Zahl der Woche – direkt aus der Welt der Rechenzentren
Zahlen können trocken sein – müssen sie aber nicht! Einmal in der Woche picken wir uns in Zusammenarbeit mit DataCenter-Insider eine besonders spannende, überraschende oder einfach beeindruckende Zahl aus der Rechenzentrumsbranche heraus. Mal geht’s um Strom, mal ums Wachstum, mal um neue Rekorde – aber immer um das, was unsere digitale Welt antreibt.
08.01.2026
Deutschlands Rechenzentrumskapazitäten könnten sich verdreifachen
Der Rechenzentrumsmarkt in Deutschland boomt. Beinahe im Wochentakt werden neue Projekte angekündigt – viele davon mit einem Strombedarf, der dem einer Großstadt entspricht. Ob und wie schnell die Projekte realisiert werden, kann niemand zuverlässig beantworten. Aber die Dimension ist enorm: Zusammengenommen kommen die geplanten Projekte auf eine Kapazität von 5.500 MW – vergleichbar mit der Leistung von vier Atomkraftwerken.
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Studie: Rechenzentren in Deutschland
18.12.2025
Frankfurt Rhein/Main bleibt Deutschlands bedeutendster Rechenzentrumsstandort
Mit 1.100 Megawatt Rechenzentrumskapazität liegt Hessen – getragen von der Region Frankfurt Rhein/Main – im Bundesländervergleich deutlich an der Spitze. Und dies wird auch in Zukunft so bleiben. Aktuell sind in der Region Frankfurt Rhein/Main neue Rechenzentrums-Projekte mit einer Kapazität von über 2.300 Megawatt geplant.
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Studie: Rechenzentren in Deutschland
11.12.2025
Hohe Nachfrage nach Rechenzentrums-Kapazitäten
Die Region Frankfurt-Rhein/Main weist mit lediglich 3 % die niedrigste Leerstandsquote aller führenden Rechenzentrumsmärkte in Europa auf. Offen bleibt, ob dies vor allem die hohe Attraktivität des Standorts widerspiegelt – oder ob der Ausbau neuer Kapazitäten schlicht nicht schnell genug vorankommt.
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European Data Centres Figures Q2 2025
4.12.11.2025
Cloud Computing treibt das Wachstum der Rechenzentren in Deutschland
Die Kapazitäten der Cloud-Installationen in Deutschland sind im vergangenen Jahr um 17 % auf 1.450 Megawatt gestiegen. Grund sind insbesondere die Milliardeninvestitionen von internationalen Tech-Konzernen. Aber auch mittelständische nationale Cloud-Anbieter wachsen deutlich.
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Studie: Rechenzentren in Deutschland
27.11.2025
KI heizt Rechenzentrumswachstum an
Die größten Rechenzentrumsmärkte der USA – North Virginia, Chicago, Atlanta und Phoenix – verzeichneten im ersten Quartal 2025 einen durchschnittlichen Kapazitätszuwachs von 43 % gegenüber dem Vorjahr. Wie der Immobiliendienstleister CBRE ermittelt, konnte Northern Virginia damit seine Stellung als weltweit größter Rechenzentrumsstandort weiter ausbauen; Atlanta hat seine Kapazitäten sogar verdreifacht und sich damit auf den zweiten Platz vorgeschoben.
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Global Data Center Trends 2025
20.11.2025
Energiebedarf von Rechenzentren steigt weiter
Effizienzsteigerungen können den wachsenden Bedarf an Rechenleistung nicht ausgleichen. Trotz stetiger Effizienzverbesserungen führt der aktuell boomende Rechenzentrumsmarkt zu weiter steigenden Energiebedarfen der Branche. Im Jahr 2025 werden die Rechenzentren in Deutschland voraussichtlich 21,3 Mrd. kWh Strom verbrauchen – mehr, als alle deutschen Wasserkraftanlagen zusammen erzeugen.
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Studie: Rechenzentren in Deutschland
13.11.2025
Investitionen auf Rekord-Niveau
Im Jahr 2025 werden Rekordsummen in die Rechenzentren in Deutschland investiert: 12 Mrd. € in IT-Hardware und 3,3 Mrd. € in Gebäude und technische Gebäudeausrüstung. Auch in Zukunft wird der deutsche Markt deutlich wachsen. Ein Beleg dafür ist die aktuelle Ankündigung von Milliarden-Investitionen durch Google. Aber auch die Investitionen von nationalen und regionalen Rechenzentrums- und Cloud-Anbietern steigen deutlich.
