event sowie Tickets.
StartGreen@School Award: Jetzt abstimmen
StartGreen@School Award Halbfinale: Aus einer Vielzahl von Einsendungen aus zehn Bundesländern hat die Fachjury die zehn überzeugendsten nachhaltigen Schülerfirmen ausgewählt, die sich nun dem Public Voting stellen. Noch bis zum 4.10. stimmt die Öffentlichkeit online ab. Auf der Projekthomepage stellen sich die zehn Halbfinalisten vor.
Aus dem Ergebnis des Votings und der Bewertung der Fachjury werden drei Siegerteams ermittelt, die zur Preisverleihung am 16.11. ins Bundesumweltministerium nach Berlin fahren dürfen. Erst dort wird bekannt gegeben, welche Schülerfirma als Sieger den ersten StartGreen@School Award mit nach Hause nimmt und das Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro erhält. Der zweite und dritte Platz sind mit 1.000 Euro bzw. 500 Euro dotiert.
„Wir freuen uns sehr über die vielen qualitativ-hochwertigen Einsendungen, die wir erhalten haben. Dadurch, dass wir den Preis für Schülerfirmen im Rahmen des StartGreen Awards vergeben, erhalten die Schülerinnen und Schüler gleich einen Einblick in die ‚echte‘ Unternehmenswelt. Wir möchten sie damit motivieren dran zu bleiben in der Hoffnung, dass sie in naher Zukunft ihr eigenes nachhaltiges Unternehmen gründen.“, so Alexander Schabel vom Borderstep Institut, das den StartGreen Award ausrichtet.
StartGreen@School: Förderung einer nachhaltigen Gründungskultur an Schulen
Der StartGreen@School Award ist Teil des Projekts StartGreen@School. Ziel ist die Förderung einer nachhaltigen Gründungskultur an Schulen – indem Schülerfirmen mit nachhaltigem Wirtschaften verbunden werden. Schulen aller Schulformen aus dem ganzen Bundesgebiet können sich für die vielseitigen kostenlosen Angebote (u.a. Unternehmensbesuche für Schülerfirmen, Camps für Gründungsinteressierte oder Fortbildungen für Lehr- und pädagogische Fachkräfte) bewerben. Informationen zu den einzelnen Angeboten und Online-Bewerbung finden sich auf der Website des Projektes.
StartGreen@School ist ein gemeinsames Projekt von UnternehmensGrün e.V., Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit gGmbH, Institut Futur der FU Berlin und BildungsCent e.V.. StartGreen@School wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.
Das sind die Halbfinalisten im StartGreen@School Award:
Macadamiafans Göttingen (Göttingen, Niedersachsen)
Die Schülerfirma des Hainberg-Gymnasiums Göttingen verkauft fair gehandelte, biozertifizierte Macadamianüsse von kenianischen Kleinbauern direkt, ohne Zwischenhändler, auch über Onlinebestellungen. Dadurch erzielen die Produzenten bessere Preise und sichern ihren Absatz. Ein Teil des Erlöses ermöglicht Schülerinnen und Schülern im Rahmen des Projektes WELT:KLASSE in China und Kenia gemeinsam mit lokalen Partnern an Umweltprojekten zu arbeiten und mit der lokalen Bevölkerung in einen intensiven Austausch zu treten.
Villa Kunterbunt (53819 Seelscheid, NRW)
Villa Kunterbunt ist eine Schülerfirma der heilpädagogischen Waldorf-Förderschule Seelscheid und organisiert eine wöchentliche Pausenversorgung für die gesamte Schule. Angeboten werden vor allem Snacks aus eigener Herstellung, die meisten Zutaten sind regional und bio. Schülerinnen und Schüler mit geistigen Behinderungen stärken mit dem Projekt ihre organisatorischen und praktischen Fähigkeiten und bereiten sich auf ihr Leben nach der Schule vor. Die Schulgemeinschaft profitiert von gesunden, nachhaltig hergestellten Lebensmitteln zum Selbstkostenpreis.
Schmids Druck Studio (Berlin)
Schmids Druck Studio, Schülerfirma der Carlo-Schmid-Oberschule Berlin-Spandau, bedruckt nachhaltige Textilien. Durch das Digitaldruckverfahren können auch mehrfarbige Drucke für Aufträge mit geringer Stückzahl angeboten werden. Neben dem Textildruck werden auch Tassen, Thermobecher, Handyhüllen und Textilien bedruckt. Alle Textilien sind fair hergestellt und bestehen aus Biobaumwolle und recycelten Garnen. Langfristiges Ziel der Schülerinnen und Schüler ist, die Textilindustrie nachhaltiger zu gestalten und zu zeigen, dass auch in dieser Branche hohe ökologische und soziale Standards möglich sind.
Öko-E eSG (51570 Windeck/Rosbach, NRW)
Die Schülergenossenschaft Öko-E an der Gesamtschule Windeck ist auf drei Geschäftsfeldern aktiv. Neben dem Verkauf von Ökostrom sowie der Pflege von Streuobstwiesen ist Öko-E auch auf dem Gebiet des sanften Tourismus tätig. Über die Internetplattform www.eco-ferien.de bietet die Schülergenossenschaft Übernachtungsmöglichkeiten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien an. Hier finden sich ausschließlich Anbieter mit Nachhaltigkeitsengagement, so dass sich umweltbewusste Urlauber mit ruhigem Umweltgewissen erholen können. Der Nachhaltigkeitsgedanke ist allen drei Geschäftsfeldern gemein.
