Ressourcenproduktivität
Was ist Ressourcenproduktivität?
Der Begriff der Ressourcenproduktivität ist verwandt mit dem der Ressourceneffizienz. Er wird vor allem in der technischen und volkswirtschaftlichen Forschung genutzt. Darunter wird vor allem die volkswirtschaftliche Maximierung der Wertschöpfung (Bruttoinlandsprodukt) in Bezug auf die eingesetzten Ressourcen verstanden. Die Ressourcenproduktivität einer Volkswirtschaft ergibt sich damit aus der Summe der Ressourceneffizienz ihrer Unternehmen.
Sektorenkopplung
Was ist Sektorenkopplung?
Mit der Energiewende werden zunehmende Anteile erneuerbaren Stroms in das Netz eingespeist. Ziel ist jedoch, nicht nur im Stromsektor, sondern beispielsweise bei der Wärmeerzeugung und im Verkehr Treibhausgasemissionen zu reduzieren, also auch diese zu dekarbonisieren.
Dies kann u.a. geschehen, in dem erneuerbarer Strom zur Erzeugung von Wärme (siehe auch Power-to-Heat) oder Mobilität (z.B. Batterien in Elektrofahrzeugen) eingesetzt wird. In einem solchen Fall spricht man von Sektorenkopplung, da emissionsarme Energie aus dem Stromsektor genutzt wird, um die Sektoren Wärme oder Verkehr zu versorgen und zu dekarbonisieren.
Smart Energy
Was ist Smart Energy?
Unter Smart Energy werden Ansätze zusammengefasst, die einen Beitrag zur Energiewende leisten, indem sie eine größere Effizienz der Energienutzung oder einen höheren Einsatz erneuerbarer Energien realisieren.
Smart Energy umfasst damit sowohl Technologien wie auch Konzepte, die auf eine effiziente Produktion, Verteilung, Nutzung und Speicherung von Energie ausgerichtet sind. Hierzu ist die Kenntnis der Erzeugungsart, des Verbrauchers und der Nutzung von Energie notwendig, um so eine effiziente und verlustarme Abstimmung von Quellen und Verbrauchern zu erreichen.
Informations- und Kommunikationstechnik spielt hierbei eine Schlüsselrolle, da sie die Grundlage für die daraus resultierenden komplexen Optimierungsprobleme liefert.
soziotechnische Systeme
Was sind soziotechnische Systeme?
Große soziotechnische Systeme sind z.B. die Wärmeversorgung, die Mobilität oder Landwirtschaft und Ernährung. Soziotechnische Systeme verbinden Technologien, Infrastrukturen und Nutzungsmuster zu oft sehr schwer zu verändernden Strukturen.
Start-up-Förderung und -Finanzierung
Was ist Start-up-Förderung und -Finanzierung?
Start-up-Förderung und -Finanzierung ist die Gesamtheit öffentlicher und privater Maßnahmen zur Kapital- und Unterstützungsbereitstellung für grüne Start-ups und andere junge Unternehmen von der Ideengenerierung bis zur Skalierung. Ziel ist die Beschleunigung von Innovation, Markteintritt und Beschäftigungsaufbau im Sinne Nachhaltigen Wirtschaftens.
Typische Instrumente hierfür sind u. a. Zuschüsse, projektbezogene Fördermittel, zinsgünstige Darlehen, Bürgschaften, Beteiligungskapital, Wandelinstrumente, steuerliche Anreize sowie Inkubator- und Akzeleratorprogramme, Beratungs- und Transferleistungen.
Unter Impact Investing verstehen sich Finanzierungsformen, die neben finanzieller Rendite eine positive, messbare ökologische oder soziale Wirkung erzielen sollen.
Start-up-Ökosystem
Was ist ein Start-up-Ökosystem?
Ein Start-up-Ökosystem ist ein vernetztes Gefüge aus Akteuren, Ressourcen und Regeln, das Gründungen ermöglicht und Wachstum fördert. Dazu gehören u. a. grüne Start-ups, Kapitalgebende, Hochschulen, Forschung, Corporates, Politik, Intermediäre, Promotoren, Hubs und Reallabore.