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Studie: Rechenzentren in Deutschland
06.11.2025
Deutschlands Wärmenetze sind noch zu heiß
Ob Abwärme aus Rechenzentren sinnvoll genutzt werden kann, hängt maßgeblich vom Temperaturniveau der vorhandenen Wärmenetze ab. Während moderne Netze bereits mit Temperaturen von 70 °C oder darunter arbeiten, lag das Temperaturniveau laut Fernwärmeverband AGFW im Jahr 2022 bei über drei Vierteln der deutschen Fernwärmenetze noch bei 90 °C oder mehr.
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DC2HEAT
30.10.2025
Ende von Moore’s Law?
Zwischen 2017 und 2022 verbesserte sich die Energieeffizienz von Standardservern – gemessen in Rechenleistung (GigaFLOPs) pro Watt – jährlich um durchschnittlich 26 %. Da die physischen Grenzen der Miniaturisierung erreicht werden, gehen viele Expertinnen und Experten davon aus, dass sich derartige Effizienzgewinne in Zukunft nicht mehr erreichen lassen.
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Studie: Energy Efficiency of Servers
23.10.2025
Hohe Anforderungen an die Ausfallsicherheit von Rechenzentren
Um das Risiko von Ausfällen zu reduzieren, setzen Betreiberinnen und Betreiber auf redundante Infrastrukturen – vor allem bei der Klimatisierung und der Stromversorgung. Besonders verbreitet ist das N+1-Redundanzkonzept: Dabei wird jeder technischen Anlage eine zusätzliche Komponente hinzugefügt, um Ausfälle oder notwendige Wartungsarbeiten ohne Betriebsunterbrechung abfangen zu können.
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Bitkom-Studie: Rechenzentren in Deutschland
16.10.2025
Dezentralität als Pfeiler einer souveränen und resilienten digitalen Infrastruktur
Viele Unternehmen und Behörden in Deutschland betreiben Klein-Rechenzentren und Serverräume. Diese 50.000 kleinen IT-Lokationen mit weniger als 100 kW IT-Anschlussleistung sind damit ein wesentliches Element einer souveränen und resilienten digitalen Infrastruktur.
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Bitkom Studie: Rechenzentren in Deutschland
09.10.2025
EU will Wachstum der Rechenzentren massiv beschleunigen
Die EU will im internationalen KI-Wettlauf aufholen und Europa zu einem führenden KI-Standort machen. Dazu sollen auch die KI-Daten- und Computerinfrastruktur massiv ausgebaut werden. Innerhalb der nächsten 5 – 7 Jahre soll sich die Rechenzentrumskapazität in der EU mindestens verdreifachen. Ein ehrgeiziges Ziel – zumal Herausforderungen wie begrenzte Netzanschlusskapazitäten, lange Genehmigungs- und Bauzeiten sowie Lieferengpässe bei Geräten und Anlagen berücksichtigt werden müssen.
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EU Kommission
02.10.2025
Unabhängig vom Stromnetz
In den USA gehen Experten davon aus, dass bis 2030 mehr als ein Viertel der Rechenzentren unabhängig vom öffentlichen Netz betrieben werden können. Erste Projekte gibt es auch in Deutschland. Ob das gut für das Klima ist? Das hängt davon ab, wie der Strom erzeugt wird. Derzeit setzen viele Konzepte auf Erdgas – mit entsprechend negativen Folgen für die CO₂-Bilanz. Für die Zukunft werden in den USA kleine Atomreaktoren diskutiert. Diese schneiden zwar besser beim Klima ab, bringen aber neue Herausforderungen mit sich – von Sicherheitsfragen über Kosten bis hin zu langfristiger Nachhaltigkeit
Weitere Informationen:
Bloomenergy
25.09.2025
Beton treibt CO₂-Emissionen bei Rechenzentren in die Höhe
Große Rechenzentrumsprojekte tragen nicht nur im Betrieb, sondern auch durch den Bau der Gebäude zum Klimawandel bei. Vor allem Beton hat eine hohe Klimawirkung. Die Zementherstellung verursacht acht Prozent der globalen Treibhausgasemissionen. Auch hier gibt es Möglichkeiten zum Klimaschutz, etwa durch die Entwicklung klimafreundlichen Betons oder den Einsatz von Holz als nachhaltigem Baustoff.
Weitere Informationen:
WWF: Klimaschutz in der Beton- und Zementindustrie
18.09.2025
Mega-Rechenzentren im KI-Zeitalter
Die enormen Leistungsanforderungen von Anwendungen im Bereich der generativen KI führen dazu, dass immer größere Rechenzentren gebaut werden. Ein prominentes Beispiel ist Elon Musks Supercomputer Colossus. Dieser soll zukünftig über bis zu einer Million GPUs (Graphics Processing Units) verfügen. Damit könnte die IT-Leistung dieses Rechenzentrums etwa ein Gigawatt erreichen. Zum Vergleich: In Deutschland lag die maximale IT-Leistung aller Rechenzentren zusammen im Jahr 2024 bei unter 3 Gigawatt.
