Clausen, J. & Timmermann, U. (2026). Wärmepläne im Schatten der Biotreppe. Alternative Kommunalpolitik (AKP), 47(2), 16–17.
Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) steht vor der Tür und bringt tiefgreifende Änderungen für die Wärmewende in deutschen Kommunen mit sich. Doch wie können Städte und Gemeinden die neuen Rahmenbedingungen nutzen, um klimafreundliche Heizlösungen voranzutreiben? Der Artikel „Wärmepläne im Schatten der Biotreppe“ aus der Zeitschrift Alternative Kommunalpolitik (AKP 2/2026) analysiert die Chancen und Risiken der geplanten Biotreppe, die die bisherige 65-Prozent-Regel ersetzen soll.
Warum die Biotreppe Kommunen vor Herausforderungen stellt
Die schrittweise Beimischung von Biomethan und Bioöl in Gas- und Ölheizungen soll den Übergang zu erneuerbaren Energien erleichtern. Doch die Daten zeigen: Steigende Brennstoffkosten und begrenzte Klimawirkung machen diese Lösung langfristig teuer. Während die Betriebskosten für Wärmepumpen bis 2040 voraussichtlich sinken, drohen Haushalten mit fossilen Heizsystemen deutlich höhere Ausgaben.
Lösungsansätze für Kommunen: Kollektiver Einkauf und gezielte Förderung
Wie können Kommunen ihre Bürgerinnen und Bürger jetzt unterstützen? Der Artikel stellt erfolgreiche Praxisbeispiele vor, darunter:
- Kollektiver Einkauf von Wärmepumpen, um Kosten zu senken und den Umstieg zu beschleunigen.
- Öffentliche Markterkundungsverfahren nach dem Vorbild der Stadt Trier, die Solarmodule und Batteriespeicher gemeinsam beschafft.
- Gezielte Informationskampagnen und kommunale Förderprogramme, um Unsicherheiten abzubauen und Investitionen in klimaneutrale Heizsysteme zu erleichtern.
Warum Handeln jetzt entscheidend ist
Wer zu lange wartet, riskiert nicht nur steigende Energiekosten, sondern verpasst auch Fördermöglichkeiten. Kommunen, die jetzt aktiv werden, können nicht nur ihre Klimaziele erreichen, sondern auch soziale Härten abfedern.
Für wen ist dieser Artikel relevant?
- Kommunale Entscheiderinnen und Entscheider (Klimaschutzmanager, Stadtwerke, Bauämter)
- Energieberaterinnen und Energieberater und Planungsbüros
- Wohnungswirtschaft und Genossenschaften
- Bürgerinnen und Bürger, die sich über Fördermöglichkeiten und Heizungsalternativen informieren möchten
Den Artikel „Wärmepläne im Schatten der Biotreppe“ können Sie bei der Zeitschrift Alternative Kommunal Politik (AKP) bestellen.
Die Biotreppe ist kein Freifahrtschein für fossile Heizungen. Kommunen müssen jetzt handeln – mit kollektivem Einkauf und klaren Förderprogrammen, um den Umstieg auf Wärmepumpen für alle bezahlbar zu machen.“ — Dr. Jens Clausen, Borderstep Institut
Weiterführende Links
- Projekt: Potenziale einer gemeinschaftlichen Wärmeversorgung
- Projekt: Solare Wärmepumpe – Heizen und Kühlen mit der Sonne
- Projekt: Key Points der kommunalen Wärmewende
- Publikationen: Thema Wärmewende
- Glossar: Die wichtigsten Begriffe aus dem Forschungsbereich Innovation und Nachhaltigkeit
Autorschaft
Dr. Jens Clausen ist Mitgründer und Gesellschafter des Borderstep Instituts. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der Innovations- und Transformationsforschung, insbesondere in den Bereichen Energiesysteme, Wärme/Heiztechnik, Elektromobilität und Digitalisierung.
Ute Timmermann
Herausgeber
Alternative Kommunalpolitik (AKP)
Zitiervorschlag
Clausen, J. & Timmermann, U. (2026). Wärmepläne im Schatten der Biotreppe. Alternative Kommunalpolitik (AKP), 47(2), 16–17.
Themen
Energienetze Wärmewende Sektorkopplung Erneuerbare Energien Abwärme Wärmepumpen Energieflexibilität Systemintegration
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