Potenziale grüner Gründungen als Treiber für eine Green Economy erschließen
  • © Rolf Schulten
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Grüne Gründungen als Transformationsmotor stärken

Vorhaben zur Verbesserung der Sichtbarkeit und Vernetzung der grünen Gründungsszene in Deutschland

  • 12/2017 - 12/2020

Transformationsmotor grüne Gründungen: Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Vorhaben soll durch geeignete Kommunikations-­ und Vernetzungsmaßnahmen sowie zielgruppengerechte Informationsangebote dazu beitragen, dass grüne Gründungen in Deutschland besser sichtbar werden und die grüne Gründungsszene besser vernetzt wird. Ziel ist die Stärkung grüner Start-ups in ihrer Rolle bei der Entwicklung hin zu einer Green Economy.

Bessere Sichtbarkeit und Vernetzung dienen dazu, die Potenziale grüner Gründungen als Transformationsmotor hin zu einer Green Economy zu erschließen und auf diese Weise zu Energiewende, Klimaschutzplan 2050 und weiteren nachhaltigkeitspolitischen Zielsetzungen beizutragen.

Transformationsmotor – Jobmotor

Wie der Green Economy Gründungsmonitor des Borderstep Instituts zeigt, wurden im Zeitraum von 2006 bis 2014 in Deutschland rund 190.000 Unternehmen im Bereich der Green Economy gegründet. Die jungen Unternehmen schufen bis heute über 1,2 Millionen neue Arbeitsplätze.

Obwohl das Gründungsfeld Green Economy mittlerweile eines der größten und wichtigsten Gründungsfelder in Deutschland darstellt und für die Transformation hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft von herausragender Bedeutung ist, wird dessen Relevanz bislang kaum wahrgenommen. Um die Bedeutung grüner Gründungen politisch angemessen zu würdigen, muss die grüne Gründerszene aus dem Schatten der Digitalisierungs‐ und IT-­Start-up-Szene heraustreten und bei Politik und Gründungsförderakteuren eigenständig sichtbar werden.

Eine weitere zentrale Herausforderung für die Entwicklung grüner Gründungen ist, dass die Gründerszene der Green Economy bislang kaum vernetzt ist – weder untereinander noch mit Investoren. Auch die Risikokapitalgeber (Investoren) und Gründungsförderakteure sind beim Thema Green Economy bislang weder gut organisiert noch wirklich sichtbar. Es fehlt bislang also an einer lebhaften und gut vernetzten grünen Gründerszene in Deutschland.

Mehr Sichtbarkeit, mehr Wirksamkeit

Die mangelnde Wahrnehmung der Bedeutung grüner Gründungen in Umwelt- und Wirtschaftspolitik sowie die unzureichende Vernetzung grüner Start‐ups und Gründungsförderakteure beschränken bislang die Rolle, die grüne Gründungen als Transformationsmotor für den Standort Deutschland ökologisch und ökonomisch spielen könnten. Eine gut sichtbare und vernetzte grüne Gründerszene würde zu mehr und vor allem noch wirksameren grünen Gründungen führen. Und diese werden für umwelt-­ und nachhaltigkeitspolitische Vorhaben wie die Energiewende, den Klimaschutzplan 2050, die schnelle Diffusion der Elektromobilität oder die Nutzung der Digitalisierung für eine ressourcenschonende und klimafreundliche Wirtschaftsweise dringend gebraucht.

Das Projekt wird gemeinsam mit der apl. Professur für Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit an der Uni Oldenburg durchgeführt und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

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