BloombergNEF-Studie: Borderstep kommentiert in SZ
Wie entwickelt sich der Strombedarf von Rechenzentren? Welche Annahmen liegen aktuellen Prognosen zugrunde? Und welche Herausforderungen ergeben sich daraus für die Energieversorgung?
Wissenschaftliche Einordnung für die Süddeutsche Zeitung
Zu diesen Fragen bat die Süddeutsche Zeitung Dr. Ralph Hintemann, Gesellschafter und Senior Researcher am Borderstep Institut, um eine wissenschaftliche Einordnung der Ergebnisse und der Methodik einer aktuellen Studie von BloombergNEF. Seine Einschätzung floss in das Dossier „Wie Rechenzentren das deutsche Stromnetz herausfordern“ ein.
Die BloombergNEF-Studie prognostiziert, dass bis 2035 rund ein Fünftel des US-Stromverbrauchs auf Rechenzentren entfallen könnte. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass der weitere Ausbau der Rechenzentrumskapazitäten zunehmend durch die Verfügbarkeit von Strom, Netzanschlüssen und Genehmigungen begrenzt wird.
Dr. Hintemann ordnet diese Prognosen differenziert ein. Er geht davon aus, dass der Strombedarf von Rechenzentren in den USA in den kommenden Jahren zwar deutlich steigen wird, erwartet jedoch aufgrund von Engpässen bei der Stromversorgung und in den Lieferketten ein geringeres Wachstum als im Basisszenario der Studie.
Das Dossier Wie Rechenzentren das deutsche Stromnetz herausfordern erschien in der Süddeutschen Zeitung und ist für Abonnentinnen und Abonnenten online verfügbar.
Forschung zu nachhaltigen Rechenzentren
Dr. Ralph Hintemann forscht seit vielen Jahren zu den Nachhaltigkeitswirkungen der Digitalisierung. Als international anerkannter Experte für die Nachhaltigkeit digitaler Infrastrukturen veröffentlicht er regelmäßig Analysen und Studien zu Energie- und Ressourcenverbräuchen von Rechenzentren und anderen digitalen Infrastrukturen sowie zu deren nachhaltiger Entwicklung.