Fichter, K., & Heiting, N. (2026). Projekt-Challenges – Lernen mit Wirkung. TI-Magazin (Technologie-Informationen), „ti“ 3/2025: Transfer in die Praxis. https://doi.org/10.60479/11AB-Y717.
Wissenstransfer durch anwendungsnahe, gesellschaftlich relevante und wissenschaftlich fundierte Lösungen – das ist das Ziel vom Modul Sustainable Venturing, bei dem Studierende mit Praxispartnern zusammenarbeiten. Der hierfür eingesetzte Lehr- und Lernansatz des Challenge-based Learnings verknüpft Theorie, selbstgesteuertes Lernen und praktische Anwendung miteinander, um Herausforderungen wie Klimawandel oder Digitalisierung zu bewältigen. Die Hochschulen stärken damit ihre Rolle als innovative Akteure, Unternehmen profitieren von neuen Ideen.
Challenge-based Learning verbindet Hochschule und Praxis
Die Universität Oldenburg bietet Challenge-based Learning in den Master-Studiengängen Sustainability Economics Management, Wirtschaftsinformatik und BWL an.
Im Zentrum stehen nachhaltigkeitsrelevante Projekt-Challenges, die sich aus aktuellen Gründungs- oder Innovationsvorhaben der Praxispartner ergeben“, erklärt Prof. Dr. Klaus Fichter. „Sie beziehen sich auf Technologien, Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse. Entscheidend sind hierbei Innovationskraft, Nachhaltigkeit und Umsetzbarkeit der Geschäftsideen.“
Studentische Teams von drei bis fünf Personen entwickeln dann mit ihrem Praxispartner in einem sechsmonatigen Innovationssprint innovative Lösungen im jeweiligen Projekt und werden dabei von Lehrenden betreut.
Berufliche Kompetenzen entwickeln
Die Studierendenteams bringen Fachwissen, Analysefähigkeit, Kreativität und einen unvoreingenommenen Blick auf das Unternehmen ein. „Dabei lernen sie reale Anforderungen in Innovationsprozessen kennen, müssen Unsicherheiten bewältigen und ihre Challenge konsequent verfolgen“, schildert Klaus Fichter.
Die Challenges reichen von Kundenbefragungen über Marktpotenzialanalysen bis zu Experteninterviews und Nachhaltigkeitsbewertungen. Die enge Zusammenarbeit mit Praxispartnern sensibilisiert Studierende für unternehmerisches Denken und weitere berufliche Kompetenzen.
Langfristige Kooperationen erhöhen dabei die Sichtbarkeit der Transferstellen und Innovationsaktivitäten der Uni. Interessierte Praxispartner wenden sich direkt an die Professur für Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit.
Den Beitrag „Projekt-Challenges – Lernen mit Wirkung“ erschienen im TI-Magazin (Technologie-Informationen) können Sie hier lesen.
Mehr zum Thema Lernen mit Wirkung
Modul Sustainable Venturing: Im Modul werden Tools und Methoden nachhaltiger Geschäftsmodellentwicklung erlernt und angewendet. Die Ko-Innovation mit den Praxispartnern wird durch ein intensives Coaching durch das Lehrendenteam begleitet. Lernen an realen Praxisfällen (Challenge-based Learning) steht im Mittelpunkt.
Apl. Professur Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit: Im Mittelpunkt der Forschungsarbeit der außerplanmäßigen Professur Innovationsmanagement & Nachhaltigkeit stehen theoretische Fragen der Evolutorischen Ökonomik und der Interaktionsökonomik sowie empirische und anwendungsbezogene Aspekte des Innovationsmanagements, der Generierung von Nachhaltigkeitsinnovationen und „grüner“ Zukunftsmärkte sowie des umweltorientierten Unternehmertums (Eco-Entrepreneurship).
Autorinnen und Autoren
Prof. Dr. Klaus Fichter ist Gründer und Leiter des Borderstep Instituts sowie Professor für Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind Sustainable Entrepreneurship, Nachhaltigkeitsinnovationen, Start-up-Ökosysteme, grüne Start-ups sowie Instrumente und Metriken zur Wirkungs- und Impact-Messung.
Herausgeber
TI-Magazin (Technologie-Informationen)
Zitiervorschlag
Fichter, K., & Heiting, N. (2026). Projekt-Challenges – Lernen mit Wirkung. TI-Magazin (Technologie-Informationen), „ti“ 3/2025: Transfer in die Praxis. https://doi.org/10.60479/11AB-Y717.