Klimaschutz mit Second-Life-Batterien (2nd-Life)
Klimaschutz durch Ressourceneffizienz bei stationären Batteriespeichern für Gewerbe und Industrie
Mit dem Projekt Klimaschutz mit Second-Life-Batterien (2nd-Life) unterstützt das Borderstep Institut gemeinsam mit der Voltfang GmbH den klimaschonenden Markthochlauf stationärer Batteriespeicher für Gewerbe und Industrie. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie der ökologische und ökonomische Nutzen von stationären Batteriespeichersystemen belastbar bewertet und für Investitionsentscheidungen nutzbar gemacht werden kann.
Stationäre Batteriespeichersysteme können in Gewerbe und Industrie klimaschonend und gewinnbringend eingesetzt werden. Zum Beispiel:
- im betrieblichen Energiemanagement,
- zur Lastspitzenkappung,
- zur Eigenverbrauchsoptimierung oder
- zur besseren Integration erneuerbarer Energien.
Nachhaltigkeitsnutzen sichtbar und bewertbar machen
Obwohl ressourcenschonende Batteriespeicherlösungen ein hohes Potenzial für Klimaschutz und Ressourceneffizienz bieten, fehlen bislang herstellerneutrale, wissenschaftlich fundierte und zugleich praxistaugliche Bewertungsgrundlagen. Für Gewerbe- und Industriekunden ist oft schwer nachvollziehbar, welche Klima-, Ressourcen- und Wirtschaftlichkeitseffekte durch die Nutzung solcher Systeme tatsächlich entstehen und wie diese im Vergleich zu konventionellen Batteriesystemen oder Energielösungen einzuordnen sind.
Vor diesem Hintergrund gewinnen belastbare Ansätze zur Nachhaltigkeits- und Impactbewertung stationärer Batteriespeichersysteme zunehmend an Bedeutung. Im Fokus stehen dabei methodische Fragestellungen der Ökobilanzierung, des Carbon Footprinting, des Impact Forecasting sowie der Allokation und Zurechnung von Nachhaltigkeitswirkungen entlang komplexer Wertschöpfungsketten.
Wissenschaftliche Grundlagen für tragfähige Investitionsentscheidungen
Das Borderstep Institut untersucht im Projekt zudem die zentralen Hürden und Erfolgsfaktoren für die Verbreitung klimaschonender stationärer Batteriespeicherlösungen mit besonderem Fokus auf Second-Life-Anwendungen. Dazu werden Anwendungsszenarien entwickelt, Diffusionspfade analysiert und Geschäftsmodelloptionen für zirkuläre Produkt-Service-Systeme herausgearbeitet.
Entscheidungswissen für Gewerbe und Industrie
Darauf aufbauend werden praxisnahe Informationen für Unternehmen aus Gewerbe und Industrie sowie für Fachplanung, Projektentwicklung, Installation, Energieberatung, Verbände und weitere Multiplikatoren entwickelt. Dazu gehören unter anderem:
- Fallprofile,
- Infografiken,
- Informationsmaterialien,
- Webinare und
- Dialogformate.
Die Materialien sollen zentrale Fragen zu Einsatzmöglichkeiten, Wirtschaftlichkeit, Leistungsfähigkeit, Lebensdauer, Service-Modellen und Nachhaltigkeitswirkungen beantworten. Ziel ist es, Unsicherheiten abzubauen, tragfähige Geschäftsmodelle sichtbar zu machen und Investitionsentscheidungen für ressourcenschonende stationäre Batteriespeicher fachlich zu unterstützen.
Beitrag zur Kreislaufwirtschaft
Das Projekt verbindet anwendungsorientierte Nachhaltigkeitsbewertung mit Wissenstransfer und Marktdiffusion. Es trägt dazu bei, ressourcenschonende Speicherlösungen, wie Second-Life-Batterien als Bausteine einer ressourcenschonenden Energie- und Kreislaufwirtschaft besser bewertbar, verständlicher und anschlussfähiger zu machen.
Die Projektergebnisse sollen während und nach Ende der Förderphase durch Verbund- und Netzwerkpartner genutzt werden und so eine breite Verbreitung der entwickelten Bewertungsansätze, Informationen und Dialogformate ermöglichen.
