IT2Green: Nachhaltige Technologien für die IT-Branche

Abschlusskongress des Technologieprogramms IT2Green, BMWi, Berlin

IT2Green steht für langfristig tragfähige und umweltbewusste Technologien für die Bereiche Telekommunikation, Rechenzentren, Cloud Computing und Endgeräte.

Auf dem Abschlusskongress zog die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries, eine erste positive Bilanz: „Die Lösungen der IT2Green-Forschungsprojekte demonstrieren erhebliche Potenziale zur Energieeinsparung, die weit über die bisherigen technischen Möglichkeiten hinausgehen.“ Zypries betonte, dass moderne Technikausstattung und leistungsfähige IT-Infrastrukturen eine wesentliche Grundlage für das Wachstum der Digitalen Wirtschaft in Deutschland sind. „Als ein Baustein der Energiewende muss das Thema energieeffiziente IKT auch in Zukunft weiter vorangetrieben werden“, so Zypries weiter.

Neben dem Hauptgeschäftsführer des BITKOM e.V, Dr. Bernhard Rohleder, traten Christoph Caselitz, Geschäftsführer und Präsident für weltweiten Vertrieb, Marketing, Produktmanagement der Rittal GmbH & Co. KG, und Prof. Dr.-Ing. Thomas Wiegand, Leiter Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut, als Redner vor über 170 Gästen aus Industrie, Forschung, Politik und Gesellschaft auf.

Borderstep-Direktor Prof. Dr. Klaus Fichter und Projektleiter Dr. Ralph Hintemann vom Borderstep Institut diskutierten in Podiumsdiskussionen die Forschungsergebnisse der IT2Green Projekte und stellten heraus, dass das Thema Green IT gerade im Zusammenhang mit den Herausforderungen der Energiewende eine sehr hohe Aktualität besitzt.

Im Projekt AC4DC, an dem das Borderstep Institut maßgeblich beteiligt war, konnte gezeigt werden, dass durch eine ganzheitliche Konzeption und Steuerung aller Bausteine eines Rechenzentrums – einschließlich der bedarfsorientierten Dimensionierung und Softwarekonfiguration der Server, Speicher und Netzwerkgeräte sowie der Kühlsysteme und Stromabsicherung – die Energieeffizienz in einem Rechenzentrum um bis zu 50 Prozent gesteigert werden kann. Im Rahmen von AC4DC wurden fünf Patente angemeldet und Prototypen von zwei Lösungen entwickelt, aus denen bereits zum Projektabschluss konkrete am Markt erhältliche Produkte entstanden sind. Außerdem gibt es ein konkretes Gründungsvorhaben, das sich aus den Forschungsarbeiten ergeben hat.

Zu AC4DC findet am 23. Juni 2014 eine Abschlussveranstaltung für die Fachöffentlichkeit bei Rittal in Herborn statt. Weitere Informationen folgen.

Auf Grundlage der Forschungsergebnisse in den Projekten wurde der Green IT-Leitfaden “Energieeffiziente IKT in der Praxis“ entwickelt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.