Green AI neu denken
  • © ZUG/Toni Kretschmer

KI-Infrastruktur nachhaltig gestalten: Borderstep auf der AI Conference 2026

  • 6. Oktober 2026 | 10.00 - 17.30 Uhr
  • Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH | Stresemannstraße 69 - 71 | 10963 Berlin

Wie lässt sich KI-Infrastruktur möglichst umweltverträglich gestalten? Mit dem Boom Künstlicher Intelligenz wachsen die Anforderungen an Rechenzentren – und damit die Bedeutung ihres Energie- und Ressourcenverbrauchs. Auf der AI Conference 2026 bringt Borderstep Researcher Simon Hinterholzer seine Expertise zur Nachhaltigkeit von Rechenzentren in die Fachsession „Systemgrenzen und Infrastruktur“ ein.

Rechenzentren als Basis der KI-Infrastruktur

Leistungsfähige Rechenzentren bilden die technische Grundlage für die Entwicklung und Nutzung von KI-Anwendungen und großen Sprachmodellen (Large Language Models, LLMs). Die Fachsession nimmt deshalb die Energie- und Stoffströme von Rechenzentren sowie die ökologischen Auswirkungen von Bau und Betrieb in den Blick.

Diskutiert werden unterschiedliche Infrastrukturkonzepte, von großen Hyperscale-Rechenzentren bis zu dezentralen Ansätzen, und ihre Bedeutung für eine nachhaltigere KI-Infrastruktur. Dabei geht es unter anderem um Energieeffizienz und CO₂-Intensität, Standortentscheidungen, Resilienz und Steuerbarkeit. Eine Frage ist beispielsweise, welche Bedeutung ein niedriger PUE-Wert im Verhältnis zu einem Betrieb hat, bei dem flexible Rechenlasten gezielt in Zeiten mit einer niedrigen CO₂-Intensität der Stromversorgung verschoben werden.

Marktentwicklung, Ressourcenverbrauch und politische Rahmenbedingungen

Simon Hinterholzer ordnet diese Fragen aus Sicht der Forschung zu Rechenzentren ein. In seinem Input beleuchtet er Marktentwicklungen, Energie- und Ressourcenverbrauch sowie politische Rahmenbedingungen für Rechenzentren und KI. Im Anschluss diskutieren Expertinnen und Experten aus Forschung, Umwelt und Rechenzentrumswirtschaft über unterschiedliche Ansätze für eine nachhaltigere KI-Infrastruktur.

Die AI Conference 2026 „Green AI neu denken“ wird von der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) veranstaltet. Sie beleuchtet Umweltwirkungen entlang des gesamten KI-Lebenszyklus und bringt dafür Fachleute aus Forschung, Unternehmen und Politik zusammen.

Weitere Informationen und das Programm finden Sie hier: AI Conference 2026 Hier geht’s zur Anmeldung.

Borderstep Expertise im Bereich Digitalisierung & GreenIT

Borderstep forscht bereits seit mehr als einem Jahrzehnt zum ressourceneffizienten Einsatz von digitalen Produkten und Diensten. Dabei werden alle Facetten des Themas untersucht, das heute oft auch mit dem Schlagwort GreenIT umschrieben wird. Gemeint sind mit dem Begriff zum einen IKT-Produkte, deren Herstellung, Betrieb und Entsorgung weniger Energie- und Ressourcenbedarf verursacht („Green in der IT“). Besonders bedeutend sind aber zum anderen auch digitale Lösungen, durch deren Einsatz in allen Branchen und Lebensbereichen der Ressourcenbedarf verringert werden kann („Green durch IT“).

Ein zentraler Bestandteil der digitalen Infrastruktur sind Rechenzentren. Seit 2007 analysiert das Borderstep Institut den Stromverbrauch von Rechenzentren in Deutschland und Europa. Grundlage ist ein eigenes Strukturmodell, das seit 2010 regelmäßig aktualisiert wird. Das Modell bildet Rechenzentren nach Größe, Technik und Betriebsform – Cloud, Edge, traditionell – präzise ab. Es berücksichtigt Servertypen, Altersstrukturen und Gebäudetechnik wie Kühlung und Stromversorgung. So liefert Borderstep belastbare Zahlen und Szenarien zur Entwicklung digitaler Infrastrukturen und ihrer Nachhaltigkeit.

Mit Projekten wie z. B. TEMPRO, DC2HEAT, DCESS und EUDCEAR entwickelt das Institut Lösungen für eine klimafreundliche und energieeffiziente Digitalisierung.

Alle aktuellen Projekte im Forschungsschwerpunkt Digitalisierung & GreenIT finden Sie hier.