Berlin beheimatet die meisten Inkubationsprogramme im Energiebereich

Inkubationsprogramme in der Energiewirtschaft

Im Rahmen des Schaufensters für intelligente Energie aus Nordostdeutschland, WindNODE, untersuchte das Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit in Kooperation mit Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie deutschlandweit sogenannte Inkubationsprogramme zur Förderung von Start-ups im Bereich der Green Economy.

Für die Untersuchung wurden 12 Programme mit insgesamt 18 Standorten in sieben Bun­desländern identifiziert, die einen Förderschwer­punkt im Bereich Green Economy aufweisen. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Berlin nicht nur die Start-up-Hauptstadt Deutschlands ist, sondern im Energiebereich auch die meisten Inkubationsprogramme beheimatet.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie „Inkubationsprogramme in der Energiewirtschaft“:

  • Gründungen im Bereich der Green Economy machen rund 15 Prozent aller Gründungen in Deutschland aus.
  • Die WindNODE Region (neue Bundesländer und Berlin) nimmt bei den untersuchten Inkubationsprogrammen eine entscheidende Rolle ein. Insgesamt sieben der 12 untersuchten Programme sind mit zehn Standorten in der Region vertreten. 118 der bundesweit 270 Start-ups, die an den untersuchten Programmen teilnahmen, haben ihren Sitz in der WindNODE Region, davon 81 in Berlin. An zweiter Stelle folgt Nordrhein-Westfalen mit 27 Teams, knapp vor Sachsen mit 26 Teams.
  • Der Bereich Energieeffizienz, Energie & Daten sowie Erneuerbare Energien sind mit 58, 56 und 54 Teams die am stärksten vertretenen Teilbereiche.
  • Bei den 12 untersuchten energiebezogenen Inkubationspro­grammen werden Gründerteams im Durchschnitt initial mit 20.000€ in direkten Geldzahlungen sowie weiteren Sachleistungen über einen Zeitraum von acht Monaten gefördert. Eine Mehrheit der Programme nimmt zwei Ko­horten im Jahr auf. Eine Kohorte umfasst im Durchschnitt sechs Start-ups.
  • Green Economy Start-ups in Inkubationsprogrammen haben eine Über­lebensrate von 94 Prozent und liegen damit deutlich über dem Durchschnittswert von Gründun­gen im Allgemeinen.
  • Die Vermittlung von Kontakten und die Bereitstellung von finanzieller Unterstützung sind für die befragten Gründerteams die wichtigsten Leistungen eines In­kubationsprogrammes. Verbesserungsbedarf sehen die Teams im Bereich der Rechtsberatung und dem Abbau von Hemmnissen durch Regulierung.
  • Viele Teams siedeln sich nach dem Abschluss eines För­derprogrammes in relativer Nähe zu dem Programm­standort an.

Die Studie ist online kostenfrei abrufbar.

Ihre Ansprechpartner

Alexander Schabel
  • Senior Projektmanager
  • Sustainable Business Development
Apl. Prof. Dr. Klaus Fichter
  • Gründer und Leiter