Weitere Informationen:
Datacenter Insider
11.09.2025
Digitalisierung treibt Hardwarebedarf in die Höhe
Die Zahlen variieren je nach Quelle, doch der Trend ist eindeutig: Die Zahl der weltweit installierten Server steigt kontinuierlich. Gleichzeitig nimmt ihre Leistung – vor allem durch den verstärkten Einsatz leistungsfähiger GPUs (Graphics Processing Units) – deutlich zu. Das Resultat: Massiv steigende Energie- und Ressourcenbedarfe von Rechenzentren.
Weitere Informationen:
Paper: Server stock data
04.09.2025
Balanceakt zwischen Kühlung und Energieeffizienz
Um ihren Energieverbrauch zu reduzieren, setzen viele Rechenzentren auf Verdunstungskühlung – ein Verfahren, das Strom spart, aber Wasser verbraucht. Laut den an die EU gemeldeten Daten benötigen Rechenzentren im Durchschnitt 0,58 Liter Wasser pro verbrauchter Kilowattstunde Strom.
Weitere Informationen:
Facts & Figures: Rechenzentren in der EU
28.08.2025
Digitale Infrastruktur schafft Arbeitsplätze
Rechenzentren schaffen Arbeitsplätze mit Zukunft. Interessanter Nebeneffekt: Während der Bau von Großrechenzentren vor allem Wirkung auf die nationalen und internationalen Arbeitsmärkte hat, stärken die Rechenzentren von mittelständischen Anbietern die regionale Wirtschaft.
Weitere Informationen:
Bitkom Studie: Rechenzentren in Deutschland
21.08.2025
Frankfurt/Rhein-Main baut Position weiter aus
Rechenzentren neigen zur räumlichen Ballung
– ein Phänomen, das als „Data Gravity“ bekannt ist. In Deutschland konzentrieren sich die Rechenzentren auch zukünftig sehr stark im Raum Frankfurt/Rhein-Main. Mit deutlichem Abstand folgt die Hauptstadtregion Berlin/Brandenburg auf Platz zwei der wichtigsten Standorte für digitale Infrastruktur.
Weitere Informationen:
Bitkom Studie: Rechenzentren in Deutschland
14.08.2025
Rechenleistung wächst deutlich
20 Jahre Mehrkern-Technologie: CPUs im Leistungssprung. Vor zwei Jahrzehnten hielten Mehrkern-Prozessoren Einzug in die Serverwelt – ein Meilenstein für die Effizienz und Leistungsfähigkeit von Rechenzentren. Heute können Server-Prozessoren 128 oder mehr Kerne besitzen. Insgesamt arbeiten über 160 Millionen Kerne in Deutschlands Rechenzentren.
Weitere Informationen:
Bitkom Studie: Rechenzentren in Deutschland
07.08.2025
Langwierige Realisierung von Rechenzentrumsprojekten
In Deutschland müssen für größere Rechenzentren Planungs- und Bauzeiten von mindestens 3,5 Jahren einkalkuliert werden – oft dauert es auch deutlich länger.
Ein Blick in die USA zeigt, wie groß die Unterschiede sein können: Dort wurde das Colossus-Rechenzentrum von Elon Musk mit einer Anschlussleistung von rund 100 Megawatt in nur 122 Tagen errichtet – ein Extrembeispiel, das dennoch zeigt, was möglich ist.
Weitere Informationen:
Heise Online
31.07.2025
Fällt Europa weiter zurück?
Allein im Jahr 2025 werden die vier großen US-Technologiekonzerne – Amazon, Microsoft, Alphabet (Google) und Meta – voraussichtlich über 320 Milliarden US-Dollar in Künstliche Intelligenz und Rechenzentrumsinfrastruktur investieren. Zum Vergleich: Die Europäische KI-Champions-Initiative hat auf dem KI-Gipfel im Februar 2025 für die nächsten fünf Jahre Investitionen in Höhe von 150 Milliarden Euro angekündigt.
Weitere Informationen:
The Economic Times
24.7.2025
Rechenzentrumsmarkt boomt weiter
Starkes Wachstum erwartet: Die Kapazitäten der Rechenzentren in Deutschland werden in den kommenden Jahren deutlich ausgebaut.
Bis zum Jahr 2030 soll die installierte IT-Anschlussleistung auf rund 4.850 Megawatt steigen – und damit mehr als doppelt so hoch sein wie noch im Jahr 2022.
