War Green IT nur eine Blase?
Für Data Center Insider, das Online-Magazin für die Rechenzentrumsbranche, analysierte Borderstep-Wissenschaftler Dr. Ralph Hintemann den Hype um Green IT.
Warum ist mehr Energieeffizienz im Rechenzentrum nicht nur eine ökologische, sondern auch eine wirtschaftlich sinnvolle Lösung? Was bedeutet echte Green IT für den Standort Deutschland? Und welche Rolle spielt China? Diesen und anderen Fragen geht sein Artikel nach.
Projekt AC4DC abgeschlossen
AC4DC steht für Adaptive Computing for Green Data Centers und ist ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördertes Forschungsprojekt im Rahmen des Programms IT2Green. Das Vorhaben untersuchte die Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz durch intelligentes Rechenlast- und Infrastrukturmanagement vom Anbieter bis zum Anwender.
Neben dem Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit gehörten zu den Partnern des Projekts AC4DC Rittal GmbH & Co. KG, Würz Energy, BTC IT Services GmbH, KDO, OFFIS Institut für Informatik und die Universität Paderborn.
Die wichtigsten Ergebnisse:
- Optimierung im Rechenzentrum. Dynamische Anpassung der IT und Infrastruktur an den Bedarf
- Rechenzentrenübergreifende Optimierung. Lastverteilung für globale Kostenoptimierung
- Dezentrales Cloud-Backup. Datensicherung mit hoher Verfügbarkeit ohne zusätzliche Hardware
- Standardisierte Rechenzentrums-Module. Komplettlösungen mit innovativer Kühltechnologie (Produkt des Herstellers Rittal)
Transatlantische Perspektiven: Grün Gründen
Transatlantische Perspektiven: Grün Gründen – diesen Titel trägt ein Buchbeitrag der Borderstep-Wissenschaftler Dr. Ralf Weiß und Dr. Jens Clausen.
Die Autoren beschäftigen sich unter anderem mit der Frage, welche Rolle die Green Economy bei Unternehmensgründungen in Deutschland und Kalifornien spielt und welche Möglichkeiten der transatlantischen Zusammenarbeit sich ergeben. Im Fokus stehen dabei Start-ups, die von Anfang an Verantwortung übernehmen.
Der Sammelband „Corporate Responsibility 2014: Unternehmen und Verantwortung“ wurde von der American Chamber of Commerce in Germany (AmCham) und dem F.A.Z. Institut herausgegeben.
Der Artikel Transatlantische Perspektiven: Grün Gründen steht kostenlos online Verfügung.
Das Buch „Corporate Responsibility 2014: Unternehmen und Verantwortung“ kann bei der AmCham bestellt werden und ist auch als kostenloser Download erhältlich.
Experten-Workshop „grüne“ Gründungen
„Grüne“ Gründungen standen im Mittelpunkt eines Experten-Workshops des Borderstep Instituts. Borderstep-Gründer Dr. Severin Beucker und Prof. Dr. Klaus Fichter begrüßten dazu in den Räumlichkeiten des Charlottenburger Innovationszentrums (CHIC) eine internationale Runde aus Experten der Gründerforschung und der Gründerförderung.
Zu den Gästen gehörten Helene Oscarsson von Vreta Kluster (Schweden), Fred Walti, Direktor des Los Angeles Cleantech Incubators (USA), Oriol Pascual von Enviu (Spanien), Mika Finska von Cleantech Finland (Finnland), Aaron Best von Climate KIC (Berlin) sowie Co-Host Roland Sillmann, Leiter des Charlottenburger Innovationszentrums (CHIC).
Dr. Ralf Weiß, Projektleiter der von Borderstep initiierten Initiative StartUp4Climate, präsentierte aktuelle Ergebnisse zu Strategien der „grünen“ Gründerförderung und zu Zahlen der „grünen“ Gründungen.
Der Workshop mit dem Titel „Leaders in Green Incubation“ beschäftige sich mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Gründungs- und Unterstützungskonzepten der teilnehmenden Inkubatoren. Die anschließende Diskussion konzentrierte sich auf Möglichkeiten, wie „grüne“ Start-ups sowie Förder- und Finanzierungskonzepte durch internationalen Austausch profitieren können.
Die Veranstaltung diente zur Vorbereitung eines Austauschprogramms (Landing Pad Program) für „grüne“ Gründungen in Zusammenarbeit mit dem Los Angeles Cleantech Incubator (LACI) aus Kalifornien, USA, dessen Direktor Fred Walti, auf dem Workshop auch die neue Initiative des Global Innovation Network vorstellte.
