Borderstep-Expertise in „Monitor“ (ARD)
Der Strombedarf von Rechenzentren in Deutschland steigt deutlich. Ein wichtiger Treiber ist neben dem weiteren Ausbau von Cloud-Infrastrukturen der zunehmende Einsatz Künstlicher Intelligenz.
Das ARD-Magazin Monitor beschäftigt sich in einem aktuellen Beitrag mit der Frage, welche Folgen diese Entwicklung für den Energiebedarf hat und wie Deutschland damit umgehen kann.
Für den Beitrag hat Monitor auch Simon Hinterholzer, Researcher am Borderstep Institut, befragt. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Entwicklung des Rechenzentrumsmarktes sowie dem Energie- und Ressourcenbedarf digitaler Infrastrukturen.
Hinterholzer geht im Beitrag auf zwei konkrete Fragen beim Ausbau von Rechenzentren ein:
- Für die Nutzung der entstehenden Abwärme ist der Standort aus seiner Sicht entscheidend: Werden große Rechenzentren dort gebaut, wo keine oder zu kleine Wärmeabnehmer vorhanden sind, kann die Abwärme kaum genutzt werden.
- Auch eine Stromversorgung von Rechenzentren durch eigene Gaskraftwerke sieht er mit Blick auf die Klimaziele kritisch. Soll ein Gaskraftwerk den fehlenden Netzanschluss vollständig kompensieren, bezeichnet Hinterholzer dies als „absolutes No-Go“.
Der Monitor-Beitrag betrachtet die Entwicklung aus verschiedenen Perspektiven und geht unter anderem auf den steigenden Strombedarf durch KI, den Ausbau von Rechenzentren und die damit verbundenen Anforderungen an Energieversorgung und Infrastruktur ein.
Hier können Sie den Bericht von Monitor anschauen: Deutschlands neue KI-Rechenzentren: Ausbau um jeden Preis?
Über Simon Hinterholzer
Simon Hinterholzer ist Ingenieur für Erneuerbare Energien und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Borderstep Institut. Er forscht zu den Nachhaltigkeitswirkungen der Digitalisierung, insbesondere zur Bewertung von Rechenzentren und Cloud Computing sowie zur CO₂-Reduktion im Gebäudebereich durch digitale Technologien. Dabei arbeitet er in Projekten für die EU-Kommission, Bundesministerien und Bundesländer.