Forschung muss raus aus dem Datenkeller
  • ©-.shock-–-AdobeStock

Borderstep organisiert Hackathon rund um Green Startup Report

Am 26. und 27. August 2025 wird Berlin zum Treffpunkt für eine neue Form der Forschung: Der erste wissenschaftliche Hackathon mit Fokus auf Gründungsaktivitäten, nachhaltige Startups und Finanzierung öffnet nicht nur Datensätze, sondern auch neue Perspektiven auf wissenschaftliche Zusammenarbeit.

Rund 30.000 nicht-anonymisierte Handelsregistereinträge zu grünen und nicht-grünen Start-ups und über 50.000 Investmentdaten, bereitgestellt von startupdetector und erstmals vorgestellt im Green Startup Report 2025, bilden die Basis für das kollaborative Arbeiten. Ziel ist es, in nur zwei Tagen gemeinsam Forschungsfragen zu entwickeln, zu validieren und erste Ergebnisse in Form von etwa 10–15 Extended Abstracts zu erarbeiten. Diese sollen im Anschluss in einem Special Issue der Zeitschrift Der Betriebswirt peer-reviewed veröffentlicht werden.

Praktische Erprobung datengetriebener Forschung

Das neue Format initierten Malte Bau (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg) und Dr. Thomas Neumann (Borderstep Institut). Unterstützt von den FGF Arbeitskreisen Social Entrepreneurship & Sustainable Entrepreneurship und ausgerichtet vom Borderstep Institut sind Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen eingeladen, gemeinsam datengetriebene, transdisziplinäre Forschung praktisch zu erproben.

Open Science ist kein Prinzip – es ist Praxis. Und genau die erproben wir mit dem neuen Hackathon-Format gemeinsam. (Dr. Thomas Neumann, Borderstep Senior Researcher)

Was das Format besonders macht? Zum ersten Mal wird ein umfangreicher betriebswirtschaftlicher Datenbestand systematisch für eine Open-Science-orientierte Zusammenarbeit geöffnet. Dabei treffen qualitative und quantitative Ansätze aufeinander. Das Ziel ist nicht nur die gemeinsame Analyse, sondern auch der Aufbau einer Forschungsinfrastruktur für nachhaltiges Unternehmertum.

In klassischen Forschungssettings arbeitet jede und jeder im eigenen Datenkeller. Der Hackathon kehrt das Prinzip um: Daten werden geteilt, Fragen entstehen gemeinsam, Ergebnisse sind kollektiv getragen. Das verändert nicht nur die Ergebnisse – es verändert die Forschungskultur. (Malte Bau, Doktorand Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)

Was bringt das der Community?

  • Neue Forschungsfragen zur nachhaltigen Gründungsförderung
  • Konkrete Kooperationen und Veröffentlichungen
  • Ein neuer Standard für kollaborative Forschung in der Betriebswirtschaftslehre
  • Impulse für die Weiterentwicklung des Green Startup Reports