Ziel der Initiativen ist, jungen Unternehmern aus den USA und Europa einen mehrmonatigen Erfahrungsaustausch in einem Inkubator auf der jeweils anderen Seite des Atlantiks zu ermöglichen und den Markt zu erkunden.
Energiewende in Eigenregie: Leitfaden erschienen
Wie lässt sich privates Engagement für die Energiewende an den Arbeitsplatz übertragen? Welche Möglichkeiten bieten Belegschafts-Energiegenossenschaften für Mitarbeiter, aber auch für Unternehmen? Diese Fragen bildeten den Ausgangspunkt des vom BMBF geförderten Projektes „enEEbler“. Den in diesem Zusammenhang erstellten Leitfaden „Belegschaftsgenossenschaften zur Förderung der Energiewende – Wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Geschäftsideen, Beispiele“ stellten Franziska Dittmer von der alanus Hochschule und Dr. Jens Clausen vom Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit auf den Berliner Energietagen vor.
In der anschließenden Diskussion standen die Vorteile solcher Belegschafts-Energiegenossenschaften im Mittelpunkt. Für Arbeitnehmer zeigt sich bei den vom Borderstep Institut untersuchten Projekten eine deutliche Stärkung des „Wir-Gefühls“ und eine höhere Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Außerdem lohnt sich das genossenschaftliche Engagement für die Belegschaft bei einer Verzinsung bis zu fünf Prozent auch finanziell.
Arbeitgeber profitieren nicht nur durch das neugewonnene „grüne“ Image ihrer Firma, sondern auch durch eine stärkere Motivation der Mitarbeiter und einer damit einhergehenden größeren Mitarbeiterbindung. Als Nebeneffekt bietet sich ein günstiger Energieeinkauf von der Genossenschaft an.
Der Leitfaden ist ein Gemeinschaftsprojekt des Borderstep Institut Berlin, der Volkswagen Belegschaftsgenossenschaft, der Alanus Hochschule, der HfWU Nürtingen-Geislingen und B.A.U.M.
Die praxisorientierte Handreichung steht zum Download bereit unter www.eneebler.de oder kann in gedruckter Form bestellt werden bei Franziska Dittmer (alanus Hochschule).
Grundstein für Cleantech-Transatlantik-Brücke gelegt
Das Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit und der Los Angeles Cleantech Incubator (LACI) unterzeichneten am 20. Mai 2014 ein Abkommen zur Zusammenarbeit.Dr. Severin Beucker (Borderstep) und Fred Walty (LACI) besiegelten das gemeinsame Vorhaben der Errichtung einer Cleantech-Transatlantik-Brücke mit ihren Unterschriften. Geplant ist ein von Borderstep und LACI organisiertes deutsch-amerikanisches „Landing Pad Program“. Dieses soll innovative Cleantech-Start-ups aus Deutschland und Kalifornien dabei unterstützen, Erfahrungen auf beiden Seiten des Atlantiks zu sammeln und dabei Partner sowie Geldgeber zu finden.
Das Borderstep Institut wird zudem am LACI Global Showcase (GLOSHO) im Oktober 2014 in Los Angeles mit einer Start-up-Delegation aus Deutschland teilnehmen und einen Workshop zum deutschen Cleantech Markt organisieren. GLOSHO ist ein internationales Forum für Unternehmer, Investoren, Entwickler und politische Entscheidungsträger. Darüber hinaus hat das Borderstep Institut vor, in naher Zukunft eine internationale Version des GLOSHO in Europa zu organisieren.
Daneben wird das Borderstep Institut Partner im neuen Global Innovation Network (GIN), organisiert von LACI, und dessen Expansion in Europa unterstützen. GIN ist ein Zusammenschluss von Organisationen und Einrichtungen der Innovations- und Gründerförderung für Cleantech-Unternehmen.
Das Borderstep Institut hat bereits Geschäftsräume innerhalb des Los Angeles Cleantech Incubators bezogen und ist mit Jörg Geier als Repräsentanten des Borderstep Instituts seit zwei Jahren in Kalifornien vertreten.
Borderstep auf den Berliner Energietagen
Vom 19. bis 21. Mai präsentiert das Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit auf den Berliner Energietagen aktuelle Forschungsergebnisse zu den Themen Energieeffizienz, Erneuerbare Energien und Gründungen. Auf der zeitgleich stattfindenden „Gründer- und Innovationsmesse Energieeffizienz“ im Atrium des Ludwig-Erhard-Hauses besteht Gelegenheit, mit Forscherinnen und Forschern aus dem Institut am Borderstep-Stand ins Gespräch zu kommen.
