Parlamentarischer Abend 2026
Das Klimaneutralitätsnetz als Grundlage für regionale Wertschöpfung in Schleswig-Holstein – Innovationen, Flächen und Energie
Wie können große Stromverbraucher so in das Stromnetz integriert werden, dass sie die Energiewende unterstützen, statt zusätzliche Engpässe zu verursachen? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Keynote von Dr. Severin Beucker beim gemeinsamen Parlamentarischen Abend 2026 von TenneT Germany und HanseWerk / SH Netz.
Am Beispiel von Rechenzentren zeigt der Gründer und Gesellschafter des Borderstep Instituts, wie eine netzdienliche Ansiedlung großer Stromverbraucher aussehen kann. Mit dem wachsenden Strombedarf von Rechenzentren gewinnt die Standortfrage zunehmend an Bedeutung. Werden Erzeugung und Verbrauch räumlich und zeitlich sinnvoll aufeinander abgestimmt, können große Verbraucher Überschüsse aus erneuerbaren Energien aufnehmen. Bei geringer Einspeisung können eigene Erzeugungsanlagen wiederum zur Stabilisierung des Stromsystems beitragen.
Rechenzentren netzdienlich ins Stromnetz integrieren
Eine solche netzdienliche Integration kann dazu beitragen, den zusätzlichen Bedarf an Netzausbau und Speichern zu begrenzen. Severin Beucker stellt dazu Best-Practice-Ansätze vor und ordnet ein, welche Rolle die Standortwahl von Rechenzentren für Stromnetze und Energiewende spielen kann.
Der Parlamentarische Abend widmet sich der Frage, wie Energieerzeugung, Netzausbau, verfügbare Flächen und neue Stromverbraucher in Schleswig-Holstein besser zusammengebracht werden können.
Neben Severin Beucker wirken unter anderem Innenministerin Magdalena Finke, CIMA-Büroleiter Nils Meyer, die Staatssekretäre Dr. Sönke Schulz und Joschka Knuth sowie Vertreterinnen und Vertreter von HanseWerk und TenneT Germany mit. Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion stehen Flächen, Netzausbau und regionale Wertschöpfung.
Über Dr. Severin Beucker
Dr.-Ing. Severin Beucker ist Gründer und Gesellschafter des Borderstep Instituts für Innovation und Nachhaltigkeit. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf nachhaltiger Digitalisierung, Innovationsprozessen im Energiesektor und nachhaltigen Geschäftsmodellen. Er hat zahlreiche Forschungsprojekte für deutsche und internationale Auftraggeber durchgeführt und ist Mitglied in internationalen Forschungsnetzwerken sowie im wissenschaftlichen Beirat des Kompetenzzentrums Energieeffizienz durch Digitalisierung (KEDi) der dena. An der Schnittstelle von Digitalisierung, Energie und Nachhaltigkeit entwickelt er wissenschaftlich fundierte Ansätze für die Gestaltung und Bewertung neuer Technologien und Geschäftsmodelle.