Weitere Informationen:
Bitkom Studie: RZ in Deutschland
18.07.2025
So können Rechenzentren die Energiewende unterstützen
Rechenzentren verfügen über leistungsstarke Infrastrukturen – und genau die können eine wichtige Rolle im Energiesystem übernehmen. Richtig eingebunden, lassen sich Notstromaggregate, Batteriespeicher oder neue Technologien wie Brennstoffzellen zur Bereitstellung von Regelleistung nutzen. Damit könnten Rechenzentren helfen, Schwankungen im Stromnetz auszugleichen, die durch die Integration erneuerbarer Energien oder unvorhergesehene Ereignisse entstehen können.
Weitere Informationen:
BMWK Gutachten: Stand und Entwicklung des Rechenzentrumsstandorts Deutschland
11.07.2025
Deutsche Rechenzentren setzen Maßstäbe bei der Energieeffizienz
Rechenzentren in Deutschland arbeiteten im Jahr 2024 mit einem durchschnittlichen PUE-Wert von 1,46. Das bedeutet: 46 % des Stroms, den die IT im Rechenzentrum verbraucht, wird zusätzlich noch für Klimatisierung, unterbrechungsfreie Stromversorgung und sonstige Gebäudetechnik benötigt. Im internationalen Vergleich ist das ein klarer Effizienzvorsprung: Eine Studie des Uptime-Instituts ermittelt einen weltweit durchschnittlichen PUE-Wert von 1,56 im Jahr 2024.
Weitere Informationen:
Bitkom Studie: RZ in Deutschland
Zahl vom 04.07.2025
Wärme aus der Cloud: Klimafreundlich heizen
In Deutschland gewinnt die Nutzung von Abwärme aus Rechenzentren zunehmend an Bedeutung. Das Potenzial für die Wärmewende ist beachtlich – auch wenn weiterhin Herausforderungen bestehen, etwa bei der Anbindung an geeignete Wärmenetze. Das Forschungsprojekt DC2HEAT schätzt, dass bis zum Jahr 2035 bis zu 300.000 Wohnungen mit Rechenzentrumsabwärme beheizt werden könnten. Das würde einer jährlichen Einsparung von rund 650.000 Tonnen Treibhausgasen entsprechen.
Weitere Informationen:
DC2HEAT
Zahl vom 27.06.2025
Mehr Rechenpower für KI: Rechenzentren im Wandel
USA weltweit führend: Zwar gibt es in Deutschland im internationalen Vergleich viele Hochleistungsrechner, die vor allem für wissenschaftliche Zwecke genutzt werden. Spezielle KI-Hardware ist hierzulande aber eher selten. In den USA belegen KI-Server aktuell bereits ungefähr die Hälfte aller Rechenzentrumskapazitäten.
Weitere Informationen:
Rechenzentrumsstudie des Berkeley Lab
Bitkom Studie: RZ in Deutschland
Borderstep Expertise
Das Borderstep Institut ermittelt bereits seit 2007 Zahlen zum Stromverbrauch von Rechenzentren.
Die Berechnungen erfolgen mit Hilfe eines umfangreichen Strukturmodells der Rechenzentrumslandschaft in Deutschland und Europa, das am Borderstep Institut entwickelt wurde und seit 2012 regelmäßig aktualisiert wird.
In dem Modell sind die Rechenzentren in unterschiedlichen Größenklassen in ihrer Ausstattung mit verschiedenen Servertypen, Speichersystemen und Netzwerkinfrastrukturen beschrieben.
Außerdem wird zwischen Cloud-, Edge und traditionellen Rechenzentren unterschieden. Auch die Altersstruktur der Server und die Stromverbräuche der verschiedenen Servertypen in unterschiedlichen Betriebszuständen werden dabei berücksichtigt. Ebenso ist die Gebäudetechnik wie Klimatisierung, Stromversorgung, USV, etc. modelliert.
Auswahl an Publikationen
- BMWK (Hrsg.). (2025). Stand und Entwicklung des Rechenzentrumsstandorts Deutschland. Gutachten im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz. Download
- Hintemann, R., Hinterholzer, S. & Progni, K. (2024). Bitkom-Studie Rechenzentren in Deutschland: Aktuelle Marktentwicklungen – Stand 2024. Berlin: Bitkom. Download
- Hintemann, R. & Hinterholzer, S. (2023). Rechenzentren 2022. Steigender Energie- und Ressourcenbedarf der Rechenzentrumsbranche. Download
- Hintemann, R. & Hinterholzer, S. (2022). Rechenzentren 2021. Cloud Computing treibt das Wachstum der Rechenzentrumsbranche und ihres Energiebedarfs. Download
- Hintemann, R. (2021). Rechenzentren 2020. Cloud Computing profitiert von der Krise. Energiebedarf der Rechenzentren steigt trotz Corona weiter an. Download
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