Link zu Programm: www.berliner-energietage.de
Energetische Sanierung – Wenn die Stadt ihr Gesicht verliert, Sendung rbb Kulturradio
Für seinen Kulturtermin „Energetische Sanierung – Wenn die Stadt ihr Gesicht verliert“ für rbb Kulturradio hat sich Jürgen Gressel-Hichert nach Alternativen zur derzeitigen Dämmpolitik umgeschaut und dafür Borderstep-Mitgründer Severin Beucker zum Thema Energieeffizienz im Gebäudebestand und energetische Sanierung befragt.
Jürgen Gressel-Hichert begleitet für seine Sendung Initiativen in mehreren Berliner Bezirken, die sich gegen das Dämmen aussprechen, redet mit Fachleuten aus der Senatsverwaltung und fragt bei Energieberatern, Architekten und Wissenschaftlern nach, wie sinnvoll das Verpacken von Häusern ist. In einem ausführlichen Online-Dossier zum Thema ist die Sendung nach Ausstrahlung ein Jahr zum Nachhören abrufbar.
Kulturtermin 14.5.2014, 19.04 Uhr, „Energetische Sanierung – Wenn die Stadt ihr Gesicht verliert“. Eine Recherche von Jürgen Gressel-Hichert.
Auftaktveranstaltung ProShape@Connected-Living
Neue Geschäftsmodelle im Bereich Energieeffizienz als Energie-Evolution für städtische Quartiere? Mit dieser Frage befasst sich ein eben gestartetes Borderstep-Projekt. Unter Federführung des Borderstep Instituts für Innovation und Nachhaltigkeit Berlin entwickelt das Forschungsvorhaben ProShape@Connected-Living Steuerungstechnik und Geschäftsmodelle für den Betrieb von dezentralen Blockheizkraftwerken im Wohnungsbau. Am 14. Mai 2014 findet dazu in Berlin die Auftaktveranstaltung statt.
Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Gemeinsam mit Experten aus der Gebäude- und Heimautomatisierungstechnik sowie Vertretern der Energiewirtschaft diskutieren zum Kick-Off die Projektpartner die Ziele des Verbundforschungsprojektes.
Borderstep-Studie zu Rechenzentren in Deutschland erschienen
Die sehr hohe Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) für den Standort Deutschland und die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen im internationalen Kontext ist unbestritten. Nach Einschätzung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist die IKT der Innovationsmotor Nr. 1 in Deutschland: Mehr als 80 % der deutschen Innovationen beruhen auf IKT. 55 % der Beschäftigten in Deutschland nutzen für ihre Tätigkeit mindestens einmal pro Woche einen Computer mit Internetzugang (Statistisches Bundesamt 2012). Basis für die Nutzung von IKT stellt eine gut ausgebaute und funktionsfähige Internetinfrastruktur dar. Als Knoten des Internets kommt den Rechenzentren hierbei eine entscheidende Bedeutung zu.
Trotz dieser hohen Bedeutung liegen allerdings nur wenig konkrete und belastbare Daten zur Struktur und wirtschaftlichen Relevanz der Rechenzentren in Deutschland vor. Dies liegt insbesondere daran, dass Rechenzentren von Unternehmen und Organisationen aus allen Wirtschaftssektoren – meist für eigene Zwecke – betrieben werden. Damit wird ihre Wirtschaftsleistung z.B. in amtlichen Statistiken nicht getrennt ausgewiesen, sondern der jeweiligen Branche zugerechnet. Eine systematische Untersuchung der wirtschaftlichen Bedeutung der Rechenzentren sowie der Rahmenbedingungen in Deutschland für den Rechenzentrumsbetrieb liegt bislang nicht vor.
Die vorliegende Untersuchung soll dazu beitragen, die Datenlage zum Thema Struktur und wirtschaftlichen Relevanz der Rechenzentren in Deutschland zu verbessern. Entsprechend dieser Zielsetzung befasst sich die Untersuchung mit drei Fragekomplexen:
- Wie groß ist die wirtschaftliche Bedeutung der Rechenzentren in Deutschland?
- Wie ist die internationale Wettbewerbssituation der deutschen Rechenzentren und welche
- Standortfaktoren sind für den Rechenzentrumsbetrieb in Deutschland von besonderer Bedeutung?
- Welche Bedeutung haben Rechenzentren für die Energiewende und welche künftigen Potenziale bieten sich hier?
Hintemann, R. & Clausen, J. (2014). Rechenzentren in Deutschland: Eine Studie zur Darstellung der wirtschaftlichen Bedeutung und Wettbewerbssituation. Studie im Auftrag des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM).
Online unter: www.bitkom.org