Ecological Revolutionary Company eSG (59073 Hamm, NRW)
In der Ecological Revolutionary Company (ERC eSG), eine Schülerfirma des Landschulheims Schloss Heessen, engagieren sich Schüler der Klassenstufen 10-12 ehrenamtlich als Energieberater für Privathaushalte und kleine Unternehmen. Es werden Energieberatungen zur Senkung der Emissionen angeboten, Gebäudethermographien zur Überprüfung der Wärmedämmung wie auch Heizungs- und Photovoltaikthermographien. Dabei wird der erwirtschaftete Gewinn zu einem großen Teil gespendet, es werden Partnerschaften mit Kinderhospizen oder auch dem Haus Hamm in Peru unterhalten.
Schülerreparaturwerkstatt (München, Bayern)
In der Schülerreparaturwerkstatt der Rudolf-Steiner-Schule München-Schwabing reparieren Schülerinnen und Schüler alles von Kameras über Radios und CD-Player bis hin zu Autoschlüsseln und Brillengestellen. Kosten fallen nur an, wenn Ersatzteile benötigt werden. Von April 2016 bis Juli 2017 wurden 138 Geräte angenommen, wovon 123 repariert werden konnten. Die Arbeit fördert bei den Schülerinnen und Schülern detektivische Fähigkeiten (wie geht das Gehäuse auf?), Entdeckerfreude (bei der Fehlersuche), Improvisationskunst (für die Reparaturmethoden) und Kommunikationstalent (Kontakte mit Kunden, Ersatzteillieferanten).
Young&Fair (25436 Uetersen, Schleswig-Holstein)
Die Schülerfirma Young&Fair des Ludwig-Meyn-Gymnasiums Uetersen ist ein Dienstleister für individuell bedruckte, fair produzierte Textilien aus Bio- Baumwolle. Der Druck wird von externer Seite angefertigt, das Start-up organisiert für den Kunden alles von der ersten Anfrage bis zur Lieferung. Das Team setzt sich aus Schülern und Schülerinnen der Jahrgänge acht bis zwölf zusammen. Die Leitung des Unternehmens liegt fast ausschließlich in den Händen der Schüler, mittlerweile sind ein Geschäftsführer sowie ein Leiter eines Aufgabenbereichs für die Organisation und reibungslose Abläufe zuständig.
InnoGrün eG (66386 St. Ingbert, Saarland)
Die nachhaltige Schülerfirma InnoGrün des Leibniz-Gymnasiums St. Ingbert versorgt die Schulgemeinschaft mit wechselnden nachhaltig hergestellten Produkten für den schulischen Alltag und für zu Hause. Das Ziel ist die Etablierung von nachhaltigen Produkten im Schulalltag und darüber hinaus. Angeboten werden zum Beispiel selbst produzierte Bio-Fruchtaufstriche mit Zutaten aus der Region, Recycling-Schulhefte und Stifte oder Fairtrade-Produkte. Erfolgreiche Projekte waren auch das Design und der Vertrieb eines nachhaltig hergestellten Schul-T-Shirts und der Verkauf von Edelstahltrinkflaschen mit individueller Gravur.
DUPF Dienstleistungs- und Produktionsfirma der Mittelschule Oettingen (86732 Oettingen, Bayern)
Die Schülerfirma DUPF an der Mittelschule Oettingen will nach dem Grundsatz „fördern und fordern“ die Schüler gezielt auf das Berufsleben vorbereiten und ihre Ausbildungsreife erhöhen. Planung und Ausführung werden von den Schülern mitbestimmt und durchgeführt. Auf die Wirtschaftlichkeit und die Nachhaltigkeit wird ein besonderes Augenmerk gerichtet. Die Bandbreite der Projekte reicht vom jährlichen Anbau von Kartoffeln über die Anfertigung von höhenverstellbaren Rednerpulten mit Licht und Mikrophon bis hin zur Brennholzgewinnung.
Schülerfirma des J. Landenberger FÖZ (Weimar, Thüringen)
Die Leistungen der Schülerfirma des Johannes Landenberger Förderzentrums in Weimar reichen von Grünpflege und Reinigung über Produkte aus Ton und Holz bis hin zu kreativen Arbeiten (Bilder, Graffiti, Illustrationen). Projekte wie Metallsammelaktionen in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken helfen den mehrheitlich aus prekären Verhältnissen stammenden Schülerinnen und Schülern, den Wert der Dinge besser einzuschätzen. Ein spezielles Token-System dient dabei als Anreiz. Die Schule bemüht sich zudem, das Schülerfirma-Team in soziokulturelle Projekte einzubinden und somit sowohl Kulturvereinen, als auch den Schülern neue Möglichkeiten zu schaffen und zum Beispiel gemeinsam Inklusions-Projekte zu erarbeiten.




