Impact Panel
Monitoring ökologischer, ökonomischer und sozialer Langzeitwirkungen von Start-ups
Start-ups können wichtige Beiträge zum Umwelt- und Klimaschutz leisten. Mit dem Forschungsprojekt Impact Panel entwickeln die Universität Oldenburg und das Borderstep Institut einen neuen Ansatz, um die ökologischen, ökonomischen und sozialen Wirkungen von Start-ups langfristig und systematisch zu untersuchen.
Bestehende Evaluationen konzentrieren sich meist auf einzelne Förderprogramme, kurze Betrachtungszeiträume und vor allem auf ökonomische Effekte. Dadurch fehlen Politik, Fördermittelgebenden, Investierenden und Gründungsunterstützenden belastbare Daten, um Fördermaßnahmen, Investitionen und Unterstützungsangebote wirkungsorientiert auszurichten.
Langfristige Wirkungen von Start-ups messen
Das Projekt Impact Panel setzt genau an dieser Lücke an. Ziel ist die Entwicklung eines neuartigen Unternehmenspanels, mit dem dieselben Start-ups über einen längeren Zeitraum wiederholt untersucht werden. Erfasst werden dabei sowohl die Unternehmensentwicklung als auch ökologische, ökonomische und soziale Wirkungen sowie Faktoren, die hohe Wirksamkeit begünstigen oder behindern.
Das Panel soll grüne Start-ups ebenso wie Vergleichs- und Kontrollgruppen abbilden und prospektive Wirkungsabschätzungen mit der Messung tatsächlich eingetretener Wirkungen verbinden. Hierfür werden ein Rahmenkonzept, eine geeignete Datenarchitektur, Indikatoren zur Wirkungsmessung sowie ein Stichproben- und Befragungskonzept entwickelt. Ergänzend werden KI-gestützte Verfahren zur Webanalyse und Datenaktualisierung entwickelt und erprobt. In einer Pilotdurchführung wird das Konzept praktisch getestet und ausgewertet.
Wirkungsorientierte Förderung und Investitionen
Langfristiges Ziel ist der Aufbau eines belastbaren und dauerhaft nutzbaren Impact Panels. Dieses soll künftig ermöglichen, die Langzeitwirkungen von Start-ups systematisch zu messen, Erfolgsfaktoren sichtbar zu machen, Förderprogramme vergleichbar zu evaluieren und politische sowie praktische Entscheidungen im Start-up-Ökosystem stärker an tatsächlicher Nachhaltigkeitswirkung auszurichten.
Zugleich schafft das Vorhaben die Grundlage für eine langfristige Weiterentwicklung des Green Startup Reports hin zu einem stärken wirkungs- und längsschnittorientiertem Monitoring.