Die Funktion von Start-up-Ökosystemen ist u. a. die Vermittlung von Zugang zu Wissen, Kapital und Märkten, Matching von Teams und Investierenden, Skalierungsunterstützung, Diffusion von Innovationen in Richtung Green Economy und nachhaltigem Wirtschaften.
Sustainable Entrepreneurship
Was ist Sustainable Entrepreneurship?
Sustainable Entrepreneurship ist die Entdeckung, Bewertung und Ausschöpfung von Chancen zur Entwicklung und Durchsetzung innovativer Lösungen, die zu den Zielen und Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung beitragen.
Systemintegration
Was versteht man unter Systemintegration?
Systemintegration bezeichnet die abgestimmte Verbindung und Koordination einzelner Energiekomponenten – wie Erzeuger, Speicher und Verbraucher – zu einem effizienten, umweltfreundlichen und sicheren Gesamtsystem.
Die Transformation des Energiesystems erfordert die Optimierung zahlreicher Einzeltechnologien. Transformatoren, Motoren, Windkraftwerke und PV: alles wird effizienter gemacht und auf niedrige Kosten und lange Haltbarkeit optimiert. Aber das genügt nicht. Letztlich kommt es auf die Kosten, die Umweltfreundlichkeit und die Versorgungsicherheit an, die das Gesamtsystem bietet. Und hierfür müssen die einzelnen Komponenten nicht nur jede für sich optimiert, sondern das Gesamtsystem optimal abgestimmt werden. So erreichen wir z.B. durch den Aufbau von Batteriespeichern, dass wir im Sommer den Solarstrom nicht nur tagsüber, sondern auch nachts nutzen können und ihn nicht abregeln müssen. Durch die digitale Steuerung von Verbrauchern wie Wärmepumpen oder Kühlhäusern können wir Verbrauch in diejenigen Zeiten verschieben, zu denen reichlich Strom erzeugt wird und die Zeiten entlasten, in denen Strom fehlt. Zusammen lassen solche und weitere Aktivitäten als Systemintegration bezeichnen.
Teleconferencing
Was ist Teleconferencing?
Seit dem Angebot erster Telekommunikationsunternehmen in den 1980er Jahren, mehr als einen Teilnehmer in die Leitung zu schalten, wurden mehrere Möglichkeiten entwickelt, durch virtuelle Konferenzen die Kooperation auf Distanz zu verbessern. Drei wesentliche Varianten von Teleconferencing existieren:
- Telefonkonferenzen schaffen die Möglichkeit, dass mehrere Personen aus unterschiedlichen Orten gleichzeitig miteinander sprechen. Telefonkonferenzen erfordern die Nutzung von Festnetz- oder Mobiltelefonen. Sie können durch vorher versandte Bild- oder Textdokumente unterstützt werden.
- Videokonferenzen schaffen dieselbe Möglichkeit, wobei zusätzlich ein Bild der Teilnehmer übertragen wird. Für Videokonferenzen ist die Nutzung eines Smartphones, eines PCs oder eines Videokonferenzraums erforderlich.
- In Webkonferenzen können Texte, Bilder und andere Daten über den Computer empfangen und in Echtzeit ausgetauscht werden. Über E-Mails, Chatrooms, Diskussionsforen, Textnachrichten, Instant Messaging, gemeinsame Datenbanken oder anwendungsspezifische Groupware ist parallel dazu Kommunikation möglich.
Umweltinnovation
Was ist eine Umweltinnovation?
Unter Umweltinnovation versteht man die Entwicklung und Durchsetzung einer neuartigen technischen, organisationalen, institutionellen oder sozialen Problemlösung, die zur Erreichung ökologischer Nachhaltigkeitsziele wie Klimaschutz, Biodiversität, die Vermeidung schädlicher Emissionen und Schadstoffeinträge in Umweltmedien, das Schließen von Stoffkreisläufen usw. beiträgt.